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Wandern und Spazierengehen in Bonn und Region: Die schönsten Strecken

Ausflüge im Frühling : Die schönsten Spazier- und Wanderwege in Bonn und der Region

Im Frühling und gerade in Zeiten des Lockdowns lassen sich Bonn und die Region perfekt zu Fuß entdecken. Wir haben die schönsten Spaziergänge und Wanderungen für den Frühling zusammengestellt.

Bonner Waldau

Beinahe auf der Türschwelle vieler Bonner befindet sich die Waldau in Bonn-Ippendorf. Mit Erholungsmöglichkeiten und dem städtischen Wildgehege gibt es dort viel zu erkunden. Auf einer Fläche von sieben Hektar sind hier in drei getrennten Gattern Wildschweine, Rotwild und Damwild zu beobachten. Im März kommen die Frischlinge zur Welt, im Mai und Juni kann der Nachwuchs bei den Hirschen bestaunt werden und im Herbst lockt die Brunft der Rothirsche und der Damhirsche.

Bonner Weg der Artenvielfalt

Seit 2008 leitet der Weg der Artenvielfalt durch den Bonner Stadtwald und ist besonders für Familien mit Kindern geeignet. Über etwas mehr als zwei Kilometer führt der Weg entlang neun Erlebnissstationen und 15 Informationstafeln. Diese werden auch von der Kinderbuchfigur „Hase Felix“ erklärt.

Der Fachwerkweg Ruppichteroth

Fachwerk-Idylle lädt zum Spazieren ein: Ausgangspunkt des Fachwerkweges ist der Burgplatz in Ruppichteroth. Der 11,5 Kilometer lange Weg führt durch kleine Dörfer, die den Blick auf die historischen Fachwerkbauten der Region freigeben. Acht Infotafeln am Wegesrand erklären anschaulich die Bauweise der Fachwerkhäuser und ihre Besonderheiten.

 Rund 12 Kilometer lang ist der Rundweg, der gutgekennzeichnet ist.
Rund 12 Kilometer lang ist der Rundweg, der gutgekennzeichnet ist. Foto: Dylan Cem Akalin

Strecke: Die Wanderung ist ein 11,5 Kilometer langer Rundweg, der durch eine weiße "22" auf rotem Grund ausgewiesen ist. Unterwegs sind moderate Steigungen zu bewältigen. Die Wanderung führt über asphaltierte verkehrsarme Straßen sowie Wiesen- und Feldwege. Der Wegecharakter ist auch für Wanderanfänger geeignet. Nach einem gut dreistündigen Weg gelangt man wieder zum Ausgangspunkt in Ruppichteroth.

Weitere Informationen, Karten und GPS-Tracks zur Tour unter www.bergisches-wanderland.de

Weg der zehn Bergaussichten

Diese Wanderstrecke eignet sich vor allem für bereits erfahrene Wanderer - aber für den Ausblick über die Hänge und Baumwipfel des Siebengebirges lohnt es sich. Sehenswürdigkeiten kommen dabei auch nicht zu kurz: Das Nachtigallental, der Petersberg und der Drachenfels gehören zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Strecke. Abseits der Aussichtspunkte und Sehenswürdigkeiten führt die Strecke durch Laubwälder und an Streuobstwiesen entlang.

Strecke: Mit einer Länge von fast 25 Kilometern führt die Route entlang verschiedener Wanderwege, die zehn Bergaussichten und mehrere Waldaussichten bieten. Vor allem kurze, steile Anstiege sind Teil dieser Wanderung. Die Wege und Ansteige sind aber gut begehbar und größtenteils befestigt, sodass sie auch im spontanen Frühlingsregen Halt bieten.

Der Weg ist nicht ausgeschildert. Wanderer müssen daher eine Karte oder den Download des Weges bei sich haben. Beides gibt es hier.

Kappesweg

Kappes ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für den Weißkohl und Weißkohl ist Basis für Sauerkraut, die wohl bekannteste Gemüsebeilage Deutschlands. Auf dem Kappesweg zwischen Brühl und Hersel gibt es aber mehr als nur Kohl für Wanderer und Rafahrer. Wer in Brühl beginnt, kann beispielsweise dem kurfürstlichen Schlossgarten noch einen Besuch abstatten. Auf dem Kappesweg gibt es je nach Jahreszeit die rheinische Landwirtschaft in ihren verschiedenen Facetten zu erleben und zu genießen - sei es auf der gesamten Strecke oder einzelnen Etappen, zu Fuß oder mit dem Fahrrad.

