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Sommerserie „Rheinische Landpartie“: Sieben Orte, an denen man mehr über Erdgeschichte lernen kann

Sommerserie „Rheinische Landpartie“ : Sieben Orte, an denen man mehr über Erdgeschichte lernen kann

Bei Besuchen von Steinbrüchen, Höhlen und Wanderwegen kann man mehr über die Entwicklung der Erde erfahren. Sieben Empfehlungen für Orte im Bergischen, im Sauerland und im Rheinland.

1. Steinbruch Talbecke

Im Steinbruch Talbecke bei Gummersbach (Oberbergischer Kreis) wird ebenfalls Grauwacke zum Beispiel für den Straßenbau oder den Bau von Eisenbahnstrecken abgebaut. Der Betreiber, die Westdeutsche Grauwacke-Union, hat im Mai 2010 auf einer Höhe von 380 Metern eine Aussichtsplattform errichtet, die von der Ortschaft Dahl in der Gemeinde Marienheide aus in etwa 30 Minuten zu erreichen ist. Bei Dahl befindet sich an der Talbeckestraße, gegenüber dem Abzweig nach Dahl und Müllenbach, ein Wanderparkplatz. Ganz in der Nähe des Steinbruchs Talbecke lädt das Museum Haus Dahl (Dahl 3, 51709 Marienheide, Tel. 02261 28771) zu Zeitreisen in das ländliche Leben und in die Landwirtschaft an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert ein. Dieses Bauernhaus mit Backes und Bauerngarten gehört zum Museum auf Schloss Homburg in der Gemeinde Nümbrecht. www.museum-haus-dahl.de

2. Dicken Steine

Unterhalb im Wald von Schloss Homburg (Schloss Homburg, 51588 Nümbrecht) zu finden sind die Dicken Steine: Das sind Quarzit-Härtlinge aus der Zeit des Devon. Ihr Alter wird auf rund 350 Millionen Jahre geschätzt. Auch dieses Naturdenkmal liegt am Rand von Rundstrecken. Am Roten Haus unterhalb des Schlosses führt ein Weg hinunter in den Wald.

3. Wiehler Tropfsteinhöhle

Unter die Erde geht es derweil in der Wiehler Tropfsteinhöhle (Pfaffenberg 1, 51674 Wiehl, Tel. 02262 7920). Auf einer Strecke von gut 400 Metern und nur bei Führungen tauchen Besucher ebenso tief ein in die Welt der Stalagmiten und Stalaktiten wie in das Zeitalter des Devon. www.waldhotel-wiehl.de

4. Bergische Streifzug 14

Am Bahnhof von Ründeroth (Bahnhofstraße, 51766 Engelskirchen) startet der neue Bergische Streifzug 14, der Höhlenweg. Auf einer Rundstrecke von 8,4 Kilometern und auf zehn Informationsstafeln geht es dort um die Geschichte der jüngst entdeckten Riesenhöhle, des „Windloch am Mühlenberg“. Die Wanderung dauert etwa drei Stunden. Unterwegs kann die Aggertalhöhle (Im Krümmel 39, 51766 Engelskirchen, Tel. 02263 70702) bei einer Führung besichtigt werden. www.bergisches-wanderland.de, www.aggertalhoehle.de

5. Zeittunnel

Mit der Geschichte der Erde beschäftigt sich in Wülfrath (Kreis Mettmann) zudem der Zeittunnel (Hammerstein 5, 42489 Wülfrath, Tel. 02058 894644). Hier spazieren die Ausflügler zu Fuß durch die Erdzeitalter und besuchen zum Beispiel die Dinosaurier. Der Gang ist Teil eines früheren Kalksteinbruchs. Die Mitarbeiter des Zeittunnels vermitteln zudem Besichtigungen des Steinbruchs von Rheinkalk in Wülfrath-Flandersbach. An der Alten Ratinger Landstraße offenbart ein Aussichtpunkt dagegen Einblicke in den nichtzugänglichen Steinbruch Prangenhaus. www.zeittunnel.com

6. Kalkofenweg

Der Geschichte der Kalkverarbeitung folgt in Aachen der fast sieben Kilometer lange Kalkofenweg zwischen den Ortschaften Walheim und Hahn. Er führt vom Parkplatz an der Ende der Schleidener Straße in Walheim zunächst über ein Freizeitgelände, dann hinein in Naturschutzgebiet. Unterwegs zu sehen sind alte Brennöfen. www.ich-geh-wandern.de/aachener-kalkofenweg

7. Westkalk

Einblicke in den Abbau von Kalkstein, in die Aufbereitung und die Verwendung gibt es bei Führungen über das Gelände von Westkalk im sauerländischen Warstein (Rangetriftweg 106, 59581 Warstein, Tel. 02902 978500). www.westkalk.de