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Freilichtmuseen in NRW, Rheinland-Pfalz und Co: GA gelistet - Diese Freilichtmuseen sind einen Besuch wert

GA gelistet : Diese Freilichtmuseen sind einen Besuch wert

Freilichtmuseen bieten Kulturgenuss an der frischen Luft und haben auch während der Corona-Krise geöffnet. Diese Museen sind einen Besuch wert.

Freilichtmuseen zeigen die Geschichte einer Landschaft - sei es die Eifel, das Bergische Land oder der Niederrhein. Häuser, Hofschaften und Gärten sind in den Anlagen orginalgetreu nachgebildet oder aus alter Zeit erhalten. Die dorfähnlichen Parks gibt es ganz in der Nähe zur Region. Sie alle laden zu langen Spaziergängen an der frischen Luft ein.

Um die Hygiene-Anforderungen während der Pandemie zu gewährleisten, gelten vielerorts Einschränkungen. So fallen Veranstaltungen derzeit in der Regel aus. Vorführungen finden nur selten statt. Die Museumsbetreiber kommen den Besuchern dafür beim Eintrittsgeld entgegen. In vielen Museen entfällt es ganz. Stattdessen wird um Spenden gebeten, oder es heißt: „Bestimmen Sie den Preis selbst“.

Für den Besuch in einem Freilichtmuseum sollte ein ganzer Tagesausflug eingeplant werden: Die Wege sind weit und laden zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Achtung: Auch Restaurants auf den Museumsgeländen sind aktuell nicht alle geöffnet. Vielerorts sind vorläufig Verkaufsstände eingerichtet. Wir empfehlen, ein kleines Verpflegungspaket mitzunehmen.

Vom Rheinland bis nach Westfalen

Der Landschaftsverband Rheinland unterhält die beiden Freilichtmuseen in Kommern (Kreis Euskirchen) und in Lindlar (Oberbergischer Kreis). Auf den Spuren der Römer wandeln Besucher im archäologischen Park Xanten. Das niederrheinische Freilichtmuseum Dorenburg in Grefrath wird vom Kreis Viersen betrieben.

Das Nachtigallental in Bad Sobernheim ist das Freilichtmuseum von Rheinland-Pfalz. Museen und Open-Air-Attraktionen der Vulkaneifel präsentieren sich gemeinsam als Vulkanpark.

Soll der Ausflug bis nach Westfalen gehen, dann empfehlen sich die beiden Freilichtmuseen des Landschaftsverband Westfalen Lippe in Detmold und Hagen. In Münster betreibt ein gemeinnütziger Verein das Mühlenhof Freilichtmuseum am Aasee.

In den Niederlanden ist das Freilichtmuseum Arnheim ein beliebtes Ausflugsziel. Es ist allerdings voraussichtlich bis Anfang Juni geschlossen.

Eine Übersicht über die Freilichtmuseen in und um die Region:

Freilichtmuseum Kommern

Das Freilichtmuseum Kommern in Mechernich präsentiert neben rund 79 historischen Gebäuden die große Dauerschau „Wir Rheinländer“. Der Besuch in der fiktiven Kleinstadt „Rhenania" ist ein Streifzug durch die Geschichte des Rheinlands. Sie zeigt den Wandel der Lebensverhältnisse seiner Menschen von der französischen Besetzung 1794 bis in die frühen Wirtschaftswunderjahre um 1955.

Unterteilt ist das Museum in fünf Baugruppen: Niederrhein, Bergisches Land, Westerwald, Eifel und der im Aufbau befindliche „Marktplatz Rheinland“. In der „Eifel“ ist neben vielen anderen Gebäuden auch eine Zehntscheune aus Sechtem zu sehen. Im „Westerwald“ steht ein „Haus aus Hanf“ und so manches Museumsstück hat seine Wurzeln direkt in der Region. So ist ein Altar der evangelische Kirchengemeinde Oberpleis ebenso ausgestellt wie eine Milchbar aus Brühl.

