Kommentar zu Corona-Tests an Kitas und Schulen In Debatten verzettelt

Meinung | NRW · Wegen schwieriger Logistik und nicht überall vorhandenen Kapazitäten sollen Lollitests nun doch nicht flächendeckend in NRW eingesetzt werden. Für Kommentatorin Kirsten Bialdiga ist das ein Zeichen für fehlende Bodenhaftung der Politik im Kampf gegen die Pandemie.

 Ein Schüler macht einen Corona Schnelltest im Klassenzimmer.

Ein Schüler macht einen Corona Schnelltest im Klassenzimmer.

Foto: dpa/Holger John

Das Hin und Her um die Lollitests ist ein Paradebeispiel für fehlende Bodenhaftung im Kampf gegen die Pandemie. Es ist zwar richtig, dass sich die Kinder in Kita und Schule regelmäßig testen, um Infektionsfälle frühzeitig zu entdecken. Es ist aber unverständlich, warum es den Kindern nicht zuzumuten sein soll, sich mit einem Wattestäbchen in der Nase selbst zu testen. Stattdessen müssen es die in der Logistik deutlich aufwändigeren Lollitests sein. Wie aufwändig diese sind, hat NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) nun festgestellt und die Lollitests erst einmal gestoppt: Kita-Kinder machen nun also weiterhin die Nasentests. Für die älteren Kinder in der Primarstufe aber sind dennoch die Lollitests vorgesehen. Wie widersinnig.