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Beueler Großkirmes: Aufbau für Pützchens Markt läuft

Beueler Großkirmes : Aufbau für Pützchens Markt läuft

Der Aufbau des 649. Pützchens Markts (9. bis 13. September) läuft auf Hochtouren: Die Bayern-Festhalle steht, und das Riesenrad wächst täglich weiter in die Höhe. Damit sind die beiden Wahrzeichen der fünftägigen Kirmes schon jetzt weithin sichtbar.

Die heiße Aufbauphase beginnt aber erst frühestens am nächsten Montag. Durch den technischen Fortschritt ist es nämlich gelungen, dass moderne Fahrgeschäfte in nur wenigen Stunden nach dem Eintreffen auf dem Kirmesplatz spielbereit sind. Und das bedeutet auch für die Mitarbeiter der Stadt Bonn, dass die letzten 72 Stunden vor der Eröffnung des Jahrmarkts turbulent werden. Für die beiden Neuen im Marktamt wird das somit im wahrsten Sinne des Wortes eine Feuertaufe. Denn sowohl für Marktmeister Harald Borchert als auch für Platzmeister Michael Mierzowski ist es das erste Jahr als Verantwortliche für Pützchens Markt.

Beide strahlten aber am Dienstag beim Rundgang über die Pützchener Marktwiesen mit Bezirksbürgermeister Guido Déus Ruhe und Gelassenheit aus. Sie konnten auch schon die erste Platzneuheit fertig aufgebaut vorstellen. Die Achterbahn „Drifting Coaster“ ist ein völlig neu konzipiertes Fahrgeschäft. Die Gondeln fahren nicht auf Gleisen, sondern sind an Schienen aufgehängt. „Das bedeutet, dass die Gondeln in der Kurve bis zu 120 Grad nach außen schwingen können und es dadurch zu einer besonders rasanten Fahrt kommt“, erklärte Borchert.

An der Kreuzung Marktstraße/Friedensstraße werden Anfang nächster Woche zwei weitere Publikumsmagneten aufgebaut: Der 90 Meter hohe Freifallturm „The Tower“, bei dem die Fahrgäste mit einer Geschwindigkeit von 140 Kilometern in der Stunde in die Tiefe rasen werden, und die Riesenschaukel „Infinity“, die ebenfalls in luftiger Höhe ihre Fahrt aufnehmen wird. „Auf diese beiden Fahrgeschäfte können sich alle Kirmesfreunde freuen“, sagte Borchert.

Déus platzierte bei den städtischen Mitarbeitern einen Wunsch für den 650. Jahrmarkt: „2017 müssen wir es schaffen, dass beim Abschlussfeuerwerk eine einheitliche Musik auf dem Kirmesgelände zu hören ist – und zwar wie bei Rhein in Flammen. Das muss doch technisch möglich sein.“ Außerdem bat er die Vertreter der Stadtverwaltung darauf zu achten, dass bei der Eröffnungsfeier der Jubiläumskirmes genug Platz für die Bürger zur Verfügung steht:

„Wir feiern ein seltenes Jubiläum. Da wird sich viel Prominenz anmelden. Außerdem finden rund zwei Wochen nach der Kirmes die Bundestagswahlen statt, deshalb ist vor allem mit politischer Prominenz zu rechnen.“ Deshalb informierte man sich vorab beim Rundgang, ob das Bayernzelt größer aufgebaut werden kann. „Das geht. In diesem Jahr haben wir rund 2400 Sitzplätze. Wir können auf 3200 erweitern“, so Marie-Luise Schmitz, zuständig für den Zeltaufbau.