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Bonn: Ausflug im Sommer - Tipps für Ahr, Erft und Mosel

Kurz mal weg : Wein, Rad und Römer - Diese Ausflüge aus Bonn lohnen sich

Es locken die Lockerungen: Das Ahrtal reaktiviert seine Freizeitangebote und schickt die Gäste zur Erholung auch in den Wald. An der Erft geht’s mit dem Rad zu den Streuobstwiesen und an der Mosel im Planwagen in den Weinberg.

Entschleunigung auf gut Japanisch: „Shinrin Yoku“ im Wald von Bad Neuenahr

Das Ahrtal fährt die Systeme hoch. In den beliebten Lounges im Kurpark Bad Neuenahr verkosten Weinfreunde entspannt edle Tropfen, und auch zahlreiche Gästeführungen finden sich wieder im Veranstaltungskalender der Region. Dienstags (14 Uhr) und samstags (11 Uhr, jeweils 10 Euro) geht es auf historische Erkundungstour in Ahrweiler, freitags (21 Uhr, 12 Euro) führen ortskundige Nachtwächter die Teilnehmer durch die Gassen. Das Thema Heilbad steht samstags (11 Uhr, 10 Euro) im Mittelpunkt einer Tour durch Bad Neuenahr. Dazu gibt es ebenfalls an Samstagen (14 Uhr, 7 Euro) unter dem Titel „Bad Neuenahr mit Muße“ eine gemütliche Variante.

Wer sich für den Weinbau im Ahrtal interessiert, bucht die Wanderung auf dem Weinbaulehrpfad (montags 14 Uhr, 9 Euro). Die vier Kilometer lange Tour wird von fachkundigen Begleitern moderiert. Interessante Führungen finden auch in anderen Orten statt, etwa die tägliche Kellerführung in der Winzergenossenschaft Mayschoß (11, 14 und 17 Uhr, jeweils 4 Euro) oder die Wanderung zur Saffenburg mit Weinprobe und Besichtigung des Weinbaumuseums (mittwochs und samstags, 15 Uhr, 15 Euro).

Auch ein „neues Gesundheitsangebot am Gesundheitsstandort“ kann der Verband Ahrtal-Tourismus vermelden: „Shinrin Yoku“ – Waldbaden nach japanischem Vorbild (Foto). Zertifizierte Waldbademeister vermitteln im Wald von Bad Neuenahr die Techniken (samstags, 14 Uhr, 49 Euro). Die Seminare dauern gut vier Stunden.

Info: Tel. (02641) 91 710; www.ahrtal.de

Der weiße Wurm weist den Weg

Das Thema ist verlockend und das Logo ebenfalls: Ein weißer Wurm vor apfelgrünem Hintergrund hilft Radfahrern bei der Orientierung auf der 45 Kilometer langen Rheinischen Streuobstroute, die überwiegend flach durch die blühenden Landschaften rund um Erftstadt und Kerpen führt. Ein Teil der Obstwiesen befindet sich zwar in Privatbesitz, doch für Naschkatzen gibt es an neun Stationen jeweils einen „Naschbaum“, an dem man sich, wenn die Zeit reif ist, bedienen darf. Als Start und Ziel empfiehlt der Verband Rhein-Erft-Tourismus den Bahnhof Erftstadt in Liblar.

Info: Tel. (02271) 99 499 40; www.rhein-erft-tourismus.de

Mit dem Winzer durch die Weinberge

Es ist eine sehr beliebte und auch sehr lehrreiche Art, sich an der Mosel fortzubewegen. Bei Fahrten im Planwagen kutschieren die Winzer ihre Gäste durch die steilen Weinberge. Sie erklären unterwegs die Anbauweise und servieren dazu flüssige Beispiele. Eine hohe Planwagendichte herrscht an der „Sonnigen Untermosel“, wie sich die Gegend zwischen den Orten Burgen und Winningen gern nennt.

Zurzeit sind die Touren mit Traktor und Anhänger wieder möglich. „Das wird von Woche zu Woche besser“, freut sich Winzer Reinhard Ibald im GA-Gespräch über die Lockerungen. Der Chef des Weinguts Brunnenhof in Hatzenport kennt in den engen Terrassen jede Kurve – und auch die Stopps mit dem schönsten Blick auf die Mosel.

Info: Tel. (02605) 84 72 736; www.sonnige-untermosel.de

Kaffeeklatsch bei den Römern

Die Römerwelt in Rheinbrohl meldet sich zurück. Das familientaugliche Informationszentrum am rekonstruierten Limes-Abschnitt vermittelt das Leben und Wirken der Römer auf die anschauliche Art. An diesem Wochenende (19./20.6.) wird Bronze gegossen und Brot gebacken. Dabei kann man auch einen Blick in eine typische Mannschaftsstube der Legionäre werfen. Auf dem Programm stehen zudem zahlreiche Mitmach-Aktionen im Sommer, darunter die Thementage „Historisches Bogenschießen“ (3./4.7.) und „Glasperlenherstellung“ (31.7./1.8.). Am 5. und 12. August finden „Familienführungen mit anschließendem Kaffeeklatsch“ statt.

Info: Tel. (02635) 92 18 66; www.roemer-welt.de