"Jona - Der verlorene Sohn" Chor führt das neue Musical von Markus Thielen auf

ALTENBURG · Mit dem Musical "Jona - Der verlorene Sohn" schenkte der Kinder- und Jugendchor der Pfarreien Altenahr, Berg-Vischel und Kirchsahr einem großen Publikum in der Aula der Ahrtalschule einen besinnlichen und dabei durchaus fröhlichen Sonntagnachmittag.

Die Geschichte basiert auf dem Gleichnis vom verlorenen Sohn aus dem Lukas-Evangelium, wenn auch der Sohn, der von zu Hause weggeht, sein gesamtes Vermögen verprasst und danach vom Vater mit offenen Armen wieder aufgenommen wird, in der Bibel keinen Namen hat. In Altenburg hieß er Jona.

Der Altenahrer Kirchenmusiker Markus Thielen hatte die Geschichte mit Text und Musik für den Kinder- und Jugendchor zubereitet. Und so war in der Schul-Aula eine Welt-Uraufführung zu erleben, wie Pfarrer Axel Spiller eingangs hervorhob. Dabei verlangte die Musik den Kindern und Jugendlichen einiges ab. Beachtlich waren die Leistungen des Chors und vor allem der Solisten.

Schön war der Wechsel zwischen Chorgesang, den Duetten der Darsteller und dem Part der Erzählerin (Magdalene Thielen), der die Geschichte zügig voran brachte. Die frische, moderne, griffige, einprägsame Musik war dabei eine Herausforderung - eben ein Musical.

Thielens Texte mit Vokabeln unserer Zeit machten Geschichte leicht verständlich: "Er hat die Schufterei jetzt satt, will raus, will endlich was erleben", singen die Freunde. Der Vater stellt seinem Sohn frei, zu gehen oder auf seinem Hof zu bleiben. In der großen Stadt findet er aber schnell Freunde, mit denen er sein Vermögen durchbringt und eine Frau, die er heiraten möchte.

Als aber Not ausbricht, kehren ihm alle den Rücken, sein Geld ist weg, er zieht weiter, verdingt sich als Schweinehirt, und da keimt in ihm Heimweh. Mit offenen Armen nimmt der Vater seinen reumütigen Sohn wieder auf, schlachtet für das Fest sogar das Mastkalb und besänftigt seinen daheim gebliebenen anderen Sohn, den das Vorgehen befremdet.

So passte die Geschichte neben aller Freude am Spielen und Singen bestens in die vorösterliche Zeit. Publikum und Akteure - im Chor sangen auch einige Mütter - konnten durch die Aufarbeitung tieferen Einblick in das Verhältnis Gott - Mensch gewinnen, wie Jesus es dargestellt hat.

Großer Applaus wurde den Aufführenden zuteil. Mit kleinen Geschenken bedankten sie sich bei Markus Thielen und seiner Frau Magdalene.

Auf der Bühne standen Jana Ludwig (Jona), Laura und Sophia Zavelberg (seine Freunde), Hanna Müller (Vater), Clara Cramer (Mutter), Selina Sebastian (Verlobte und Geliebte), Marieke Weingarten und Mara Sebastian (Gäste), Fabienne Schulz (Bruder), Lisa Kreuzberg, Anna Nolden, Isabelle Steinhoff, Sina Weingarten (Mägde), Maria Gärtner, Lukas Bongart, Michael Lahr, Niklas Lanzerath (Knechte) sowie Angelina Lanzerath.