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Zweithöchste Warnstufe: Große Lawinengefahr in den Alpen

Zweithöchste Warnstufe : Große Lawinengefahr in den Alpen

Die Lawinengefahr im Alpenraum wächst. Auch in Bayern gilt inzwischen die zweithöchste Warnstufe. Viele Wanderwege und Ausflugsorte wurden inzwischen gesperrt.

In weiten Teilen der bayerischen Alpen ist die Lawinengefahr inzwischen auf die zweithöchste Warnstufe gestiegen. Die Experten schätzen die Gefahr inzwischen in den Allgäuer, Ammergauer und Werdenfelser Alpen durchgängig in sämtlichen Höhenlagen als groß ein, ebenso in den Bayerischen Voralpen ab 1500 Metern.

Im östlichen Alpenraum ist sie in diesen höheren Lagen erheblich. „Die Situation bleibt angespannt“, betonte der Lawinenwarndienst Bayern. Schon am Donnerstag (14. Januar) wurden viele Lawinenabgänge gemeldet.

Bei Lenggries in den Voralpen südlich von München ereignete sich auch bereits ein Lawinenunfall, bei dem zwei Menschen teilweise verschüttet worden sind. Sie wurden im Aufstieg zum Brauneck auf etwa 1350 Metern von einer Lawine mittlerer Größe erfasst. „Der Neuschnee der letzten Tage löste sich im stark mit Triebschnee eingefrachteten Gipfelhang des Braunecks“, schilderte der Lawinenwarndienst. Die Beteiligten konnten sich am Donnerstag zum Glück unverletzt selbst aus dem Schnee befreien.

Wegen der erhöhten Lawinengefahr sperrten Ausflugsorte zahlreiche Wanderwege. In Garmisch-Partenkirchen sind nach Angaben der Gemeinde „mindestens über das Wochenende“ sämtliche Berg- und Wanderwege gesperrt, in Oberstdorf im Allgäu dürfen Wanderer und Skitourengeher zahlreiche Routen ebenfalls nicht benutzen. In Schwangau im Ostallgäu ist zudem unter anderem der Weg zur Marienbrücke nahe Schloss Neuschwanstein gesperrt.

Lawinenlagebericht

© dpa-infocom, dpa:210115-99-43072/2

(dpa)