Kurz mal weg Waldkonzerte und Museumstag: Fünf Tipps für Ausflüge in der Region

Serie | Bonn / Region · Beim Kultursommer Nordhessen liegen viele Spielstätten mitten in der Natur, in Höhr-Grenzhausen findet der Europäische Keramikmarkt statt und an der Wied erobern Radfahrer und Fußgänger zwei autofreie Landstraßen.

 Das „Festival der verwunschenen Orte“ bespielt in den Sommermonaten die Region Kassel.

Das „Festival der verwunschenen Orte“ bespielt in den Sommermonaten die Region Kassel.

Foto: Kultursommer Nordhessen/Meyer

Wald- und Wiesenkonzerte beim „Festival der verwunschenen Orte“

Der Hohe Dörnberg ist eine Erhebung in Nordhessen – und ein gar mystischer Ort, der schon in der Eisenzeit besiedelt war. Auch moderne Menschen zieht es zum gut 500 Meter hohen Plateau, wo sie morgens um fünf Uhr auf einem Klappstuhl sitzen und magischer Musik lauschen. Zum Beispiel am 30. Juni. Es spielt das Essener Trio Wildes Holz. Leider ist das Konzert bereits ausverkauft. Doch es gibt noch weitere „Wald- und Wiesenkonzerte“ beim Kultursommer Nordhessen.

Seit 1988 bespielt das „Festival der verwunschenen Orte“ in den Sommermonaten die Region Kassel. „Die uralten nordhessischen Wälder bieten eine besondere Kulisse“, sagt Intendantin Maren Matthes. Schließlich ist Nordhessen die Heimat der Brüder Grimm, das stimuliert die Atmosphäre. Das Foto entstand 2019 beim Konzert von Yanhui Liu (Klarinette) und Dmitrii Zhovkovskii (Klavier) im Reinhardswald, dem Paradebeispiel eines Märchenwaldes. Aber auch Burgen, Parks, Industriehallen oder Wurstkammern werden zu Spielstätten für Konzerte, Lesungen und Theaterstücke. Rund 60 Festival-Bühnen verteilen sich auf Kassel und fünf nordhessische Landkreise. 85 Veranstaltungen stehen bis zum 10. August im Programm. Das Auftaktfest (19./20.5.) findet auf Schloss Calden bei Kassel statt – mit Musik, Akrobatik, einem Picknick und vielen Prinzessinnen. Zu den Festival-Künstlern 2024 zählen ChrisTine Urspruch, Michaela May und Ferdinand von Schirach.

Info: Tel. (0561) 988 393 99; www.kultursommer-nordhessen.de; www.grimmheimat.de

Unterwegs im Kannenbäckerland: Der Keramik auf der Spur

Das Kannenbäckerland im Westerwald, keine Autostunde von Bonn entfernt, verfügt über eine vielfältige Palette kultureller Attraktionen. Neben rund 30 Keramikwerkstätten in der Region, zu denen man Kurzbeschreibungen im übersichtlichen und informativen Flyer „Keramik auf der Spur“ findet, verfügt Höhr-Grenzhausen über eines der größten Keramikmuseen Europas. Große Veranstaltungen zeigen die beeindruckende Vielfalt der Keramik, darunter der Europäische Keramikmarkt in Höhr-Grenzhausen (Samstag 1. und Sonntag 2. Juni) und der Europäische Töpfermarkt in Ransbach-Baumbach (Samstag 5. und Sonntag 6. Oktober).

Info: Tel. (02624) 104 300 oder (02623) 86 201; www.kannenbaeckerland.de

Der Europäische Keramikmarkt in Höhr-Grenzhausen findet am Samstag 1. und Sonntag 2. Juni statt.

Der Europäische Keramikmarkt in Höhr-Grenzhausen findet am Samstag 1. und Sonntag 2. Juni statt.

Foto: Kannenbäckerland Touristik

Spannende Geschichten am Museumstag

Am 19. Mai ist wieder Museumstag. Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) macht mit und präsentiert die Vielfalt seines dezentralen Industriemuseums, das an sechs Sandorten spannende Industriegeschichte erzählt. In der Gesenkschmiede Hendrichs in Solingen etwa wird die Herstellung einer Schere demonstriert. In der Tuchfabrik Müller in Euskirchen kann man mit Webrahmen und Flaschenzug experimentieren. Im Kraftwerk Ermen & Engels in Engelskirchen begeben sich Besucher auf eine „Spürnasen-Rallye“ und machen einen Abstecher zum Oelchenshammer (Foto), einem mit Wasser betriebenen Schmiedehammer.

Info: Tel. (02234) 99 21 555; industriemuseum.lvr.de

Der Oelchenshammer des LVR-Industriemuseums in Engelskirchen-Bickenbach.

Der Oelchenshammer des LVR-Industriemuseums in Engelskirchen-Bickenbach.

Foto: Nicole Schäfer

Zwei Landstraßen nur für Radfahrer und Fußgänger

Das Wiedtal feiert im Mai ein Jubiläum. Seit 25 Jahren organisieren vier Verbandsgemeinden zusammen mit der Stadt Neuwied den auch bei Familien sehr beliebten Radwandertag „WIEDer ins TAL“ (Foto). Am 26. Mai stehen aus diesem Anlass erneut die Landesstraßen L 255 und L 269 von zehn bis 17 Uhr ausschließlich Fahrradfahrern, Inlineskatern und Fußgängern zur Verfügung. Vereine und Gastronomen versorgen die Teilnehmer entlang der Strecke mit Speisen und Getränken. Konzerte, Verlosungen und Mitmachaktionen für Kinder lockern das Programm auf. Servicestation helfen bei kleinen Pannen am Rad. Der offizielle Startpunkt der 35 Kilometer langen Strecke befinden sich in Niederbreitbach, das Ziel in Seifen.

Info: Tel. (02638) 40 17; www.wiedtal.de

Sie wollen wissen, was los ist in Bonn und der Region? Jeden Donnerstag schicken wir Ihnen die besten Tipps aus unserer Freizeit-Redaktion: Hier geht es zur aktuellen Ausgabe.

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