Ochsen als Zugtiere: Das Museum in Kommern erinnert an die bäuerliche Arbeit von einst. Foto: LVR-Freilichtmuseum

Öffnungszeiten und Einschränkungen

  • Dienstag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr,
  • Montags geschlossen.
  • Maximal 1000 Besucher gleichzeitig auf dem Gelände

Maskenpflicht: Im Kassenbereich, einigen Häusern und in der Ausstellungshalle „WirRheinländer“ müssen Besucher einen Mund- und Nasenschutz tragen.

Eintritt während der Corona-Restriktionen

Der Eintritt und das Parken auf dem Museumsparkplatz sind derzeit kostenlos.

Anschrift

LVR-Freilichtmuseum Kommern

Auf dem Kahlenbusch

53894 Mechernich-Kommern

E-Mail: kommern@lvr.de

Weitere Infos: www.kommern.lvr.de

Freilichtmuseum Lindlar

Das LVR-Freilichtmuseum ist in Lindlar im Oberbergischen Kreis gelegen. Die Fahrtzeit von Bonn beträgt etwa eine Stunde. Das 25 Hektar große Museumsgelände zeigt historische Gebäude, Viehställe und Gärten. Im Mittelpunkt steht die bergische Landschaft, wie sie im 19. Jahrhundert ausgesehen hat. Äcker, Obstwiesen, Viehweiden, Wald und Teich spiegeln die einstige bergische Kulturlandschaft wider. Das Museumsgelände wurde konsequent in den Zustand zwischen 1850 und 1900 zurück versetzt. Alte Wege wurden wieder angelegt, Gärten eingerichtet und Ackerparzellen wieder auf die Größe gebracht, die durch die Realerbteilung im 19. Jahrhundert oft nur noch „handtuchbreit“ war. In den Gärten ist zu sehen, wie früher Obst- und Gemüse angebaut wurde.

Alte Handwerke sind zentraler Bestandteil der Ausstellung. Größere Gebäude dazu sind auch jetzt geöffnet. Hierzu gehört die Schmiede aus Lindlar-Linde mit dem Originalinventar aus den 1940er Jahren. Handwerksvorführungen fallen derzeit aus hygienischen Gründen aus. Im Gut Dahl präsentiert das LVR-Freilichtmuseum Lindlar den historischen Alltag um 1850.

Öffnungszeiten und Einschränkungen

  • Dienstag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr,
  • Montags geschlossen.
  • Maximal 1000 Besucher gleichzeitig auf dem Gelände. Bisher wurde diese Grenze laut Auskunft des Museums noch nicht erreicht. Der besucherstärkste Tag ist stets der Sonntag.

Eintritt während der Corona-Restriktionen

Der Zutritt erfolgt ausschließlich über den Nordeingang des Museums am Lingenbacher Weg. Der Eintritt ist frei. Spenden sind am Eingang möglich.

Anschrift

LVR-Freilichtmuseum Lindlar

Unterheiligenhoven 5

51789 Lindlar

E-Mail: freilichtmuseum-lindlar@lvr.de

Weitere Infos: freilichtmuseum-lindlar.lvr.de/

Nachtigallental in Bad Sobernheim

Das rheinland-pfälzische Freilichtmuseum Nachtigallental in Bad Sobernheim zeigt, wie die Menschen in Rheinland-Pfalz auf dem Land während der vergangenen fünf Jahrhunderte gelebt, gewohnt und gearbeitet haben. Knapp 40 historische Gebäude wurden Stein für Stein, Holz für Holz abgebaut, dann im Freilichtmuseum originalgetreu wieder aufgebaut und bis ins Detail eingerichtet.

Auf den Rundwegen sind im Frühjahr frisch bepflanzte Nutzgärten und Streuobstwiesen zu sehen. Hühner, Gänse Coburger Fuchsschafe, Ziegen und Glanrinder leben auf dem Gelände. Besucher sollten ihre Hunde zu ihrem Schutz an der Leine über das Gelände führen.

