Schwimmen in Bonn, Köln, Region An diesen Seen und Flüssen gibt es Abkühlung

Rhein-Sieg-Kreis · Mit Sonnencreme im Anschlag und Aufblas-Flamingos unter den Arm geht es bald zügig Richtung Sommer, Sonne und Hitze. Gewiss ist dann möglichst viel Abkühlung gefragt. In der Region rund um Bonn gibt es reichlich Auswahl im Freien. Wir geben eine Übersicht der Badeseen in der Region.

Eine Abkühlung im Badesee ist auch bei vielen Bonnern beliebt. (Symbolbild)

Eine Abkühlung im Badesee ist auch bei vielen Bonnern beliebt. (Symbolbild)

Foto: dpa/Daniel Karmann

Wenn die Temperaturen steigen und die Sonne wieder lange und präsent am Himmel steht, ist wieder Badewetter im Freien angesagt. Badehose, Picknick-Korb und Boombox werden an Wochenenden und sonnigen Nachmittagen zum Dauerbegleiter vieler Outdoor-Enthusiasten. Natürlich muss es dann nicht immer ins nächste Freibad gehen. Reichlich Abwechslung bieten die zahlreichen Badeseen und teils auch Flüsse in der Region rund um Bonn. Der General-Anzeiger hat zusammengestellt, wo das Freiluftbaden in der Natur erlaubt ist und was dabei im Einzelnen zu beachten ist.

Rotter See

Im rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreis bietet sich der Rotter See, Uckendorfer Straße in Troisdorf, mit zwei Stränden als Liegemöglichkeit, viel Abwechslung für die Familie (großzügige Sportanlagen), einem Grillplatz und guter Wasserqualität an. Der Eintritt ist frei. Nach mehreren tödlichen Badeunfällen wurde ein sicherer Badebereich eingerichtet. Anfang September 2023 wurde der Rotter See wegen Blaualgen gesperrt. Nach rund zwei Wochen wurde das Badeverbot aufgehoben.

Sieg

An der Sieg ist es grundsätzlich verboten, das Ufer zu betreten. Es gibt allerdings einige Ausnahmen. An allen Stellen, die ausdrücklich ausgenommen sind als sogenannte „Gewässernahe Erholungsbereiche“, ist das Baden erlaubt.

Dazu gehören beide Uferseiten an der Siegfähre bei Bergheim, ein Abschnitt in Meindorf, das Aggerwehr in Höhe des Siegburger Stadtteils Zange, Mülldorf, das Buisdorfer Wehr, der Abschnitt Weingartsgasse bei Hennef, Lauthausen, Haus Attenbach, Stein, Happach, Harmonie, und Eitorf. Eine entsprechende Übersichtskarte ist auf der Internetseite des Rhein-Sieg-Kreises einzusehen. Wer nicht schwimmen will, sondern mit dem Kanu, Schlauch- oder Ruderboot auf der Sieg schippern möchte, der muss zwingend auf den Mindestwasserstand achten. Zwischen Windeck und Eitorf ist ein Pegel von 55 Zentimetern und höher erforderlich, zwischen Eitorf und Siegmündung sollten es 30 Zentimeter sein.

Die Pegelstände können beim Kanuverband NRW abgefragt werden unter 0203/7381-651 und www.kanu-nrw.de.

Agger

An der Agger ist das Baden, wie an der Sieg, nur an speziell gekennzeichneten „Gewässernahen Erholungsbereichen“ erlaubt. Diese befinden sich unter anderem bei Peisel, Höngesberg und dem Aggerbogen. Mehr Informationen gibt es auf der Seite des Rhein-Sieg-Kreises.

Seepark Zülpich

Im Linksrheinischen müssen die Erfrischungsschwimmer und Sonnenbader ein bisschen Anfahrt einplanen. Etwa zum Zülpicher See, Am Wassersportsee in Zülpich, der seit der Landesgartenschau sehr gut erschlossen ist. Der Sandstrand sorgt für mediterranes Ambiente und Urlaubsatmosphäre.

Darüber hinaus werden viele Sport- und Freizeitmöglichkeiten geboten. Der Eintritt kostet vier Euro für Kinder und sieben Euro für Erwachsene. Geöffnet ist der Seepark von Mai bis August von 9 bis 21 Uhr. Darüber hinweg variieren die Kassen- und Öffnungszeiten im Rest des Jahres. Genaue Informationen dazu gibt es auf der Webseite des Seeparks.

Waldschwimmbad Thalhausermühle

Das Waldschwimmbad Thalhausermühle in der Verbandsgemeinde Hamm (Sieg) wird auch immer wieder von Menschen aus dem Rhein-Sieg-Kreis besucht. Das nach eigenen Angaben größte Naturfreibad im Westerwald bietet eine Wasserfläche von rund 1,5 Hektar und noch einmal so viel an Liegeflächen. In diesem Jahr hat das Bad vom 14. Juni bis voraussichtlich 25. August geöffnet. Die Öffnungszeiten sind voraussichtlich vom 14. bis 16. Juni von 10 bis 20 Uhr, danach werktags ab 14 und am Wochenende ab 10 Uhr. In den rheinland-pfälzischen Sommerferien ist das Waldschwimmbad wieder ab 10 Uhr morgens geöffnet. Tickets können ausschließlich vor Ort gekauft werden. Kinder bis sechs Jahre zahlen keinen Eintritt, sonst kosten Tagestickets für Erwachsene vier Euro und für Kinder 2,50 Euro.

