Winterwunderland mit Heino

BONN · Der Volksmusiker hat bei seiner Weihnachtstournee in der Bonner Kreuzkirche auch ohne seinen "blauen Enzian" für Begeisterung gesorgt.

 So kennt man ihn: Heino singt auch in Bonn mit Sonnenbrille.

So kennt man ihn: Heino singt auch in Bonn mit Sonnenbrille.

Foto: Volker Lannert

In der Kirche war es fast dunkel, eine Lichtinstallation am Altar tauchte die Besucher abwechselnd in rotes, grünes oder blaues Licht. Dann war es soweit, dramatische Musik ertönte und endlich konnten alle einen Blick auf Heino werfen. Am Samstagabend war er für sein weihnachtliches Kirchenkonzert "Die Himmel rühmen im Advent" in die Kreuzkirche gekommen.

Begleitet von einer elektrischen Orgel, einer Gitarre und den Sängern des Gloria Quartetts gab der Sänger vor allem klassische und weihnachtliche Lieder zum Besten. "Das Besondere daran, in einer Kirche zu singen, ist, dass ich das singen kann, was ich bei normalen Konzerten nicht singe", betonte Heino. Eigentlich habe er einmal mit klassischer Musik angefangen. Dann sei ihm jedoch die Volksmusik dazwischen gekommen.

Bei diesem Konzert ging es also nicht um seine Klassiker wie "Blau blüht der Enzian", sondern um Lieder wie "Lobe den Herrn" oder die deutsche Version von "Winter Wonderland". "Hier kann ich zeigen, dass ich auch etwas anderes singen kann", sagte Heino.

Zurzeit befindet er sich auf einer Kirchentournee durch ganz Deutschland, Bonn ist die vorletzte Station vor Weihnachten. Dann geht es erst wieder im neuen Jahr weiter. Zum dritten Mal findet die Tour nun schon statt, für Heino hat sie jedoch nicht nur musikalische Bedeutung: "Ich möchte die Menschen, vor allem junge Leute, dazu bewegen, wieder in die Kirche zu gehen."

Und das hatte er zumindest beim Bonner Konzert geschafft, die Sitzbänke waren fast voll besetzt, teilweise saßen die Besucher auf extra Stühlen, um besser sehen zu können. "Das ist mein Weihnachtsgeschenk für meine Mutter", so Besucherin Astrid Ellinghaus. "Ich begleite sie, meine Mutter ist Heino-Fan."

Und das war nicht zu übersehen. Kurz bevor das Konzert losging und Heino durch den Gang zum Altar schritt, stand die 82-jährige Edith Strach schon nervös auf, um einen Blick auf ihren Star zu werfen: "Ich liebe die Volksmusik, ich liebe seine Stimme, ich liebe den ganzen Heino."

So ähnlich ging es vielen Besuchern am Samstagabend, die meisten waren besonders von der Kombination Heino und Kirche angetan. "Das bringt Zufriedenheit und eine wunderbare vorweihnachtliche Stimmung", so Besucherin Renate Draut. Natürlich sei auch die Akustik in einer Kirche besonders schön. Das konnte Ehemann Willy Draut nur bestätigen: "Und ich mag Heinos tiefe, kräftige Stimme."

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