Der Rundweg führt durch die historischen Nachbildungen der Regionen Mosel/Eifel, Pfalz/Rheinhessen, Mittelrhein/Westerwald sowie Hunsrück/Nahe.

Öffnungszeiten und Einschränkungen

  • Dienstag bis Sonntag von 9 bis 18 Uhr,
  • Montags geschlossen

Besucher werden - wie in den anderen Museen auch - gebeten, zwei Meter Abstand zu anderen Besuchern zu halten.

Es gilt Maskenpflicht an den Kassen und in den Innenräumen. Die Museumsgaststätte hat jeweils Freitag bis Sonntag geöffnet. Um Reservierung wird gebeten.

Eintritt

Der Eintritt ist frei für alle Besucher bis einschließlich 17 Jahre.

Erwachsene zahlen für das Tagesticket 7 Euro, ermäßigt 6 Euro.

Anschrift

Stiftung Rheinland-Pfälzisches Freilichtmuseum

55566 Bad Sobernheim / Nahe

Telefon: 06751-85 58 8 0

E-Mail: info@freilichtmuseum-rlp.de

Weitere Infos: www.freilichtmuseum-rlp.de

Archäologischer Park Xanten

Auf dem Gelände der einstigen Römerstadt Colonia Ulpia Traiana auf dem heutigen Gebiet der Stadt Xanten lädt Deutschlands größtes archäologisches Freilichtmuseum zu einem Ausflug in die Geschichte ein.

Rund vierhundert Jahre lang war das heutige Xanten einer der bedeutendsten römischen Orte in Germanien. An die zehntausend Männer, Frauen und Kinder lebten in der imposanten Stadt, die Kaiser Trajan um das Jahr 100 zur Colonia Ulpia Traiana ernannte.

Seit 1977 werden die Überreste in dem archäologischen Park am Niederrhein geschützt, erforscht und präsentiert. Nachbauten wie der Hafentempel und das Amphitheater, die Stadtmauer, Wohnhäuser und Badeanlagen vermitteln einen lebendigen Eindruck vom römischen Alltag in Germanien.

Die Anlage ist weitläufig. Die Gebäude sind im originalen Maßstab rekonstruiert. Das Römermuseum ist ein moderner Museumsbau aus Stahl und Glas.

Öffnungszeiten und Einschränkungen

  • Dienstag bis Sonntag von 9 bis 17 Uhr,
  • Montags geschlossen

Es gilt Maskenpflicht an den Eingängen und in ausgewiesenen Bereichen des Parks.

Das LVR-RömerMuseum und die Pavillons im Park sind derzeit geschlossen, ebenso die Shops, die römischen Bauten wie Handwerkshäuser und die Herberge bleiben geschlossen.

Symbol römischer Macht und Kultur: Die Stadtmauer im LVR-Archäologischen Park Xanten. Foto: LVR/Axel Thünker DGPh

Aktuell ist nur der große Abenteuerspielplatz aus Holz eingeschränkt geöffnet. Es gelten dort folgende Regelungen:

Maximal 20 Kinder gleichzeitig. Pro Kind maximal zwei Erwachsene Begleitpersonen. Erwachsene müssen im Bereich des Spielplatzes eine Schutzmaske tragen.

Eintritt

Der Eintritt ist frei.

Anschrift

APX, Archäologischer Park Xanten

Eingang LVR-Römer Museum

Trajanstraße 10

46509 Xanten

Telefon 02801-988 9213

E-Mail: xanten@kulturinfo-rheinland.de

Weitere Infos: apx.lvr.de

Niederrheinisches Freilichtmuseum Grefrath

Wie das Leben der Landbevölkerung am Niederrhein um 1900 ausgesehen hat, zeigt ein Spaziergang über das Gelände des im Niederrheinischen Freilichtmuseums in Grefrath. Das Museumsgelände rund um die Dorenburg ist urtypisch mit Kopfweiden und Fachwerkhäusern gestaltet.

