Der Nationalpark vor den Toren Bonns Das ist das Geburtstagsprogramm im Nationalpark Eifel

Bonn · Vor 20 Jahren wurde der Nationalpark Eifel gegründet. Rund um Rur- und Urftstausee gibt es in diesem Frühjahr eine Reihe von Sonderaktionen.

 Wandern durch blühende Narzissenwiesen in der Eifel.

Wandern durch blühende Narzissenwiesen in der Eifel.

Foto: Dominik Ketz

Als Teil der Nordeifel liegt der Nationalpark mitten im Naturpark Hohes Venn. Schwarzstörche, Uhus, Wildkatzen, Wanderfalken, Biber, Milane, Mauereidechsen und besondere Pflanzenarten wie die wilden Narzissen finden dort einen Rückzugsraum, der ihr Überleben sichert. Der Schutz dieser artenreichen Lebensräume und ihrer Bewohner ist die Kernaufgabe des Nationalparks Eifel. Menschliche Gäste schließt das nicht aus. Seit 2007 stiegen die Besucherzahlen von zunächst 450.000 auf zuletzt fast 1,4 Millionen pro Jahr. Für sie haben sich die Nationalparkverwaltung und ihre Partner ein buntes Programm ausgedacht.

„Euro-Waldi“ entzündet den Meiler

Am Samstag, 18. Mai, ist es an Walter Lehnertz, auch bekannt als 80-Euro-Waldi aus der Fernsehsendung „Bares für Rares“, gegen 14 Uhr den Holzkohlemeiler in Heimbach-Düttling zu entzünden. Bis zum 27. Mai können die „Meilerbuben“ täglich vor Ort bei ihrer Arbeit beobachtet werden, bis vermutlich zwischen dem 27. und dem 30.Mai der Meiler geöffnet und die Grillkohle „geerntet“ wird. Gefeiert wird das mit einem „Tag der schwarzen Köhlerbuben und Köhlermädels“ an Fronleichnam, 30. Mai. Sonderaktionen gibt es zudem am Pfingstsonntag, 19. Mai, oder eine Woche später, zum Europäischen Tag der Parke am 26. Mai. Ein großer Informationsstand, Junior-Ranger-Touren in die Wildniswerkstatt Düttling und ein Ranger-Parcour der etwas anderen Art versprechen schöne Erlebnisse im Nationalpark.

Nähere Informationen zum Geschehen am Holzkohlenmeiler in Heimbach-Düttling gibt es unter kohlemeiler.de, wo auch verschiedene Erklärvideos zum Thema zu sehen sind. Entzünden wird Walter Lehnertz den Meiler übrigens spektakulär mit einem Holzgasbulldog HNG 3 aus dem Jahr 1942. Wandertipps sind unter eifel.info zu finden. Die Nationalpark-Tore in Höfen, Rurberg, Heimbach und Nideggen sind als Informationsquelle und Ausgangspunkt für Wanderungen täglich geöffnet.

Glasarche auf Vogelsang

Eine fünf Meter lange Arche aus Glas, die in einer riesigen hölzernen Hand liegt, wird am Mittwoch, 29. Mai, beim Glasarchentag des Nationalparks vor dem Nationalpark-Zentrum Eifel am Internationalen Platz Vogelsang, der früheren NS-Ordensburg, offiziell vorgestellt. Das Kunstobjekt soll die Schönheit und die Schutzbedürftigkeit der Natur symbolisieren und wird dort bis Ende August ausgestellt.

Das ganze Jahr über ist die Sonderausstellung „Wilde Bilder“ in der barrierefreien Erlebnisausstellung „Wildnis(t)räume“ im Nationalpark-Zentrum Eifel zu sehen. 40 Bildpaare zeigen, wie sich die Wildnis im Schutzgebiet entwickelt. Außerdem laden die Nationalpark-Waldführer an vielen Terminen zu individuell zugeschnittenen Führungen ein und zusätzlich veranstaltet die Astronomiewerkstatt „Sterne ohne Grenzen“ auf Vogelsang Sternenwanderungen mit zertifizierten Guides.

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