Kurz mal weg Hafenkonzerte und „Little Tokyo“: Fünf Tipps für Ausflüge

Serie | Bonn / Region · Cochem zählt zu den beliebtesten Zielen an der Mosel, in Düsseldorf prägt japanische Kultur ein Stadtviertel und in Maria Laach öffnen die Mönche ihre Klosterbetriebe. Wir geben Tipps für Ausflüge.

Die Reichsburg ist das Wahrzeichen der Stadt Cochem.

Die Reichsburg ist das Wahrzeichen der Stadt Cochem.

Foto: Dominik Ketz

Cochem an der Mosel: Die Reichsburg ist das Wahrzeichen der Stadt

Das Wahrzeichen zieht sofort alle Blicke auf sich. 150 Meter über der Stadt Cochem thront, spektakulär auf einem Bergkegel, die Reichsburg Cochem. Mehr Fototapete geht kaum. Auch deshalb zählt Cochem zu den „Hotspots“ an der Mosel. Die Burg wurde im 12. Jahrhundert errichtet, im 17. Jahrhundert zerstört und Mitte des 19. Jahrhunderts im Stil der Neugotik wiederaufgebaut. Die Anlage hat in der Hauptsaison täglich (9 bis 17 Uhr) geöffnet. Burg und Burghöfe können im Rahmen einer Führung besichtigt werden. In der Burgschänke werden rustikale Rittermahle mit vierstündigem Begleitprogramm ausgerichtet.

Am 26. April geht das Ensemble Genoveva aus Mayen mit Gästen auf eine „Musikalische Weltreise“. Am 28. Juni feiern die Cochemer Bürger auf der Reichsburg ein Sommerfest und am 3./4. August ein mittelalterliches Burgfest. Die Stadt mit ihren 5000 Einwohnern vermarktet sich als Ferienland Cochem, weil es für Besucher auch im Umkreis einiges zu tun gibt. 130 Keller und Vinotheken haben Weinproben im Programm. Im Nachbarort Klotten wird die Geschichte des Moselschiefers greifbar gemacht. Man fährt im Planwagen durch die steilen Lagen oder mit dem Fahrrad am Moselufer entlang. Angesagte Wanderwege sind der Moselsteig und einer seiner „Seitensprünge“. Die Cochemer Ritterrunde macht alles erlebbar, was die Region so bietet: Mosel, Weinberge und noch mehr Burgen. Die anspruchsvolle Tour (16 km, 745 hm) lässt sich auch in zwei Etappen portionieren.

Info: Tel. (02671) 600 40; www.ferienland-cochem.de; Tel. (02671) 255; www.reichsburg-cochem.de

Japan am Rhein

Die Immermannstraße in Düsseldorf ist zweisprachige ausgeschildert: deutsch und japanisch. Gut 8400 Japaner leben in der Stadt, das Viertel zwischen Hauptbahnhof und Stadtmitte wird „Little Tokyo“ genannt. Restaurants und Ramen-Imbisse servieren authentische Küche. In den Supermärkten finden sich japanische Spezialitäten und in Buchläden die neuesten Mangas. Das kleine Tokio lässt sich im Rahmen einer geführten Tour oder auch individuell erkunden. Ein Japanischer Garten befindet sich im Nordpark. Einmal im Jahr richtet die Landeshauptstadt einen Japan-Tag aus. Termin in diesem Jahr ist der 1. Juni. Dann dominieren japanische Kultur, Kostüme und Kulinarik in der ganzen Stadt das Straßenbild.

Info: Tel. (0211) 17 202 867; www.visitduesseldorf.de

Spannende Führungen durch die Unterwelt

Zur Route der Industriekultur im Ruhrgebiet zählt auch die Bochumer Jahrhunderthalle. Der 1902 entstandene Gebäudekomplex wird heute als Veranstaltungsort genutzt. Die industrielle Vergangenheit steht bei geführten Rundgängen im Mittelpunkt. Es geht unter Tage (Foto). Die ehemalige Gaskraftzentrale versorgte über unterirdische Schächte externe Produktionsstätten in ganz Bochum mit Energie. Nächste Termine für die „Führung durch die Unterwelt“: 20./21. April, jeweils 12 Uhr, 13.30 Uhr und 15 Uhr. Ticket: 9,50 Euro. Führungen durch das Außengelände (Westpark) sind ebenfalls buchbar. Das Besucherzentrum an der Jahrhunderthalle ist bis Ende Oktober jeden Samstag und Sonntag zwischen 11 bis 16 Uhr geöffnet.

Info: Tel. (0234) 96 30 20; www.bochum-tourismus.de

 Bochumer Unterwelten: Bei der „Führung durch die Unterwelt“ wird die Jahrhunderthalle in rund 60 Minuten „unter Tage“ erkundet.

Bochumer Unterwelten: Bei der „Führung durch die Unterwelt“ wird die Jahrhunderthalle in rund 60 Minuten „unter Tage“ erkundet.

Foto: Bochumer Veranstaltungs-GmbH

Eindrucksvoll: In Minden kreuzen sich die Wasserstraßen

Das Wunder der Technik ist fußläufig zu erreichen: Von der Innenstadt in Minden geht es ein Stück flussabwärts zu einem ungewöhnlichen Aquädukt. Wer zum ersten Mal davor steht, reibt sich die Augen. In einer rund 350 Meter langen Trogbrücke überquert der Mittellandkanal die Weser. Zum Wasserstraßenkreuz Minden gehört ein komplexes Schleusensystem für die Abfertigung von Güterschiffen. Architektonisches Glanzstück ist die 1914 erbaute Schachtschleuse. Bei einer Kanal-Weser-Rundfahrt können Besucher eine Schleusung mit 13 Metern Höhenunterschied miterleben. Zwischen Frühjahr und Herbst verbringen viele Mindener ihre Freizeit an den Schleusen, von Mai bis September gibt es Hafenkonzerte.

Info: Tel. (0571) 82 90 659; www.minden-erleben.de

Rundgänge an einem gesegneten Ort

Der See, das Kloster, viele Wiesen und viel Wald: Maria Laach ist für einen kompletten Ausflugstag gut, mindestens. Einen guten Einblick in die Infrastruktur dieses gesegneten Ortes vermittelt ein geführter Rundgang über das Außengelände der Klosteranlage. Dabei erfahren Teilnehmer auch, wie der Alltag der Mönche getaktet ist. Einzelne Klosterbetriebe und die Selbstversorgung werden erklärt. An der romanischen Abteikirche gibt es Infos zur Geschichte und Bauweise. Es folgt ein Besuch der Kirche „in Stille“. Die Führungen finden im Mai und Juni an jedem Sonntag statt. Start: 14 Uhr vor der Tourist-Info. Eintritt: vier Euro (Kinder), acht Euro (Erw.).

Info: Tel. (02636) 19 433; vulkanregion-laacher-see.de

Sie wollen wissen, was los ist in Bonn und der Region? Jeden Donnerstag schicken wir Ihnen die besten Tipps aus unserer Freizeit-Redaktion: Hier geht es zur aktuellen Ausgabe.

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