Heider Bergsee

Der Heider Bergsee in Brühl bietet sowohl Tagesbesuchern als auch Campingfreunden einen Platz zum Entspannen. Freibadbesucher sind ab 9 Uhr willkommen. Die Anmeldezeiten für Campingplatzbesucher variieren von Saison zu Saison. Der Eintritt für Tagesbesucher kostet für Erwachsene drei Euro, für Kinder zwei Euro. Inmitten des Naturparks Rheinland gelegen, verfügt der See mit zentraler Lage über gute Verbindungen nach Brühl und in die Umgebung. Aktuelle Informationen gibt es auf der Webseite des Campingplatzes.

Bleibtreusee

Ebenfalls in Brühl weist der Bleibtreusee eine besondere Attraktion auf. Neben Sandstrand und Schwimmflächen können Sonnenhungrige hier für vergleichsweise moderate Preise die Wasserskianlage nutzen – egal ob als Anfänger oder Profi auf dem Monoski. Geöffnet hat die Anlage montags, dienstags, donnerstags und freitags von 14.30 bis 20 Uhr. Mittwochs von 14.30 bis 18 Uhr und am Wochenende von 12 bis 20 Uhr. Für Frühaufsteher gibt es am Dienstag und Donnerstag von 8 bis 10 Uhr das „Earlyboard“-Angebot.

Inklusive Leih-Ausrüstung kosten zwei Stunden auf der Wasserskianlage für Jugendliche 41 Euro, für Erwachsene 46 Euro. Die Preise zu Gruppen-Tarifen, Wasserski mit eigener Ausrüstung und die Leihgebühren von Stand-up-Paddeling Boards gibt es auf der Webseite der Wasserskianlage.

Auch am Bleibtreusee gibt es Umkleiden und Sanitäranlagen. Ein kleines Restaurant versorgt hungrige Besucher. Wer warm essen will, sollte das hier tun, denn offenes Feuer und damit auch Grillen sind auf dem kompletten Gelände verboten.

Liblarer See

Nur wenige Kilometer entfernt liegt der Liblarer See in Erftstadt-Liblar. „Wildschwimmen“ ist dort zwar untersagt, dafür gibt es aber ein großes Strandbad, das mit Nichtschwimmerbereich, Liegewiesen, Badeinsel und Spielplätzen auch für Familien geeignet ist. Für Verpflegung sorgen eine Gaststätte und ein Kiosk. Eine Tageskarte, die von 8 bis 20 Uhr gilt, kostet für Kinder bis zwölf Jahre 3 Euro und für Erwachsene 4 Euro. Am Nordufer neben dem Freibad wird ganzjährig ein Campingplatz betrieben, dessen Bewohner das Bad kostenlos nutzen dürfen. Mehrmals im Jahr finden auf dem See Wettkämpfe der Kanu- und Segelvereine statt. Mehr Informationen finden Sie hier.

Otto-Maigler-See

In Hürth versucht der Otto-Maigler-See (OMS), mit Badebereich und angeschlossenem Beachclub zu überzeugen. Tagesaktuelle Öffnungszeiten gibt es auf der Webseite des Strandbads. Kinder bis 13 Jahre bezahlen pro Tageskarte 3 Euro. Alle ab 14 Jahren müssen für die Tageskarte 6 Euro zahlen und Kinder unter drei Jahren können kostenlos zum Otto-Maigler-See. Die Buchung ist online möglich.

Der OMS bietet neben dem Beachclub auch Sportplätze für diverse Aktivitäten, Kinderanimateure, Partys und Konzerte für sämtliche Altersgruppen an. Das „Café Seeterrasse“ hat diverse Speisen auf der Karte. Pavillons und Liegeplätze laden zum Verweilen ein. Auf Wunsch können auch Liegestühle und Sonnenschirme gemietet werden.

Fühlinger See

Am Fühlinger See im Kölner Norden können sich Badegäste im Strandbad „Blackfoot Beach“ im Sommer abkühlen. Ab sofort gibt es auch außerhalb des Strandbads zwei offizielle Badestellen an dem See – eine an Teilsee 1 und eine an Teilsee 7. Diese sind in der Badesaison zwischen dem 1. Mai und dem 30. September 2024 nutzbar. Bojenketten sorgen für die Kennzeichung des Badebereichs. Am Ufer verraten Schilder, wo Badegäste ins kühle Nass einsteigen können. Diese Einstiegsstellen wurden vorab von Tauchern auf Gefahrenquellen abgesucht. Die Badestellen sind nicht überwacht, das Schwimmen erfolgt der Stadt Köln zufolge auf eigene Gefahr. Neben den beiden Badestellen gibt es außerdem Notrufsäulen, mit denen Rettungskräfte alarmiert werden können. An den übrigen Bereichen des Sees bleibt das Baden verboten.

Verboten zu schwimmen

Im Eschmarer See, Himberger See und Dornheckensee ist das Schwimmen verboten. Die Ordnungshüter prüfen die Einhaltung des Verbots.

Baden im Rhein

Das Baden im Rhein ist lebensgefährlich, denn die Frachtschiffe können eine enorme Sogwirkung erzeugen, die für Laien nicht berechenbar ist.

(ga)
Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort