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Thomasberger Theatertage feiern Premiere - Programm und Infos

Erlöse für Flutopfer : Thomasberger Theatertage feiern Premiere

In Königswinter-Thomasberg steigt ein Wochenende mit Comedy, Kindertheater und Gospel, organisiert vom Kulturverein LebensArt. Die Erlöse kommen den Flutopfern zugute. Ein Überblick über das Programm.

Es wird eine Premiere: 17 Monate hat der vor zwei Jahre gegründete Kulturverein LebensArt Thomasberg geplant und organisiert, um die ersten Thomasberger Theatertage auf die Beine zu stellen. Und damit, wie Mitinitiator Thomas Voigt sagt, „das kulturelle Leben in der Bergregion auf Vordermann zu bringen“. Am Samstag und Sonntag dieser Woche ist es endlich soweit: An beiden Tagen gibt es im und um den Thomasberger Franz-Unterstell-Saal ein Programm, das Voigt als „bunten Mix“ beschreibt, der alle Altersgruppen ansprechen soll.

Und weil nur wenige Kilometer weiter auf der anderen Rheinseite die Bewohner des Ahrtals unverändert mit den verheerenden Folgen des Hochwassers kämpfen, haben die Veranstalter und die auftretenden Künstler beschlossen, das ganze in eine Benefiz-Veranstaltung umzuwandeln: Die Erlöse des Wochenendes sollen den Flutopfern zugute kommen, und zwar über die Spendenaktion des GA-Weihnachtslichts. „Die Idee zu diesem Schritt kam uns in der Urlaubszeit“, sagt Comedian Markus Maria Profitlich, einer der Initiatoren der Theatertage, und zugleich einer ihrer Hauptdarsteller.

Denn gleich zweimal geht Profitlich am Samstag mit seinem Programm „Das Beste aus 35 Jahren. Die Jubiläumstour von Mensch Markus“ auf die Bühne – voller Einsatz, wie man es von ihm gewohnt ist. „Wir wollen das Haus zum Rocken bringen“, kündigt Profitlich an, der zusammen mit seiner Frau Ingrid Einfeldt auftritt. Zwar haben beide das Programm in diesem Jahr schon einige Male gespielt. Aber der Auftritt im heimatlichen Siebengebirge fühle sich „fast wie eine Premiere“ an, sagt Profitlich. Die Zuschauer erwarte ein „Kessel Buntes aus 35 Jahren“, verspricht der Komiker, der vom schüchternen Witzchen bis zum derben Schenkelklopfer eine breite Humorpalette abdeckt. 

Mit Blick auf die Verheerungen an der Ahr und in den anderen Flutgebieten vergeht allerdings auch dem erfahrenen Spaßarbeiter das Lachen: „Es ist kaum in Worte zu fassen, was da passiert ist“, so Profitlich, der sich am Tag der großen Flut im Urlaub auf Mallorca befand. „Wir wissen auch, dass es mit Geld alleine nicht getan ist“, sagt sein Mitstreiter Thomas Voigt. „Die Menschen haben ja nicht nur materielle Dinge verloren, sondern auch so viele unersetzbare ideelle Dinge.“ Von dem Wochenende solle die Botschaft ausgehen: „Wir packen es zusammen“. 

Am Sonntag werden die Theatertage fortgesetzt: Das Kölner Künster:innen Theater zeigt am Nachmittag für Kinder ab vier Jahren das Stück „Rufus und die Maus an der Drehorgel“. Am frühen Abend schließt der Troisdorfer LivinGospel Choir mit seinen über 30 Sängerinnen und Sängern mit einem Open-Air-Konzert vor dem Franz-Unterstell-Saal die Theatertage ab.

„Ich hoffe, wir bekommen eine Million Euro zusammen“, sagt Markus Maria Profitlich mit einem Augenzwinkern. „An diesem Wochenende wollen wir jedenfalls den Spruch, dass das Leben weitergeht, in die Tat umsetzen.“