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Ausflugstipps für Bonn und den Rhein-Sieg-Kreis

Kurz mal weg : Fünf Tipps für Ausflüge in Bonn und der Region

Der Rodderberg bei Mehlem garantiert großes Landschaftskino zu jeder Jahreszeit und in Oberhausen eröffnet eine neuartige Golfanlage. Diese und weitere Tipps für Ausflüge geben wir wieder in unserer Serie „Kurz mal weg“.

Rodderberg: Auf dem Vulkan kann man auch im Winter wandern

Drachenfels, Drachenburg, Petersberg, Ennert: Mehr Panorama geht kaum. Doch, geht. Rechts käme mit dem Ölberg noch mehr vom Siebengebirge und links der Posttower mit dem Kölner Dom. Ja, die Aussicht am Heinrichsblick, dem einstigen Richtplatz oberhalb von Mehlem, garantiert großes Landschaftskino. Selbst bei winterlichen Grautönen wie am vergangenen Sonntag (Foto).

Von Frühling bis Herbst erleben Naturfreunde hier auf dem Rodderberg ihr grünes Wunder. Im erloschenen Vulkan fühlen sich Flockenblumen und Aufrechter Ziest genauso wohl wie der hübsche Schwalbenschwanz und die blauflügelige Ödlandschnecke. Bunte Schautafeln am Wegesrand erklären Flora und Fauna.

Als Startpunkt für den kleinen Marsch auf dem Vulkan empfiehlt sich der Parkplatz am Gut Broichhof, das den Rodderberg mit seinen Koppeln und Reitanlagen prägt. Der Rundweg am Kraterrand ist nicht ausgeschildert, man wandert die drei Kilometer nach Gefühl. Wer lieber im Verbrennungsmodus unterwegs ist, startet in Mehlem oder Niederbachem und nimmt noch den nahen Rolandsbogen mit.

„Und wo ist der Dom?“ fragt eine neugierige Spaziergängerin am sagenumwobenen Heinrichsblick. Ein junger Wanderer weiß, wie und wo am fernen Horizont man suchen sollte: Ungefähr eine Daumenbreite rechts vom schlanken Posttower kann man bei gutem Wetter tatsächlich zwei winzige Türme ausmachen. Und das kann eigentlich nur der Dom sein.

Jahresbilanz: 110 000 Besucher im Freilichtmuseum

2021 war auch im Freilichtmuseum Kommern kein einfaches Jahr. Man musste zeitweise schließen und große Veranstaltungen absagen. „Trotzdem konnten wir knapp 110 000 Gästen einen sicheren und unterhaltsamen Besuch bieten“, sagt Museumsleiter Josef Mangold. Zu den Höhepunkten zählt er die Auftritte der Krautrock-Legenden Kraan und Epitaph beim Festival „neunzehn71“ und die Eröffnung der schmucken Milchbar aus Brühl (Foto). 2022 hat begonnen, der Besucherbetrieb läuft unaufgeregt mit 2G. Große Pläne gibt es auch. Am 20. Februar startet die Ausstellung „FormVollendet? – Bakelit verändert den Alltag“. Der „Jahrmarkt anno dazumal“ läuft vom 12. bis zum 24. April.

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Foto: Freilichtmuseum Kommern:/Gerhards

Abschlag aus der Box

Golf spielt man an der frischen Luft in parkähnlichen Anlagen. Ein alternatives Konzept mit betont hohem Spaßfaktor kommt aus Übersee. „Topgolf“ gibt es an 70 Standorten weltweit. Am 21. Januar eröffnet in Oberhausen die erste deutsche Anlage mit 30 000 Quadratmetern im Innen- und Außenbereich. Den Kern bilden 102 „Bays“. Diese Abschlagsboxen sind mit Sitzecken für sechs Personen ausgestattet. Beim Abschlagen nehmen die Spieler leuchtende Elemente im Zielbereich ins Visier und sammeln Punkte. Der Stundenpreis pro Bay liegt je nach Tageszeit zwischen 30 und 50 Euro. Zum Rahmenprogramm gehören Live-Musik und Sportübertragungen.

Essen 1887: Die Mixed-Reality-Zeitreise mit Promis

In Essen flanieren Besucher demnächst mit einer roten Brille durch die Fußgängerzone. Sie sehen das echte Leben auf Straßen und Plätzen. In bestimmten Momenten jedoch projizieren Sensoren virtuelle Szenen auf die Innenseiten der Brillengläser. Pferde und Kutschen tauchen auf, echte Promis in historischer Kleidung erzählen Geschichten aus dem Jahr 1887. Mit dabei sind Schauspieler Henning Baum und Sternekoch Nelson Müller (Foto, Bildmitte).

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Foto: Visit Essen/Ian Siepmann

„Unsere Darsteller haben alle einen persönlichen Bezug zur Stadt“, sagt Nicola Schwedt von der Stadtwerbung Essen Marketing. Sie zählt zu den Initiatoren des innovativen Projekts „Essen 1887 – Die Mixed-Reality-Zeitreise“, das im April startet. Besucher sind auf eigene Faust unterwegs, schon jetzt können Tickets (25 Euro) für die zweistündigen Zeitfenster gebucht werden.

Es geht in die Verlängerung

Zwei touristische Erfolgsmodelle an der Ahr gehen in die Verlängerung. Die Uferlichter, die seit Anfang Dezember den Kurpark in Bad Neuenahr schön illuminieren, werden aufgrund der großen Resonanz noch bis Ende Januar leuchten. Noch vier Wochen länger, bis zum 28. Februar, bleibt die Eisbahn in Betrieb. Auch das Konzept „Kurpark on Ice“ hat sich bewährt, erst recht in diesen Zeiten. Die Kinder fahren voll auf die 450 Quadratmeter große Eisfläche ab. „Vormittags sind Schulklassen aus dem Stadtgebiet auf der Bahn unterwegs“, sagt Dorothee Dickmanns von Ahrtal-Tourismus. Bei beiden Einrichtungen gilt 2G.