Denkmalpflege in Ahrweiler Ehrenmal in neuem Glanz

AHRWEILER · Heimatverein und Stadt bezahlen die Restaurierung des Ehrenmals vor dem Ahrtor. Die Kosten für die Restaurierung liegen bei 10.000 Euro.

 Redstauratoren bei der Arbeit: Bernd Retterath und Annette Ulrich-Dünker.

Redstauratoren bei der Arbeit: Bernd Retterath und Annette Ulrich-Dünker.

Foto: Martin Gausmann

Annette Ulrich-Dünker und Bernd Retterath haben ganze Arbeit geleistet. Innerhalb von knapp fünf Wochen haben die beiden Restauratoren aus der Kreisstadt das Ehrenmal vor dem Ahrtor wieder in Schuss gebracht. Pünktlich zum Ahrweiler Schützenfest, bei dem Freitag und Samstag dort Kränze niedergelegt werden. Und auch „Geburtstag“ hat das Ehrenmal, das von dem Ahrweiler Künstler Hans Matschulla geschaffen wurde. Es wurde vor 60 Jahren eingeweiht.

Die Kosten für die Restaurierung in Höhe von 10000 Euro haben der Heimatverein Alt-Ahrweiler und die Stadt je zur Hälfte übernommen, berichteten Wilbert Herschbach und Bürgermeister Guido Orthen bei der Abnahme.

Die Maßnahme hat sich gelohnt. Denn Hans-Wilhelm Söller, der als direkter Nachbar den drei Meter hohen Kubus aus Muschelkalk vor dem Ahrtor im Blick hat, berichtete dem General-Anzeiger: „Jetzt bleiben die Leute wieder stehen und schauen sich das Ehrenmal an.“

In cremigem Weiß erstrahlen wieder die Reliefs des Ehrenmals: die Rebenbinderin als Symbol der Heimat, der sterbende Soldat mit seinem Kameraden, die zum Himmel flehende Mutter und der Globus mit den vier Kreuzen.

187 Namen der Gefallenen aus Ahrweiler aus dem Ersten Weltkrieg umrahmen das Relief auf der Westseite, 221 Gefallene aus dem Zweiten Weltkrieg sind auf der Südseite und der halben Ostseite verzeichnet. Ebenfalls auf der Ostseite und zum Teil auf der Nordseite sind die Namen der 124 Zivilopfer aufgeführt. Hinzu kommen die Namen von 114 Vermissten an. Insgesamt sind 646 Namen in den Kubus eingemeißelt, darunter die von 60 Frauen und von 32 Kindern.