Kurz mal weg Vulkanwanderung und Koala-Nachwuchs: Fünf Tipps für Ausflüge in der Region

Serie | Bonn / Region · Die Nordeifel vereinfacht die Planung von Radausflügen, im Duisburger Zoo steht die australische Tierwelt im Mittelpunkt, die Mittelahr feiert den „Weinfrühling“, und im Westerwald ragen Basaltsäulen in den Himmel.

 Die Eifel-Rad-Schleife „Urft und Olef“ führt in Hellenthal an der Oleftalsperre entlang.

Die Eifel-Rad-Schleife „Urft und Olef“ führt in Hellenthal an der Oleftalsperre entlang.

Foto: Dennis Stratmann

Viel los in der Eifel: Neue Radtouren und 30 Ausflüge in die eigene Heimat

Wer in der Nordeifel nach diesen Zahlen Fahrrad fährt, bewegt sich an den Flüssen Urft und Olef entlang – und kann in deren Tälern nicht mehr verloren gehen. Ein neues Knotenpunktsystem vereinfacht die Planung von Touren. Stichwort: „Radeln nach Zahlen“. Rote Knotenpunkttafeln und Hinweisschilder an allen wichtigen Abzweigungen und Kreuzungen helfen unterwegs bei der Orientierung. Der Verband Nordeifel-Tourismus hat nach diesem System 16 neue Streckenkombinationen konzipiert. Die Rundkurse zwischen 20 und 50 Kilometer Länge sind als Tagestouren angelegt. Die Eifel-Rad-Schleife „Urft und Olef“ misst 44 Kilometer. Das Foto entstand an der Oleftalsperre.

Der nächste Erlebnistag lässt nicht lang auf sich warten. Am 4. und 5. Mai findet die zehnte Ausgabe der Reihe „Zu Gast in der eigenen Heimat“ statt. 30 regionale Ausflugsziele präsentieren ihre Themen und gewähren den Blick „hinter sonst verschlossene Türen“. Auf der Teilnehmerliste stehen unter anderem das Besucherbergwerk „Grube Wohlfahrt“, die Tuchfabrik Euskirchen, der Nationalpark Eifel, die Römertherme Zülpich und das Freilichtmuseum Kommern. Erwartet werden rund 2500 Besucher.

Vulkan-Wanderung am Roßbacher Häubchen

10,7 Kilometer, 423 Höhenmeter, dreieinhalb Stunden Gehzeit – die Wanderdaten der Erlebnisschleife „Basaltbogen“ passen, und auch das Thema macht neugierig. Vulkanismus, diesmal rechtsrheinisch. Die Rundtour liegt zwischen Linz und der A 3 im Naturpark Rhein-Westerwald, sie teilt sich einen Abschnitt mit der 14. Etappe des Westerwaldsteigs. Höhepunkt der Wanderung ist das sogenannte Roßbacher Häubchen, ein abgetragener Vulkankegel mit hohen Basaltwänden (Foto) und einem weiten Blick ins Tal der Wied. Infotafeln am „Basaltlehrpfad“ erklären geologische Besonderheiten und die Geschichte des Basaltabbaus. Am Vulkan lassen sich auch Gleitschirmflieger beobachten, die hier ihren Startplatz haben.

Info: Tel. (02602) 300 10; www-westerewald.info

 Höhepunkt der Erlebnisschleife „Basaltbogen“ ist das Roßbacher Häubchen, ein abgetragener Vulkankegel mit herrlichem Panoramablick ins Wiedtal, hohen Basaltwänden und einem Basaltlehrpfad.

Höhepunkt der Erlebnisschleife „Basaltbogen“ ist das Roßbacher Häubchen, ein abgetragener Vulkankegel mit herrlichem Panoramablick ins Wiedtal, hohen Basaltwänden und einem Basaltlehrpfad.

Foto: Dominik Ketz

Star im Gehege

Der Zoo in Duisburg feiert am 12. Mai sein 90-jähriges Bestehen. Im 16 Hektar großen Tierpark am Kaiserberg leben knapp 5000 Tiere aus 328 Arten. Beeindruckend: Der Zoo verzeichnet jährlich fast 800.000 Besucher. Das Jubiläum wurde bereits im März mit einem Thementag gefeiert. Aber auch sonst gehen die Themen nicht aus. Duisburg gilt als Kompetenzzentrum bei der Haltung von australischen Tieren. Stars im „Down under“-Gehege sind die Koalas. Mehr als 30 Jungtiere haben in den vergangenen 25 Jahren in Duisburg das Licht der Welt erblickt. Und es gibt erneut Zuwachs: Im Beutel der Koala-Lady Gooni wächst ein Jungtier heran. Tipp: Jeden Mittwoch und Sonntag (jeweils 11 Uhr) werden die Koalas öffentlich gewogen. Experten informieren über die Haltung der Beuteltiere.

Info: Tel. (0203) 604 44 250; www.zoo-duisburg.de

Schöne Teutoburgia in der Stadt Herne

Eine besonders schmucke Arbeitersiedlung lässt sich in Herne bestaunen. Im Stadtteil Börnig befindet sich die Zechensiedlung Teutoburgia (Foto), die zwischen 1909 und 1923 zeitgleich mit der gleichnamigen Zeche entstand und nach dem Konzept einer Gartenstadt angelegt wurde. Dabei galt es, beim Siedlungsbau auch Freiflächen und Grünanlagen einzuplanen. Zur Siedlung gehören 136 Gebäude und 450 Wohnungen, die seit 1991 unter Denkmalschutz stehen. Die Herner Kolonie zählt zu den schönsten Bergarbeitersiedlungen im Ruhrgebiet – und zu den 27 Ankerpunkten der Route Industriekultur, die 2024 ihr 25-jähriges Bestehen feiert.

Die Zechensiedlung Teutoburgia in Herne.

Die Zechensiedlung Teutoburgia in Herne.

Foto: Route Industriekultur/Herne_Zechensiedlung_Teutoburgia_2022_Olff Appold

Aktiv im Ahrtal: Wein und Wandern passen gut zusammen

Am vergangenen Wochenende startete der „Weinfrühling Mittelahr“. Auch an den ersten drei Mai-Wochenenden werden auf dem Rotweinwanderweg zahlreiche Stände aufgebaut. Weingüter und Gastronomiebetriebe übernehmen die Bewirtung. Auch in den Weinorten öffnen viele Betriebe. Wein und Wandern passen gut zusammen: In Dernau gibt es eine „Panorama-Wanderung mit 3er Weinprobe“ (u.a. 4.5., 11 Uhr). Gäste gehen mit den Ahrwein-Majestäten auf „königliche“ Runden durch die Weinberge (18. bis 20.5.). Auch im Saffenburger Ländchen (Foto) finden Weinwanderungen statt. Muttertag und Vatertag werden elegant ins Programm eingefädelt. Und das Bergfest auf dem Krausberg (1.5.) sowieso.

Info: Tel. (02641) 91 710; www.ahrtal.de

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