Zu sehen ist die bäuerliche und handwerklichen Kultur des Niederrheins aus vortechnisierter Zeit. Dazu gehören auch ein Sägewerk, eine Flachsdarre und eine Kornbrennerei. Einen ersten Eindruck zu dem volkskundlichen Regionalmuseum zeigt ein virtueller Rundgang.

Öffnungszeiten und Einschränkungen

  • Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr,
  • Montags geschlossen

Das Museum bittet um Einhaltung folgender Hygienevorschriften: Regelmäßig und gründlich Hände waschen, In Armbeuge oder Taschentuch niesen und husten, In Gebäuden Gesichtsmaske tragen, Mindestens 1,5 Meter Abstand halten. Es gelten Zutrittsbeschränkungen für die einzelnen Ausstellungsbereiche. Gruppenbildungen sind zu vermeiden. Besucher sollen das Museumsgelände über die Hofanlage Waldniel verlassen.

Nur 100 Personen dürfen das Museumsgelände gleichzeitig betreten.

Eintritt

Den Eintritt bestimmen die Besucher selbst.

Anschrift

Niederrheinisches Freilichtmuseum

Am Freilichtmuseum 1

47929 Grefrath

Telefon: 02158-91730

E-Mail: freilichtmuseum@kreis-viersen.de

Weitere Infos: Niederrheinisches Freilichtmuseum

Vulkanpark Eifel

Der Vulkanpark Eifel ist kein Freilichtmuseum im eigentlichen Sinn. Er vereint 24 einzelne Schauplätze, für die jeweils eigene Einschränkungen gelten. So ist etwa das Geysir-Infozentrum in Andernach derzeit geschlossen. Der Lavakeller im Vulkanpark ist geöffnet und bietet die Möglichkeit für einen Ausflug in die Unterwelt. Unterhalb der Stadt Mendig spannt sich auf drei Quadratkilometern ein Netz unterirdischer Lavakeller. Diese entstanden beim Abbau der Basaltlava als Baumaterial. Später wurden die Keller als Bierlager genutzt. Heute können sie besichtigt werden.

Öffnungszeiten und Einschränkungen

Besichtigungen des Lavakellers:

  • Montags bis freitags 13 Uhr, 13.15 Uhr, 13.30 Uhr
  • Samstags und Sonntags und an Feiertagen: 11.30 Uhr, 11.45 Uhr, 12.00 Uhr, 13.00, 13.15 Uhr, 13.30 Uhr, 14.30 Uhr, 14.45 Uhr, 15.00 Uhr. Jeweils höchstens 16 Personen. Voranmeldungen nimmt das Museum nicht entgegen.
  • Das Museum öffnet täglich von 10 Uhr bis 17.30 Uhr (Einlass bis 16:45 Uhr).

Es gelten folgende Hygienevorschriften: Besucher ab sieben Jahren müssen Mund-Nasenschutz in den Einrichtungen tragen. Desinfektionsstationen im Museum und im Lavakeller stehen zur Verfügung. Im Lava-Dome sind höchstens 64 Personen gleichzeitig zugelassen. Sie dürfen sich höchstens 70 Minuten dort aufhalten. Durch diese Zugangsbeschränkungen kann es bei erhöhtem Besucheraufkommen zu Wartezeiten kommen. Den Gang durch das Museum weisen Bodenmarkierungen.

Eintritt

Erwachsene zahlen 9,50 Euro für Lavadome und Lavakeller, Kinder bis 16 Jahre 7,50 Euro, Kinder unter 100 cm Körpergröße zahlen keinen Eintritt. Weitere Ermäßigungen zeigt die Preisliste.

Anschrift

Lava-Dome

Brauerstraße 1

56743 Mendig

Telefon: 02652-9399222

E-Mail: info@lava-dome.de

Weitere Infos: www.lava-dome.de