Studie: Deutsche besitzen im Schnitt 214 500 Euro

Studie : Deutsche besitzen im Schnitt 214 500 Euro

Die Vermögen in Deutschland sind nach wie vor relativ ungleich verteilt. Allerdings hat die Ungleichheit in den vergangenen vier Jahren nicht weiter zugenommen. Dies ist ein Ergebnis der Studie „Private Haushalte und ihre Finanzen“ (PHF) der Bundesbank. Die erste Befragung dieser Art hat bereits im Jahr 2010 stattgefunden.

Der Studie zufolge ist der Anteil der vermögendsten Deutschen am gesamten Vermögen nahezu konstant geblieben: Im Jahr 2014 besaßen die reichsten zehn Prozent 59,8 Prozent des Nettovermögens, 2010 belief sich der Anteil auf 59,2 Prozent. 2014 lag das durchschnittliche Nettovermögen (Bruttovermögen abzüglich Verschuldung) bei 214 500 Euro. Im Jahr 2010 lag dieser Wert bei 195 200 Euro.

Wie die Studie zeigt, haben 74 Prozent der Haushalte in Deutschland ein geringeres Nettovermögen als der Durchschnitt. Im Jahr 2010 hatte dieser Anteil noch 73 Prozent betragen. Das durchschnittliche Nettovermögen wird berechnet, indem die Summe aller Vermögenswerte in Deutschland gebildet und durch die Anzahl der Haushalte dividiert wird. Diese Werte werden aber stark von sehr hohen und sehr niedrigen Werten beeinflusst, heißt es weiter.

Unsere Partner | Wirtschaft - Geld, Vorsorge und Vermögen

Der Median, das heißt der Wert, der die Haushalte in eine reichere und eine ärmere Hälfte teilt, wird dagegen kaum von Extremwerten beeinflusst. Der Haushalt in der Mitte der Verteilung hatte 2014 ein Nettovermögen von 60 400 Euro. Im Jahr 2010 waren es 51 400 Euro. Der Anteil von privaten Haushalten, die Aktien halten, ist den Ergebnissen der Studie zufolge nach wie vor relativ gering. 2014 waren dies zehn Prozent, im Jahr 2010 elf Prozent. Im Mittel waren diese Aktien 39 000 Euro wert.

Die PHF-Studie liefert auch Einblicke in die Zusammensetzung der Vermögen der privaten Haushalte sowie deren Verschuldungssituation. Sachvermögen war 2014 deutlich bedeutender als Finanzvermögen, das nahezu alle Haushalte besitzen. Es gibt zudem einen starken Zusammenhang zwischen Immobilienbesitz und Vermögen. So besaßen 2014 rund 44 Prozent der privaten Haushalte in Deutschland Eigentum am Hauptwohnsitz. Im Mittelwert belief sich dieses Eigentum auf 231 400 Euro brutto. ⋌rps