Strecke: Der Weg zwischen Brühl und Hersel ist rund 25 Kilometer lang. Die Strecke ist durchgehend asphaltiert. Im Verlauf der Tour sind verschiedene Kreis- und Landesstraßen zu kreuzen, gelegentlich muss auch an großen Straßen auf Fußwegen entlang gelaufen werden. In einem Teilstück (Unterführung der Autobahn 555) gibt es keinen Fußweg.

Eine interaktive Karte mit weiteren Informationen und Freizeitangeboten gibt es auf www.naturpark-rheinland.de.

Der Rotweinwanderweg

Die Topografie des Rotweinwanderwegs ist so vielfältig, dass sie die unterschiedlichen Ansprüche von Wanderern mühelos bedienen kann. Seit mehr als 30 Jahren zählt er zu den beliebtesten Ausflugszielen in Deutschland. Das Ahrgebiet hat eine sehr wechselhafte politische Entwicklung hinter sich. Hiervon zeugen noch heute jede Menge Burgruinen sowie auch alte Stadtmauern. Und wie der Name des Weges schon sagt, erblicken die Wanderer zahlreiche Weinberge und deren ganz eigene Natur-Romantik.

 Ein schöner Spaziergang führt durch die Weinberge Oberdollendorfs.
Ein schöner Spaziergang führt durch die Weinberge Oberdollendorfs. Foto: Frank Homann

Strecke: Es gibt insegsamt fünf Wanderrouten, die von Bad Bodendorf nach Ahrweiler, Dernau, Rech, Mayschoß und Altenahr führen. Insgesamt hat der Rotweinwanderweg eine Länge von circa 35 Kilometern. Weitere Informationen gibt es unter www.rotweinwanderweg.de.

Eifelleiter

Wer gleich ein verlängertes Wochenende mit Wandern verbringen will, der ist mit der Eifelleiter bestens beraten. Mit mehr als 53 Kilometern ist diese Wanderstrecke eine der längsten und kann in drei Etappen unterteilt werden. Die Waldpassagen laden ein, schweigend und achtsam die Natur wahrzunehmen und einfach mal die Seele baumeln zu lassen. Entspannung bieten auch die Aussichtspunkte und Naturerlebnisse wie der Vulkanismus, der feurige Ursprung der Eifel.

Strecke: Der Wanderweg beginnt im Rheintal, führt durch das Brohtal und endet in Adenau. Die erste Etappe beginnt in Bad Breisig und führt über beinahe 16 Kilometer bis nach Niederzissen. Auf dem Weg dorthin sammeln Wanderer imposante Ausblicke auf den Rhein und die Eifel. Von Niederzissen aus geht es weiter nach Spessart und von hier aus auf die Hohe Acht. Die letzte Station ist Adenau. Weitere Informationen gibt es unter www.eifelleiter.de.

Oberdollendorf und seine Weinberge

Vorbei an Weinbergen, Streuobstwiesen und durch Laubwälder hindurch ist der Wanderweg in Oberdollendorf ein Erlebnis. Vom Kloster Heisterbach geht es los, vorbei an den Rebflächen mit den Lagen Laurentiusberg, Rosenhügel und Sülzenberg. Der Aussichtspunkt Hülle bietet einen herrlichen Blick ins Rheintal. Auf einem Weinlehrpfad wandert man durch die Weinberge von Oberdollendorf. Der Weg führt zudem zum Rheinsteig und schließlich wieder an das Kloster Heisterbach.

Strecke: Mit unter zehn Kilometern ist der Weg wesentlich kürzer und auch für Anfänger geeignet. Viele der Wege sind gut befestigt und durch die Weinberge teilweise auch geteert. Der Anstieg durch das Mühlental sollte ebenfalls leicht zu bewältigen sein. Weitere Informationen zur Strecke gibt es hier.

(ga)