GA gelistet Diese Ausflüge bieten sich Ostern in Bonn und der Region an

Bonn · Auch wenn das Wetter zu Ostern durchwachsen werden soll, die freien Tage bieten sich an, um etwas zu unternehmen. Der General-Anzeiger hat Vorschläge für Unternehmungen in Bonn und der Region vorbereitet.

Kunst in der Burg

Geschichte, Kultur und Natur - an der Burg Wissem in Troisdorf lässt sich all das auf einmal erleben. Die historischen, von einem Wassergraben umspielten Gebäude beherbergen nicht nur das einzigartige Bilderbuchmuseum, sondern auch das Museum für Stadt- und Industriegeschichte Troisdorf (Musit).

Aktuell zeigt das Bilderbuchmuseum Bildgeschichten von Erich-Ohlser Paulen und Ulf K. Die schwarz-weiß Bilderfolge "Vater und Sohn" erschien erstmals im Dezember 1934. Ein strubbeliger Junge und sein kugelförmiger Vater stehen im Mittelpunkt und bewältigen zusammen die Probleme des Alltags. Nun wurden die Geschichten auf neue Weise erzählt und an die heutigen Probleme angepasst.

Nur wenige Meter weiter widmet sich das Musit unter dem Motto "Heimat in der Fremde" der Lebenswelt der Gastarbeiter. Es zeichnet die Spuren der Menschen nach, die ab den 1960er Jahren nach Troisdorf kamen, um bei den Mannstaedt Werken, Dynamit Nobel oder Reifenhäuser zu arbeiten.

Die Museen in der Burg Wissem sind an Gründonnerstag von 11 bis 17 Uhr sowie am Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet fünf Euro, ermäßigt 3,50 Euro, Kinder zwei Euro. Weitere Infos unter www.troisdorf.de.

Ausstellung in der Bundeskunsthalle

Die Ausstellung "Deutschland ist keine Insel" in der Bundeskunsthalle zeigt rund 150 Werke der Zeitgenössischen Kunst der Bundesrepublik Deutschland. Von 2012 bis 2016 wurden die Werke von der Fachkommission für die Sammlung der Bundesrepublik Deutschland von insgesamt 81 Künstlern angekauft. Die Werke sollen den multikulturellen Ort "Deutschland" beschreiben, an dem jeder willkommen ist. Die Sichtweise auf die Kunst, welche Freiräume öffnet und die Menschheit zu größerer Toleranz, Offenheit und zur Reflexion auffordert, soll geändert werden.

Anlässlich zu Ostern startet ein Ferienprogramm für Kinder von sechs bis 13 Jahren. Ab Dienstag den 27. März bis Donnerstag 29. März 2018 können Kinder am plastischen Figurengestalten teilnehmen. Täglich von 10.15 bis 13.15 Uhr sollen fantasievolle Figuren angefertigt werden. Die Kinder sollen sich vorstellen, wie es ist am anderen Ende der Welt zu wohnen. Weiter Infos unter www.bundeskunsthalle.de.

Die Bundeskunsthalle, Friedrich-Ebert-Allee 4, hat von Gründonnerstag bis Ostermontag jeweils von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Die Tageskarte (gültig für alle Ausstellungen) kostet 12/ermäßigt 8 Euro, eine Familienkarte 19 Euro, Happy Hour Ticket (zwei Stunden vor Schließung) sieben Euro, alle Besucher bis einschließlich 18 Jahre haben freien Eintritt. Infos auf www.bundeskunsthalle.de.

Führung im Plenarsaal

Im ehemaligen Plenarsaal tagten die Bundestagsabgeordneten von 1992 bis 1999. Bis zur Fertigstellung war das Alte Wasserwerk am Rhein sechs Jahre lang provisorischer Sitzungsort des Deutschen Bundestages. Hier wurde am 20. Juni 1990 der Beschluss gefasst, den Sitz des Deutschen Bundestages nach Berlin zu verlegen. Der Plenarsaal wurde nach Plänen der Stuttgarter Architekten Behnisch & Partner errichtet. Das Gefieder des Bundestagsadlers, die so genannte "Fette Henne", ist asymmetrisch und lückenhaft, um den Abgeordneten vor Augen zu führen, dass sie niemals Perfektion erreichen werden. Die Bonn-Information bietet am Osterwochenende, 31. März/1. April und am Ostermontag, 2. April, Führungen jeweils um 14 und um 15 Uhr an.

