Kurz mal weg Wanderfestival und Werther-Wissen: Fünf Tipps für Ausflüge

Serie | Bonn / Region · Das Ahrtal veranstaltet ein Gipfelfest für Wanderfreunde, im Freilichtmuseum Kommern werden am Wolltag die Schafe geschoren und die Mosel feiert ihre Schleifen. Wir geben wieder Tipps für Ausflüge.

Unter dem Motto „Vier Tage, vier Gipfel“ geht das familienfreundliche Wanderfestivals im Ahrtal in die 18. Runde.

Unter dem Motto „Vier Tage, vier Gipfel“ geht das familienfreundliche Wanderfestivals im Ahrtal in die 18. Runde.

Foto: Dominik Ketz

Vier Tage, vier Gipfel: Schöne Wege und gute Unterhaltung beim 18. Wanderfestival

Der Berg ruft, und das gleich vier Mal hintereinander. „Vier Tage, vier Gipfel“ lautet das Motto eines familienfreundlichen Wanderfestivals im Ahrtal, das in diesem Jahr bereits in die 18. Runde geht. Beim Ahrtaler Gipfelfest am langen Fronleichnam-Wochenende erwartet die Teilnehmer an vier ausgewählten Tageszielen ein unterhaltsames Programm, angemessen nahrhafte Verpflegung und, keine Überraschung, erlesene Weine von Weingütern aus der Region. Das Gipfel-Quartett wurde in diesem Jahr neu gemischt, aktuelle Ziele sind: Hemmessener Hütte in Bad Neuenahr-Ahrweiler (Do 30.5.), Koisdorfer Hütte in Sinzig-Koisdorf (Fr 31. 5.), Hasenberg bei Krälingen im Sahrbachtal (Sa 1.6.) und Hühnerberg in Lommersdorf (So 2.6.).

„Zu jedem Gipfel führt eine kurze und eine lange Wanderroute, über die schönsten Wanderwege und Passagen mit wunderbaren Ausblicken und Eindrücken, hinauf zu den Höhen“, versprechen die Veranstalter von Ahrtal-Tourismus. Die Teilnehmer wandern individuell zum Tagesgipfel oder schließen sich geführten Wanderungen an, die überwiegend von Mitgliedern des Eifelvereins organisiert werden. Wer alle vier Gipfel stürmen möchte, kann an den jeweiligen Tageszielen die entsprechenden QR-Codes scannen und an einem Gewinnspiel teilnehmen. Kinder erwandern sich mit den Stempeln der Tagesgipfel die Auszeichnung Gipfelstürmer 2024. Die nötigen Stempelkarten befinden sich auf dem Festival-Flyer und auf der Internetseite des Ahrtals.

Info: Tel. (02641) 91 710; www.ahrtal.de

Wolltag im Museum

Rund 90 Veranstaltungen im Jahresprogramm des Freilichtmuseums Kommern bei Mechernich beschäftigen sich mit dem Thema „Leben im Rheinland in den vergangenen Jahrhunderten“. Experten demonstrieren altes Handwerk, Feldarbeit oder Wäschewaschen anno dazumal. Auch ein „Wolltag“ steht im Kalender. Nächster Termin: 16. Juni, 10 bis 15 Uhr. Schauplatz ist die Baugruppe Eifel auf dem Museumsgelände. Die Museumsschafe werden geschoren. Mitarbeiter erklären alte und moderne Methode der Schur. Die Wolle wird mit den Karden gekämmt, danach mit der Handspindel oder dem Spinnrad gesponnen. Besucher können sich nützlich machen. Kinder dürfen zudem Bälle filzen. Die Veranstaltung ist im Museumseintritt inkludiert. Eintritt: Erwachsene 9,50 Euro. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre haben freien Eintritt.

Info: Tel. (02443) 99 800; www.kommern@lvr.de

Der ideale Platz für einen schönen Aussichtsturm

Man sieht zwei Flüsse oder mehr, doch es ist nur einer. Die Mosel macht das ständig, sich schlängeln. In Zell legt sie eine besonders enge Schleife um den Ortsteil Barl. Es ist der ideale Platz für einen Aussichtsturm. Ein Prinz hatte die Idee. Friedrich-Wilhelm von Preußen wanderte im Jahr 1818 bei einer seiner Rheinlandreisen auf den 235 Meter hohen Felskegel bei Marienburg an der Mosel und erfreute sich der wunderbaren Aussicht. So kam der Berg zu seinem Namen Prinzenkopf – und der Turm ebenfalls. Der erste Turm war aus Holz, der zweite aus Stein, der dritte wieder aus Holz. Seit 2009 steht auf dem Prinzenkopf ein 22 Meter hoher Turm aus Stahl.

Info: Tel. (06542) 9000 21; www.puenderich.de

1774 erschien das Buch zum Liebeskummer

Goethe geht immer in Wetzlar. Der Frankfurter Bub lebte 1772 als Gerichtspraktikant in der Stadt und verliebte sich, leider aussichtslos, in Charlotte Buff. 1774 erschien das Buch zum Liebeskummer: „Die Leiden des jungen Werthers“. Der Roman zählt seit 250 Jahren zur Schullektüre, das muss gefeiert werden. 14 Institutionen stemmen 70 Veranstaltungen zum Thema. Laufzeit: 7. Juni bis 26. Januar. Unverzichtbar sind Kostümführungen mit Charlotte und Johann Wolfgang (Foto) und Wanderungen in die Natur. Werther wird zudem modern ausgeleuchtet – als Rap, Comic oder im Facebook-Format „Werther-Wissen zum Wochenende“.

Info: Tel. (06441) 99 77 55; www.wetzlar-tourismus.de

Um den jungen Goethe und seine Lotte geht es dieses Jahr im hessischen Wetzlar.

Um den jungen Goethe und seine Lotte geht es dieses Jahr im hessischen Wetzlar.

Foto: Dominik Ketz

Stauseen im Sauerland: Naturerlebnisse mit Spaßfaktor

Zwischen Attendorn, Meinerzhagen und Olpe liegen zwei Stauseen, die der Trinkwasserversorgung dienen. Als „Natur-Erlebnisgebiet“ spielen Biggesee und Listersee auch touristisch eine Rolle. Segler, Surfer, Taucher, Angler und Schwimmer haben reichlich zu tun. An Rad- und Wanderwegen herrscht kein Mangel. Beliebt sind Ausflüge mit dem Personenschiff auf dem Biggesee. Dienstags und donnerstags können Firmen beim „See-Working Space“ einen ganzen Arbeitstag an Bord verbringen. Auch sonst ist einiges los in der Region: Attendorf hat sogar ein eigenes Weinfest (Alter Markt, 24./25.5.).

Info: Tel. (02722) 65 79 240; www.bigge-listersee.de

Sie wollen wissen, was los ist in Bonn und der Region? Jeden Donnerstag schicken wir Ihnen die besten Tipps aus unserer Freizeit-Redaktion: Hier geht es zur aktuellen Ausgabe.

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