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Kurz mal weg: Diese Tagesausflüge lohnen sich aus Bonn und der Region

Kurz mal weg : Diese Tagesausflüge lohnen sich aus Bonn und der Region

Wohin am Wochenende? In dieser Woche stellen wir unter anderem einen Tagesausflug nach Bad Kreuznach vor, wo ein roter Fels nicht nur Wanderer beeindruckt. Auch das „Tal der 1000 Schmetterlinge“ in der Eifel ist einen Besuch wert.

Rotenfels und Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz

 Nein, er ist kein entfernter Verwandter des australischen Uluru oder anderer Landmarken mit einer besonderen Magie, doch vor der Haustür der Stadt Bad Kreuznach vermutet man den imposanten Rotenfels auch nicht unbedingt. Gleichwohl genießt das Massiv aus rötlichem Vulkangestein einen Kultstatus bei Naturfreunden, die den Berg bei ihren Wanderungen im Naturschutzgebiet Rotenfels als prächtige Kulisse schätzen. Der 327 Meter hohe Felsen liegt direkt an der Nahe, und zu seinen Füßen wird Wein mit den Lagebezeichnungen „Traiser Bastei“ und „Traiser Rotenfels“ angebaut.

Wanderer werden geradezu verwöhnt in dieser Region – mit einem 100 Kilometer langen Wegenetz. Das Wandergebiet trägt die Bezeichnung „3 x 3 Salinental“. Hintergrund: Zwischen den Heilbädern Bad Kreuznach und Bad Münster liegt das Salinental mit sechs Gradierwerken, an denen Sole herabrieselt. Passanten atmen gesunde Aerosole ein. Das Wanderrevier umfasst neun Rundwanderwege, jeweils drei Routen in den Gebieten „Rotenfels“, „Ebernburg“ und „Ruine Rheingrafenstein“.

Wald, Wiesen, Salinen, Berge und der Fluss: Der Mix passt und kommt gut an. Falls an Wochenenden zu viel los sein sollte: Einheimische empfehlen als schöne Alternativen den Emil-Jakob-Weg und das Naturschutzgebiet Gans mit dem gleichnamigen Aussichtspunkt.

Auch Bad Kreuznach selbst lohnt einen Besuch. Wahrzeichen der Stadt sind die Brückenhäuser aus dem 15. Jahrhundert auf der Alten Nahebrücke. Das Geburtshaus der CDU-Politikerin Julia Klöckner indes ist noch nicht ausgeflaggt.

 Info: Tel. (0671) 83 600 50; www.3x3salinental.de, www.bad-kreuznach-tourist.de

Eisenbahnmuseum Bochum

Das Eisenbahnmuseum Bochum ist zurzeit nicht zugänglich, man hofft auf eine Eröffnung am 4. Mai. Die Betreiber bleiben trotzdem aktiv – und sichten derweil 200 000 Fotos, die dem Museum von den Bundesbahndirektionen Köln, Essen, Münster, Wuppertal und Mainz zur Verfügung gestellt wurden. Die Arbeiten stammen von den Berufsfotografen der Bundesbahn, die über die Jahrzehnte den Alltag bei der Bahn dokumentiert haben. Das Museum veröffentlicht monatliche Bilderserien auf seiner Internetseite.

 Das Eisenbahnmuseum in Bochum.
Das Eisenbahnmuseum in Bochum. Foto: Eisenbahnmuseum Bochum

Info: Tel.(0234) 49 25 16; www.eisenbahnmuseum-bochum.de 

Ausflug in den Hohen Westerwald

Ganz natürlich über Stock und Stein: Aktivität im Freien wird hier großgeschrieben. Wälder und Wiesen mit vielen Rad- und Wanderwegen prägen die Natur. Wie die 10 km lange „Wäller Tour – Hohe Hahnscheid“ – ein Qualitätsweg durch die reizvolle Mittelgebirgslandschaft.  Hier werden Fernblicke mit lokalgeschichtlichen Besonderheiten, Stätten bäuerlicher Frömmigkeit und dem Naturschutzgebiet Holzbachschlucht kombiniert. Alles eingebettet in die Schönheit einer noch weitgehend naturbelassenen Landschaft. Übrigens: Der Hohe Westerwald ist schnell erreichbar, er ist nur eine gute Autostunde von Bonn entfernt.

 Info: Tourist-Information „Hoher Westerwald“, Tel. (02664) 99 390 93, www.hoher-westerwald-info.de

 So schön ist der Westerwald.
So schön ist der Westerwald. Foto: Dominik Ketz

Schmetterlingsweg in der Eifel

Im Westen der Eifel begünstigen naturbelassene Regionen die Artenvielfalt. Wiesen, Niederwald und geschützte Felsformationen bieten ideale Lebensräume für Tiere und Pflanzen Im Irsental bei Irrhausen beispielsweise wachsen wilde Orchideen. Biologen haben dort zudem rund 1000 Käferarten, 80 Vogelarten und mehr als 540 Schmetterlingsarten ausgemacht. Das Tourismusbüro im Naturpark Südeifel hat einen familienfreundlichen „Schmetterlingsweg“ ausgeschildert. Wer noch mehr wandern möchte, begibt sich auf den 14 Kilometer langen Rundweg Irrhausen-Reipeldingen, der einen eindrucksvollen Blick ins „Tal der 1000 Schmetterlinge“ gewährt. Der 1958 gegründete Naturpark ist der älteste Naturpark in Rheinland-Pfalz.

 Info: Tel. (06525) 79 26 130; www.naturpark-suedeifel.de

Tierpark in Gelsenkirchen

Der Tierpark Zoom Erlebniswelt in Gelsenkirchen meldet Zuwachs. Die Rentierdame Greta (Foto) hat am 19. April, an ihrem zehnten Geburtstag, eine Tochter zur Welt gebracht. „Das Jungtier konnte wie alle Rentiere schon kurz nach der Geburt aufstehen und laufen“, erklärt die Zooverwaltung. Weiteren Nachwuchs gibt es in den Gehegen der Somalischafe und Zwergziegen. Aktuelle Einlassregeln: Besucher benötigen einen tagesaktuellen, negativen Corona-Schnelltest, eine Terminreservierung und ein Online-Ticket.

 Info: Tel. (0209) 95 450; www.zoom-erlebniswelt.de