Wer mehr über die jüngere deutsche Geschichte erfahren möchten, kann die Dauerausstellung im Haus der Geschichte, Willy-Brandt-Allee 14 besuchen. Der Eintritt ist frei.

Treffpunkt zu Führungen im Plenarsaal ist der Haupteingang, Platz der Vereinten Nationen. Der Eintritt kostet vier, ermäßigt 2,50 Euro. Tickets sind vor Ort erhältlich, sowie bei den Bonnticket-Vorverkaufsstellen oder online unter www.bonnticket.de; eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Bonner Nachtleben

Wo geht was ab in Kneipen, Clubs und Diskotheken? Karfreitag ist ein "stiller Feiertag", öffentliche Tanz- und Musikveranstaltungen sind verboten. Am Samstag, 31. März, steigt ab 22 Uhr in der Jazzgalerie, Oxfordstraße 24, die Ostersamstags-Party. Im Untergrund, Kesselgasse 1, ist am Ostersamstag eine Trash-Party angesagt. Ab 22 Uhr gibt es im Sofa, Maximilianstraße 8, eine Rockpalast-Party mit Metal und Rock. In der N8Lounge, Franzstraße 41, ist Party unter dem Titel "Elektro Jack" - elektronische Tanzmusik zum abzappeln.

Am Ostersonntagist ab 14 Uhr "Strandliebe-Opening" bei Format:B an der Sandy Beach, Karl-Duwe-Straße. Ab 22 Uhr heißt es in der Jazz Galerie "Scheiß drauf, Malle ist nur einmal im Jahr" mit Partymusik rund um den Ballermann. Ab 23 Uhr startet in der N8schicht das "Raggeaton XXL Festival" mit zahlreichen Specials. Im Untergrund ist ab 22 Uhr die "Happy Easter Party" mit vielen versteckten Leckereien. Bei manchen Partys wird Eintritt verlangt.

Zeitreise in die Antike

Das Museum Römervilla am Ahrweiler Silberberg ist in seine 25. Saison seit der Eröffnung 1993 gestartet. Inzwischen haben rund 700.000 Besucher dort eine Zeitreise in die Antike angetreten. Die Überreste des einstigen römischen Landsitzes, einer villa rustica, waren 1980 bei Arbeiten für die Umgehung Ahrweiler freigelegt worden.

Mitarbeiter des Denkmalamts Koblenz haben das Wohnhaus in den folgenden zehn Jahren komplett ausgegraben. Neben den farbigen Wandmalereien förderten sie dabei nach und nach auch eine Badeanlage, eine Küche sowie komplett erhaltene Fußbodenheizungen zutage, außerdem unzählige Alltagsgegenstände. Wer das Museum nicht nur auf eigene Faust erleben möchte, kann sich einer der öffentlichen Führungen anschließen, die mittwochs um 15 Uhr, samstags um 14 Uhr und sonntags um 14.30 Uhr angeboten werden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Für Gruppen besteht die Möglichkeit, eine Führung zu buchen.

Geöffnet dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr (Ostermontag geöffnet). Infos unter 02641/5311 und unter www.museum-roemervilla.de.

Das Gelbe vom Ei

Osterspaß für Kinder von sieben bis zehn Jahren, kündigt das Deutsche Museum Bonn, Ahrstraße 45, am Sonntag, 1. April., an. Unter dem Titel "Das Gelbe vom Ei" gibt es von 10 bis 15.15 Uhr einen Ferienworkshop. Dass man Eier nicht nur essen kann, erfahren die jungen Forscher in der Experimentierküche. Sie erforschen, wie man rohe von gekochten und alte von frischen Eier unterscheidet, und wie ein Ei in eine Flasche kommt. Mittagessen gibt es in der Kantine des Wissenschaftszentrums. Die Kosten betragen 50 Euro. Eine verbindliche schriftliche Anmeldung ist erforderlich.

Hochspannend sind auch die Pfiffikus-Kinderführungen am Ostersamstag und Ostersonntag jeweils um 11 und um 14 Uhr. Die Eltern können in der Zeit an einer Führung für Erwachsene durch die Ausstellungen teilnehmen. Die Teilnahem kostet den Eintrittspreis plus drei Euro für die Pfiffikus-Führungen. Eine Voranmeldung ist hier nicht notwendig.

Der Eintritt für Besucher ab 18 Jahre kostet neun Euro, ermäßigt fünf Euro, eine Familienkarte 20 Euro. Infos auf www.deutsches-museum-bonn.de.

Auf der grünen Insel

Im Zentrum gelegen wirkt der Alte Friedhof, von einer schlichten Mauer umgeben, wie eine "grüne Insel". Schon seit der Mitte des 19. Jahrhunderts ist er ein Ziel von Gästen aus aller Welt. Die Anlage an der Bornheimer Straße wurde im Jahre 1715 als Soldaten- und Fremdenfriedhof angelegt. 1884 wurde er nach der Eröffnung des Nordfriedhofs außer Dienst gestellt.

Die Familiengräber konnten weiterhin genutzt werden. So wurde aus einem Begräbnisort eine Grünanlage und Kulturstätte. Unter alten, mächtigen Bäumen kann der Besucher prominente Bonner des 19. Jahrhunderts aus Kunst, Wissenschaft und Politik aufsuchen. Für den Alten Friedhof gibt es eine App. Sie navigiert durch die Reihen der Gräber . Die Besucher können sich Informationen von einer Audio-Datei anhören. Die Texte hat der Schauspieler Hans-Jürgen Schatz eingelesen.

Die WebApp kann durch Scannung des QR-Codes vor Ort aktiviert werden. Der Alte Friedhof hat von 7 bis 20 Uhr geöffnet.

Festung Ehrenbreitstein

Die Festung Ehrenbreitstein in Koblenz ist ein monumentales Wahrzeichen der Stadt: Im letzten Jahr feierte das gewaltige preußische Gemäuer 200. Geburtstag - zusammen mit weiteren teils zerstörten Befestigungen auf den Höhen rund um den Zusammenfluss von Rhein und Mosel.

Zur Festung Ehrenbreitstein können Besucher bequem mit der eigens für die Koblenzer Bundesgartenschau (Buga) 2011 gebauten Seilbahn von der Altstadt über den Rhein hinaufschweben. Oben gibt es Ausstellungen, Gastronomie und einen grandiosen Blick über den Rhein. Zu Ostern gibt es hier diverse Veranstaltungen.

Lichtkunstfestival, 29. März bis 2. April und 6.-8. April. Ab Einbruch der Dunkelheit.

"Living History": Lebendige Büchsenmacherwerkstatt, Ostersonntag und -montag, von 13 bis 17 Uhr.

Im Hands-on-Erlebnisbereich gibt es am Sonntag und Montag ab 13 Uhr Geschichte zum Anfassen. Weitere Infos unter www.diefestungehrenbreitstein.de.

Insel Grafenwerth

Reif für die Insel? Dann empfiehlt sich ein Ausflug auf die Insel Grafenwerth in Bad Honnef. Ob Familie mit Kindern, Hobbykicker, Sonnenanbeter, Singles oder Pärchen - Grafenwerth hat für alle etwas zu bieten: Über die gepflegten Wege kann man vortrefflich flanieren, die ausgedehnten Rasenflächen laden zum Spielen oder Chillen ein, für die Kleinen gibt es einen Spielplatz und jede Menge Spaß beim Steinchen-Werfen am Rheinufer. Aber Achtung: Die Schiffe schlagen oft hohe Wellen. Falls Petrus es gut meinen sollte: dann nichts wie raus aus den Schuhen und den Sand unter den Füßen spüren - an der Nordspitze ist`s möglich. Dazu die plätschernden Wellen - das ist Urlaubsfeeling pur.

Der große Biergarten lädt zum Verweilen ein, und wer es etwas gediegener mag, lässt sich im Restaurant mit Speis und Trank verwöhnen. Seit 2016 lockt die Insel zudem mit einer weiteren Attraktion: Einer Minigolf-Anlage direkt neben dem Freibad. Wen es nicht ins, sondern aufs Wasser zieht, kann auf der Insel Grafenwerth einem der zahlreichen Ausflugsschiffen zusteigen, die den Rhein auf- oder abwärts schippern. Sowohl die Köln-Düsseldorfer, als auch die Bonner Personenschifffahrt sowie die Personenschifffahrt Siebengebirge steuern die Insel regelmäßig an.

Außerhalb der Freibadsaison ist die Minigolfanlage montags bis freitags sowie am Wochenende von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Die Sommersaison ist bereits gestartet. Die Insel ist autofreie Zone. Parkplätze befinden sich an der Rheinpromenade beziehungsweise der Endhaltestelle der Linie 66 sowie an der Lohfelder Straße (Brücke zum Freibad).

Der Drachenfels

Für Groß und Klein gibt es rund um den Drachenfels viel zu entdecken. Die Kinder können alles über die Sage von Siegfried und dem Drachen erfahren. Mit der Drachenfelsbahn oder zu Fuß geht es hoch zur Nibellungenhalle, zum Reptilienzoo, dem Schloss Drachenburg oder zur Aussichtsplattform. Oben angekommen wartet ein unglaublicher Blick über den Rhein und das Siebengebirge. Im Restaurant kann für ein Tässchen Kaffee oder eine leckere Waffel Halt gemacht werden. Zum Anlass des 135-jährigen Geburtstages veranstaltet die Drachenfelsbahn eine Ausstellung unter dem Motto "Mensch Berg Technik Heimat". Die Ausstellung läuft noch bis zum 13. Mai in der Talstation der Drachenfelsbahn und wird danach in das Siebengebirgsmuseum wandern.

Die Königswinter-Kombi-Karte K3 beinhaltet die Berg- und Talfahrt mit der Drachenfelsbahn und den Eintritt in Schloss Drachenburg. Für Erwachsene kostet die Karte 15 Euro, für Kinder von sechs bis 14 Jahre neun Euro. Inhaber der Karte erhalten außerdem ermäßigten Eintritt in Nibelungenhalle und Repitilienzoo. Die Drachenfelsbahn fährt im März täglich von 10 bis 18 Uhr alle 30 Minuten. Abfahrt ist jeweils zur halben und vollen Stunde. Ab April fährt die Bahn abends eine Stunde länger.

Barocke Pracht

Es soll die Lieblingsresidenz des Kölner Kurfürsten und Erzbischofs Clemens August (1700-1761) gewesen sein und zählt zu den ersten bedeutenden Schöpfungen des Rokoko in Deutschland: Schloss Augustusburg in Brühl. Das 1768 vollendete Bauwerk gehört zusammen mit dem Jagdschloss Falkenlust und dem Schlosspark zum Unesco-Weltkulturerbe. Mehr als 100 000 Besucher schauten sich 2016 die imposanten Bauten an, die nach Angaben der Schlossverwaltung inzwischen zum festen Programm von Rheinkreuzfahrten mit Stopp in Köln oder Bonn zählen.

Während Schloss Augustusburg nur innerhalb einer der angebotenen Führungen zu besichtigen ist, steht das Jagdschloss Besuchern ohne Führung offen. Wer beide Bauten anschauen möchte, kann dies mit einem Spaziergang durch den Schlosspark kombinieren, der von 7 bis 20 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet ist.

Schloss Augustusburg, Schlossstraße 6 in Brühl, ist dienstags bis donnerstags von 9 bis 12 Uhr und 13.30 bis 16 Uhr geöffnet; samstags, sonntags und feiertags sowie von Karfreitag bis Ostermontag von 10 bis 17 Uhr. Eintritt: 8,50 Euro, ermäßigt sieben Euro. In den Ferien gibt es spezielle Familien- und Themenführungen. Infos unter www.schlossbruehl.de oder 02232/44000.

Wie es früher war

Der Weg nach Kommern lohnt sich eigentlich immer: Auf dem weitläufigen Gelände des Freilichtmuseums befinden sich viele historische Gebäude, die einst in Städten und Dörfern der Region standen. Sie vermitteln einen bildhaften Eindruck über das Leben im Rheinland in früheren Zeiten. Die Dauerausstellung "Wir Rheinländer" präsentiert etwa die Geschichte der Region und seiner Menschen von 1794 bis 1955. Eine weitere Schau beschäftigt sich mit dem Spielzeug der 50er und 60er Jahre. Das Museum hat 365 Tage im Jahr auf.

Noch bis Sonntag, 8. April, lockt der "Jahrmarkt anno dazumal" auf das Gelände an der Eickser Straße in Mechernich-Kommern. Rund 80 historische Karussells, Schaubuden und Marktstände sind aufgebaut und zeigen, wie der Rummel früher so war. Aus Anlass des 60-jährigen Bestehens kommt Europas größte Hochseiltruppe zu Besuch.

Das LVR-Freilichtmuseum in Mechernich-Kommern ist bis zum 31. März täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet, ab dem 1. April von 9 bis 19 Uhr - der Einlass ist bis eine Stunde vor Schließung möglich. Der Eintritt kostet 7,50 Euro, ermäßigt 5,50. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre haben freien Eintritt. Weitere Infos unter www.kommern.lvr.de.

Reisen in der Zeit

Die Dauerausstellung im LVR Landesmuseum, Colmantstraße 14-16, ist ebenfalls einen Ausflug wert: Eine Zeitreise durch 300.000 Jahre Kulturgeschichte im Rheinland wird gezeigt, die auch für Kinder spannend ist. "Vom Neandertaler in die Gegenwart" heißt die Zeitreise durchs Rheinland. Das Landesmuseum besitzt eine außergewöhnliche Sammlung. Der weltberühmte originale Neandertaler ist ebenso zu sehen wie der Fritzdorfer Goldbecher oder der Schatz einer keltischen Fürstin.

Öffnungszeiten: Das LVR Landesmuseum hat auch Karfreitag und Ostermontag von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Eintrittskarten ab 18 Jahre kosten acht,ermäßigt sechs Euro. Weitere Infos unter www.landesmuseum-bonn.lvr.de.

Ostereier zur Belohnung

Der Osterhase hat im Heimatmuseum in Beuel, Wagnergasse 2, Eier versteckt. Am Ostermontag können sich Kinder ab 15 Uhr auf die Suche machen. Das Heimatmuseum besteht aus mehreren historischen Gebäuden, darunter Beuels ältestem Fachwerkhaus von 1726. Auch die Einrichtung stammt von den Vorfahren. Im Erdgeschoss ist eine Küche und eine gute Stube eingerichtet. Im ersten Stock sind eine Schlafstube und eine Friseurstube der Jahrhundertwende mit den damals benutzten Haar-, Bartpflege- und Badeinstrumenten zu bestaunen. Für Kinder besonders interessant ist die Schulstube aus der Kaiserzeit.

Im Stall gibt es ein echtes Plumpsklo, das noch bis 1980 in Gebrauch war. Dort ist auch die ausgestopften Ziege "Aphrodite" zu Hause. Die Kinder haben ihr den Namen gegeben haben. Zu sehen gibt es außerdem Gerätschaften und Werkzeuge, die jüngere Generationen wohl nicht mehr kennen.

Das Heimatmuseum Beuel ist über Ostern von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintrittist frei. Infos auf www.hgv-beuel.de.

Prachtvolles Pflanzenmeer

Der Osterspaziergang durch den Botanischen Garten am Poppelsdorfer Schloss, Meckenheimer Allee 171, ist eigentlich ein Muss. Bereits 1650 ist dort ein prachtvoller Garten mit Orangerien dokumentiert. Zwischen 1715 bis 1725 entstand am Schloss Clemensruh ein barocker Park im französischen Stil mit exotischen Bäumen und Sträuchern.

1818 - mit der Gründung der Universität - wurden die heutigen Botanischen Gärten angelegt. Der barocke Garten wurde in einen englischen Landschaftsgarten umgewandelt; lediglich einige Rotbuchen stammen noch aus kurfürstlicher Zeit. Heute dienen die Botanischen Gärten in erster Linie der Forschung und Lehre. Rund 11000 Pflanzenarten werden hier kultiviert. Das Freiland besteht aus einem Arboretum (Baumsammlung) und Beeten. Die neun Schaugewächshäuser zeigen rund 4500 Pflanzenarten aus aller Welt.

Am Ostersonntag und Ostermontag finden um 11 Uhr und um 15 Uhr allgemeine Gartenführungen statt.

Der Botanische Garten hat täglich außer samstags 10 bis 18 Uhr geöffnet. An Sonn- und Feiertagen kostet der Eintritt drei, ermäßigt ein Euro. Die Führung kostet zusätzlich drei Euro. Die Hauptbereiche sind rollstuhlgerecht.

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