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Ausflüge: Tipps für Tagestouren aus Bonn - Oberbergisches Land

Kurz mal weg : Fünf Ausflugstipps für Tagestouren aus Bonn

Lust auf einen Tagesausflug? Wie jede Woche geben wir wieder einige Tipps. Dieses mal geht es von Bonn und der Region aus unter anderem auf eine mächtige Stadtmauer, in blumenreiche Schlossgärten und mit dem Rad ins Bergische.

Reichlich Blumenzwiebeln in den Schloss­gär­ten Ar­cen

Die Schloss­gär­ten Ar­cen bei Ven­lo in der nie­der­län­di­schen Pro­vinz Lim­burg ha­ben Mit­te die­ser Wo­che ih­re Pfor­ten ge­öff­net. „Zu­rück zur Na­tur“, lau­tet das nach­voll­zieh­ba­re Mot­to der neu­en Sai­son. Die Be­trei­ber der be­lieb­ten Park­an­la­ge ha­ben in raf­fi­nier­te neue Si­cher­heits­sys­te­me in­ves­tiert, aber auch in reich­lich Blu­men­zwie­beln. „In die­sem Früh­jahr wur­den al­lein an un­se­rem gro­ßen Teich 20.000 Tul­pen, 35.000 Veil­chen und Stief­müt­ter­chen so­wie 1500 ge­misch­te Früh­jahrs­blü­her ge­pflanzt“, sagt Park­ma­na­ger Rob Ram­bags. Kin­der ge­hen auf Ent­de­ckungs­tou­ren im re­no­vier­ten Spiel­platz im Berg­gar­ten.

Naturnahe Runden im Sauerland um am Edersee

Die Er­öff­nung fin­det vor­aus­sicht­lich am 1. Ju­ni statt, dann soll­ten im Trek­king­park Sauer­land bei Wil­lin­gen nor­ma­ler­wei­se wie­der Über­nach­tun­gen auf den be­gehr­ten Trek­king-Platt­for­men mög­lich sein. Bei mehr­tä­gi­gen Wan­de­run­gen auf den Qua­li­täts­wan­der­we­gen Die­mel­steig und Upland­steig ste­hen neun Camps für die Nacht­ru­he un­ter frei­em Him­mel zur Ver­fü­gung. Wer mehr auf Halb­ta­ges­tou­ren steht, ist wei­ter öst­lich im hes­si­schen Na­tio­nal­park Kel­ler­wald-Eder­see bes­tens auf­ge­ho­ben. Dort ste­hen knapp 20 Rund­we­ge zur Aus­wahl. Man kann in­di­vi­du­ell wan­dern – oder an ei­ner Füh­rung mit Ran­ger teil­neh­men.

Radtouren auf alten Bahntrassen im Bergischen Land

Die To­po­gra­fie ei­nes Mit­tel­ge­bir­ges muss Ge­nuss­rad­ler nicht ab­schre­cken. Im Ber­gi­schen Land ver­lau­fen vie­le Rad­rou­ten wei­test­ge­hend flach auf ehe­ma­li­gen Bahn­tras­sen.

Der Ber­gi­sche Pan­ora­ma-Rad­weg (132 km), der Pan­ora­ma-Rad­weg Nie­der­berg­bahn (35 km) und der Pan­ora­ma-Rad­weg Bal­kan­tras­se (51 km) ver­bin­den Städ­te und Land­schaf­ten zwi­schen Sauer­land und süd­li­chem Ruhr­ge­biet. Ziem­lich be­kannt ist die Wup­per­ta­ler Nord­bahn­tras­se mit spek­ta­ku­lä­ren Aus­bli­cken über die Stadt.

Gut or­ga­ni­siert ist die An­bin­dung an die Rad­we­ge an Rhein, Ruhr und Sieg und auch an Bus und Bahn. Ein Fahr­rad-Bus pen­delt zwi­schen ei­ni­gen re­le­van­ten Sta­tio­nen im Ber­gi­schen.

Schö­nes Biest auf der Burg der Ge­no­ve­va

Es gibt Hoff­nung für die Burg­fest­spie­le in May­en, ein Per­spek­tiv­plan mit Schutz­maß­nah­men und re­du­zier­ter Ka­pa­zi­tät macht’s mög­lich. Der Start­schuss fällt am 6. Ju­ni im Hof der Ge­no­ve­va­burg mit dem Fa­mi­li­en­stück „Die Schö­ne und das Biest“. Zu­dem auf dem Spiel­plan ste­hen Stü­cke wie „Car­men“, „Der Zu­cker­to­ni“, „Pen­si­on Schöl­ler“, „Kunst“ und „Bier für Frau­en“. Vor­stel­lun­gen fin­det fast täg­lich statt. Das Fes­ti­val, das nor­ma­ler­wei­se mehr als 30 000 Be­su­cher ver­zeich­net, en­det am 28. Au­gust mit ei­nem Ga­la-Abend. Schirm­herr ist der Schau­spie­ler Ma­rio Adorf, der in May­en auf­ge­wach­sen ist.

Grüner Sandstein, große Kirmes: Ein Ausflug nach Soest

Das e stört ir­gend­wie. Es bremst die Wort­bil­dung aus und darf des­halb gern er­setzt wer­den, durch ein zwei­tes o viel­leicht. Dann wird aus dem sper­ri­gen „Soest“ ein ge­schmei­di­ges „So­ost“. Selbst die knapp 50 000 Ein­woh­ner der west­fä­li­schen Kreis­stadt sa­gen „So­ost“ zu „Soest“.

Ei­ni­ge Soes­ter ha­ben die Stadt ver­las­sen und sind be­rühmt ge­wor­den. Der Ko­mi­ker Jo­hann Kö­nig und der Co­mic-Zeich­ner Ralf Kö­nig bei­spiels­wei­se. Oder Sa­scha Schmitz, der als Sän­ger Sa­sha Kar­rie­re ge­macht hat. Gleich­wohl gibt es gu­te Grün­de, der Han­se­stadt ei­nen Be­such ab­zu­stat­ten. Das meint auch die städ­ti­sche Mar­ke­ting­ge­sell­schaft und lockt Be­su­cher mit dem Leit­spruch „Das gibt es nur in Soest“.

600 Ge­bäu­de in der In­nen­stadt ste­hen un­ter Denk­mal­schutz. Die 1180 er­rich­te­te Stadt­mau­er ist in gro­ßen Tei­len noch er­hal­ten, auf dem 2,5 Ki­lo­me­ter lan­gen Wall be­fin­det sich heu­te ein schö­ner Spa­zier­weg un­ter lau­schi­gen Bäu­men. Viel Ein­druck macht die Sil­hou­et­te der Kirch- und Wehr­tür­me aus Grün­sand­stein. Der tra­di­tio­nel­le Bau­stoff stammt aus der Soes­ter Bör­de. 40 In­fo­ta­fel wei­sen den Weg bei ei­ner So­lo-Tour durch die Soes­ter Ci­ty. Ca­fés und Re­stau­rants la­den zum Bo­xen­stopp ein. Soest ist zu­dem be­kannt für sein jähr­li­ches Knei­pen­fes­ti­val – und für Eu­ro­pas grö­ß­te Alt­stadt­kir­mes an Al­ler­hei­li­gen.

Wenn al­les nach Plan läuft, kann man für den 13. Ju­ni die Stadt­füh­rung „Kir­chen, Kunst und Knei­pen“ bu­chen. Oder am 27. Ju­ni die Sprich­wor­te-Füh­rung „Von Schlitz­oh­ren und Auf­schnei­dern“.