Patronatsfest in Walporzheim Die Bunte Kuh kommt ins Wappen

WALPORZHEIM · Beim Patronatsfest im Weinort Walporzheim gab es Musik und jede Menge Informationen. Der Frühschoppen im "Vinetum" steht auch immer im Zeichen der Rechenschaftsberichte aus dem Dorfleben.

 Das Patronatsfest in Walporzheim.

Das Patronatsfest in Walporzheim.

Foto: Martin Gausmann

Das Restaurant „Vinetum“ wird allmählich zu klein für die Feier des Walporzheimer Patronatsfestes. Jahr für Jahr werden es dort mehr Gäste, die den Frühschoppen zu Ehren des heiligen Sebastianus besuchen. Traditionell ist der Tag, der mit einer Messe in der Kapelle und der Niederlegung eines Kranzes im Gedenken an die Kriegstoten begann, auch ein Tag der Rechenschaftsberichte. Was geschah, was ist geplant? Es gab Antworten, aber auch weiterhin offene Fragen, wie die nach der Fertigstellung der Dorfmitte. Dort wird seit Ende August gearbeitet, der avisierte Termin vor Weihnachten konnte nicht gehalten werden. Bürgermeister Guido Orthen sorgte am Samstag bei den Walporzheimern für mehr Verwirrung als Klarheit. Er drohte den Karnevalisten an, dass deren Umzug wohl noch über eine unbefestigte Dorfmitte ziehen muss. Fertig sei man auf jeden Fall bis zum Weinfest, aber das ist erst Ende August. Auf alle Fälle werde es ein Fest geben, wenn der neue Dorfplatz eingeweiht wird. Ortsvorsteher Gregor Sebastian wurde konkreter, auch wenn er auf die anstehende Ortsbeiratssitzung am kommenden Donnerstag verwies. Er ließ zumindest durchblicken, dass die Feiern zur Fertigstellung für den Mai geplant seien.

Klar ist dagegen, dass der Stadtteil im Hinblick auf das 50-jährige Stadtjubiläum im Jahr 2019 ein eigenes Wappen und eigene Fahnen erhalten wird. An einer Umfrage hatten sich rund 230 Bürger beteiligt, mehr als 80 Prozent entschieden sich für einen Wappenvorschlag, der einen Schlüssel, einen Adler, die Silhouette der Felsformationen „Bunte Kuh“ und eine Traube beinhaltet.

Orthen und Sebastian hatten aber auch das Hochwasser vom vergangenen Juni in ihren Berichten verankert. Danach stehen die Erneuerung von Bolz- und Spielplatz immer noch aus. Das wird in diesem Jahr geschehen, wobei der Spielplatz modernisiert und der Bolzplatz in den ursprünglichen Zustand versetzt wird. Arbeiten wird es aber auch am Sportplatz geben. Dort wird der Naturrasen in den beiden Strafräumen vor den Toren entfernt und durch einen Hybridrasen ersetzt. Das ist eine Mischung aus Natur- und Kunstrasen und soll zu einer Verkürzung der Sperrung in den Wintermonaten führen. Als weitere Folge des Hochwasserschutzes rief der Ortsvorsteher die Bevölkerung auf, gemeinsam am 18. Februar das Totholz am Ahrufer zu sammeln, welches am gleichen Tag noch verbrannt werde.

Dass es an Weihnachten in der Walporzheimer Kapelle keine Messe gab, obwohl die Bevölkerung dafür einen Priester gefunden hatte, bedauerte der Ortsvorsteher. Dechant Jörg Meyrer begründete die Absage damit, dass es für die anderen Pfarreien unverständlich gewesen sei, hätte es eine Messe in einer Filialkirche gegeben, wo doch noch nicht einmal in allen Pfarrkirchen eine Weihnachtsmesse stattfand. Er verwies auf den 23. März als wichtiges Datum für die Katholiken. Dann werden die in der Trierer Bistumssynode erarbeiteten Vorschläge für die neuen Pfarreienstrukturen veröffentlicht. Was zu erwarten ist, machte Meyrer anhand von Zahlen deutlich. So gebe es derzeit im Bistum Trier 900 Pfarreien und 175 Pfarreiengemeinschaften, zudem 32 Dekanate. Künftig geplant seien nur noch 60 Pfarreien mit jeweils drei Geistlichen an der Spitze.

Moderator Dieter Franke vom veranstaltenden Verkehrsvereins „Weindorf Walporzheim“ freute sich in der Folge noch über Grußworte der Weinkönigin Susanne Beu, des Hauptmanns der Bürgerschützen, Jürgen Knieps sowie des Schützenkönigs der Junggesellen, Daniel Schopp. Musikalisch untermalten der MGV Lyra und die Musikfreunde Lantershofen den zünftigen Frühschoppen.