In Sinzig leben Menschen aus 80 Nationen: Die Stadt feiert ein Festival der Kulturen

In Sinzig leben Menschen aus 80 Nationen : Die Stadt feiert ein Festival der Kulturen

Interkulturelles Fest bietet eine musikalische und kulinarische Reise um die Welt.

In Sinzig leben Menschen aus mehr als 80 Nationen friedlich miteinander. Ebenso vielfältig und fröhlich geriet die zweite Auflage eines großen Festes, das den Höhepunkt der Interkulturellen Woche bildete. Unter dem Motto „Sinzig international“ haben Bürger, Vereine und Organisationen aus mehr als zwölf Ländern am Sonntag auf dem Marktplatz ein Festival der Kulturen gefeiert.

Mitten in der Stadt hatten Besucher Gelegenheit, mit allen Sinnen eine Entdeckungsreise um die Welt zu genießen. Denn gemeinsam mit dem Beirat für Migration und Integration hat das Bürgerforum ein multikulturelles Volksfest der Kulinarik, Folklore und Information auf die Beine gestellt. Auf der Bühne entführten Musik- und Tanzgruppen aus aller Herren Länder die Besucher von einem Kontinent zum anderen. Einen hörenswerten Ausflug in die Weltmusik boten etwa die „Great Spirit Singers“ aus Sinzig, die stimmlich von der Bad Bodendorfer Kita „Max und Moritz“ und der Regenbogenschule unterstützt wurden.

Eine türkische Kindertanzgruppe präsentierte sich in farbenfrohen Trachten und der Chor der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland bewies eindrucksvoll, dass er seinen Namen „Russische Seele“ zurecht gewählt hat. Die Tänze einer Flamencogruppe vereinten Leidenschaft, Schmerz und Stolz, während ein Country-Duo die unendlichen Weiten der Prärie besang. Aus den Instrumenten der Percussiongruppe „Mama Afrika“ sprach indes die Lebensfreude der Menschen Westafrikas. Einen Hauch von „Karneval in Rio zauberte die Gruppe „Batida de Samba“ auf die Bühne. Mit einer Mischung aus spanischen, lateinamerikanischen und karibischen Klängen begeisterte das Duo „Latin Emotions“ ebenso wie das Tanzensemble „Yanacona“ mit kolumbianischer Folklore. Und finnische Volkslieder interpretierten die Sängerinnen Astrid Pitzner und Alexandra Tschida.

„Egal, wen ich gefragt habe, ich habe überall offene Türen eingerannt“, zeigte sich Cheforganisator Manfred Ruch vom Bürgerforum vom Engagement der ausländischen Ansprechpartner beeindruckt.

Beeindruckend allerdings war nicht zuletzt auch die „kulinarische Meile“, die die Teilnehmer rund um den Marktplatz aus dem Boden gestampft hatten.