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Bonn und Region: Wanderwege für den Herbst

GA gelistet : Herbstliche Wanderwege in Bonn und der Region

Wenn das Wetter wieder kühler wird und der Herbst in Bonn und der Region einkehrt zieht es viele in die Natur. Das ist besonders schön, wenn die bunten Blätter noch an den Bäumen hängen. Das sind die schönsten, herbstlichen Wanderwege in der Umgebung.

Bonner Waldau

Beinahe auf der Türschwelle vieler Bonner befindet sich die Waldau in Bonn-Ippendorf. Mit Erholungsmöglichkeiten und dem städtischen Wildgehege gibt es dort viel zu erkunden. Besonders im Herbst lockt das Gehege viele Besucher an, wenn die Rot- und Damhirsche in die Brunft gehen. Umringt von Bäumen müssen Besucher ein paar Dinge beachten. So dürfen die Wildtiere lediglich mit geeignetem Futter gefüttert werden, das am Wildgehege gekauft werden kann. Hunde müssen angeleint werden und wer die Tiere beobachten möchte, sollte sich möglichst ruhig verhalten.

Bonner Weg der Artenvielfalt

Wer gerne ein geleitetes Wandererlebnis hätte, der kann sich an dem Weg der Artenvielfalt orientieren. Seit 2008 leitet dieser durch den Bonner Stadtwald und ist besonders für Familien mit Kindern geeignet. Über etwas mehr als zwei Kilometer führt der Weg entlang von neun Erlebnisstationen und 15 Informationstafeln. Diese werden auch von der Kinderbuchfigur „Hase Felix“ erklärt. Er macht die Artenvielfalt in der Waldau auch für Kinder leicht verständlich. Eine Karte des Weges gibt es auf der Internetseite der Stadt Bonn.

Siebengebirge

Im Siebengebirge gibt es zahlreiche Wanderwege, jeder mit seinem ganz eigenen Charme und in ganz verschiedenen Schwierigkeitsgeraden. Zwei besonders schöne stellen wir hier vor:

Weg der zehn Bergaussichten

Diese Wanderstrecke eignet sich vor allem für bereits erfahrene Wanderer. Mit einer Länge von fast 25 Kilometern führt die Route entlang verschiedener Wanderwege, die zehn Bergaussichten und mehrere Waldaussichten bieten. Besonders im Herbst lohnt sich der Ausblick, wenn der Blick über die bunten Hänge und Baumwipfel gleiten kann. Das Höhenprofil der Wanderung kann mit dem der Alpen verglichen werden. Vor allem kurze, steile Anstiege sind Teil dieser Wanderung. Sehenswürdigkeiten kommen dabei auch nicht zu kurz: Das Nachtigallental, der Petersberg und der Drachenfels gehören zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Strecke. Abseits der Aussichtspunkte und Sehenswürdigkeiten führt die Strecke durch Laubwälder und an Streuobstwiesen entlang, die im Herbst ihre volle Pracht entfalten. Ein weiterer Pluspunkt sind die Wege. Diese sind gut begehbar und größtenteils befestigt, sodass sie auch im spontanen Herbstregen Halt bieten. Wichtig zu wissen ist allerdings, dass der Weg nicht ausgeschildert ist, Wanderer müssen daher eine Karte oder den Download des Weges bei sich haben.

Oberdollendorf und seine Weinberge

Vorbei an Weinbergen, Streuobstwiesen und durch Laubwälder hindurch ist der Wanderweg in Oberdollendorf vor allem im Herbst ein Erlebnis. Mit unter zehn Kilometern ist der Weg wesentlich kürzer und auch für Anfänger geeignet. Viele der Wege sind gut befestigt und durch die Weinberge teilweise auch geteert. Der Anstieg durch das Mühlental sollte ebenfalls leicht zu bewältigen sein. Steile Abschnitte, wie auf dem Weg der zehn Bergaussichten, gibt es hier nicht. Neben der bunten Natur gibt es weitere Sehenswürdigkeiten wie die Steinkreuze an den ehemaligen Dollendorfer Bittwegen und die Aussichten von den Weinbergen.

Naturregion Sieg

Wanderwege in der Naturregion Sieg warten ebenfalls mit den unterschiedlichsten Schwierigkeitsgeraden auf und richten sich an verschiedene Wanderer. In der Sieg wird jeder fündig, der eine Herbstwanderung unternehmen möchte.

Pulvermühlenweg - Windeck

Der Rundweg, der am Bahnhof Windeck Dattenfeld beginnt, führt über 13 Kilometer entlang des Pulvermühlenwegs und durch stille Bachtäler. Dabei können Wanderer auch die namensgebende Pulvermühle auf ihrem Weg entdecken. Deren altes Produktionsgebäude ist dort erkennbar und verschiedene Stationen informieren darüber, wie die Schwarzpulverproduktion in diesem Bereich einst abgelaufen ist. Der Weg ist besonders für Familien mit Kindern aber auch für Personen mit Hunden geeignet. Besonders ist hier, dass viele Teile der Strecke so befestigt sind, dass auch Kinderwagen problemlos mitgenommen werden können.

Holzweg in Hennef

Gerade im Herbst ist der Holzweg in Hennef einen Besuch wert. Der Weg führt durch einen Fichtenforst, dessen besonderes Ökosystem sich vor allem in den Details des Waldes erkennen lässt. So finden sich entlang des Weges Moose, Pilze und Flechten. Der Wanderweg ist etwas mehr als zehn Kilometer lang und ist ebenfalls für Kinder geeignet. Entlang des Weges finden sich auch immer wieder Rastplätze, die zum innehalten einladen.

Ahrtal

Gerade das Ahrtal bietet sich für Herbstwanderungen an. Auch wenn nicht jeder Weg unter einem bunten Blätterdach entlang führt, so bietet die Weinregion doch einmalige Ausblicke auf die sich verfärbenden Blätter. Die Wanderwege selbst richten sich sowohl an erfahrene Wanderer als auch an Anfänger.

Traubenpfad Nr. 4

Insgesamt fünft verschiedene Traubenpfade führen durch das Ahrtal. Die schönsten Eindrücke des Tals fängt der Traubenpfad Nr. 4 ein. Bei mittlerer Schwierigkeit erfreuen sich Wanderer auf der knapp acht Kilometer langen Strecke an den Weinbergen und Schluchten. Im Herbst lohnen sich die zahlreichen Aussichtspunkte besonders. Dann zeigen sich die färbenden Blätter der Weinreben in ihrer ganzen Pracht.

Rotweinwanderweg

Der wohl bekannteste Wanderweg im Ahrtal ist der Rotweinwanderweg. Seit mehr als 30 Jahren zählt er zu den beliebtesten Ausflugszielen in Deutschland. Die Beliebtheit des Wanderwegs hat auch seine Nachteile. Besonders während der Weinlese ist der Weg gut besucht. Auch dieser Weg kann in mehrere Etappen unterteilt werden. In seiner Gesamtlänge beträgt er 35 Kilometer. Die einzelnen Etappen können Wanderer hingegen in jeweils knapp drei Stunden überwinden.

Eifel

Auch in der Eifel finden sich zahlreiche Wanderwege, die unterschiedliche Erlebnisse bieten und für die verschiedensten Wanderer geeignet sind. Von familienfreundlichen Strecken, über leichte Waldwege bis hin zu einem Wochenendausflug, das Angebot in der Eifel ist vielfältig.

Rundweg Effels

Mit einer Streckenlänge von zwei Kilometern ist der Rundweg gerade für Familien mit Kindern gut geeignet. Der Weg beginnt am Parkplatz Zülpicher Tor in Nideggen. Von dort führt er um den berühmten Felsen herum und zurück zum Ausgangspunkt. Dabei erleben Wanderer gerade im Herbst eine besondere Atmosphäre. Mischwälder, die vor allem Eichen und Buchen beherbergen, sind typisch für diese Landschaft. Im Herbst bieten die bunten Blätter dann einen schönen Kontrast zu dem grauen Felsen.

Wildnis-Trail

Der Wildnis-Trail in der Eifel ist in verschiedene Etappen unterteilt. Eine der leichteren ist die vierte Etappe, die Wanderer durch den nördlichen Teil des Nationalparks Eifel führt. Mit knapp 18 Kilometern ist diese Etappe bedeutend länger als der vorherige Rundweg, dennoch ist der Schwierigkeitsgrad als leicht angegeben. Wanderer erreichen hier eine Höhe von bis zu 430 Metern. Auch hier bietet der Herbst wieder einen besonderen Anblick. Der Mischwald, der diesen Teil der Eifel bedeckt, beinhaltet zahlreiche, knorrige Eichen, deren bunten Blätter für ein ganz besonderes Blätterdach sorgen.

Eifelleiter

Wer gleich ein ganzes Wochenende mit Wandern verbringen will, der ist mit der Eifelleiter bestens beraten. Mit mehr als 53 Kilometern ist diese Wanderstrecke eine der längsten und kann in drei Etappen unterteilt werden. Der Wanderweg beginnt im Rheintal, führt durch das Brohtal und endet in Adenau. Die erste Etappe beginnt in Bad Breisig und führt über beinahe 16 Kilometer bis nach Niederzissen. Auf dem Weg dorthin sammeln Wanderer imposante Ausblicke auf den Rhein und die Eifel. Im weiteren Streckenverlauf führt der Weg dann über Kempenich bis nach Adenau.