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Deutschlands teurer Nachbar: Spartipps für den Schweiz-Urlaub

Deutschlands teurer Nachbar : Spartipps für den Schweiz-Urlaub

Corona-Auszeit gefällig? Die Schweiz liegt praktisch um die Ecke und lockt auch während Corona. Wäre da nicht das hohe Preisniveau. Mit den folgenden Insider-Tipps lässt sich viel Geld sparen.

Das Glück liegt so nah: Urlaub in der idyllischen Schweiz ist für Reisende aus Deutschland trotz Pandemie oft ohne größere Auflagen möglich. Doch ist die Schweiz nicht extrem teuer? Durchaus. Wer den Urlaub richtig plant, kann aber viel Geld sparen. Mit diesen acht Tipps wird das Reisebudget geschont:

1. Die richtige Region wählen

Vier-Sterne-Hotel in der Züricher City oder per Bahn hinauf auf das Jungfraujoch? Da sollte das Portemonnaie gut gefüllt sein. Ländliche Regionen in Graubünden und im Wallis - ausgenommen mondäne Orte wie St. Moritz - sind günstiger als die Städte. Auch dünn besiedelte Regionen in der Westschweiz sind vergleichsweise günstig.

2. Die klassische Hotellerie meiden

Gerade für Familien sind Ferienwohnungen und Ferienhäuser eine günstige Option. Wer eine kleinkindgerechte Infrastruktur möchte, ist mit Feriendörfern der Schweizer Reisekasse (Reka) gut bedient. Die Unterkünfte der Genossenschaft liegen in attraktiven Lagen. Hallenbad, Kinderbetreuung und Kinderbettchen sind inklusive.

Zudem gibt es günstige Jugendherbergen in schönen Lagen. Der deutsche Jugendherbergsausweis gilt auch in der Schweiz und spart Geld. Empfehlenswert ist auch Bed and Breakfast .

3. Öffentliche Verkehrsmittel nutzen

In Ballungszentren darf die Unterkunft auch in der Peripherie liegen, denn die Schweiz verfügt über einen hervorragenden ÖV. Es lohnt sich, jeden zweiten Tag 10 oder 15 Franken (9 bis 13,60 Euro) in Tram oder Bus plus etwas Reisezeit zu investieren, wenn sich durch die Lage der Herberge täglich 50 Franken (45 Euro) oder mehr sparen lassen.

Übrigens: Bei An- und Abreise per Bahn bekommen Reisende auch 25 Prozent Bahncard-Rabatt für die Schweiz-Strecke, wenn sie das Ticket in Deutschland kaufen.

4. Restaurants meiden und selbst versorgen

Wer länger als für einen Kurztrip in die Schweiz fährt, spart mit Selbstversorgung viel Geld. Typische Schweizer Detailhändler - so heißt der Einzelhandel in der Schweiz - sind Coop und Migros. Sie verfügen über günstige Eigenmarken wie „Qualité&Prix“ (Coop) und „M-Budget“ (Migros). Die größeren Häuser bieten günstige Mittagessen um die zwölf Franken an. Denner ist der führende Schweizer Discounter, auch Aldi und Lidl sind in der Schweiz präsent.

5. Antisaisonal reisen

Ein preisgünstiger Reisemonat für Nicht-Ski-Fahrer ist der November. Die Skigebiete sind dann noch zu, aber in südlichen Schweizer Gefilden wie im Tessin oder Wallis ist das Wetter durchaus sonnig. Viele Skiorte bieten im Sommer zudem mit Buchung der Unterkunft die Bergbahnen inklusive an - perfekt für Wanderer.

Da sich die kantonal geregelten Ferientermine in der Schweiz von denen deutscher Bundesländer teils deutlich unterscheiden, kann man in der Nebensaison günstig buchen.

6. Trinkbrunnen nutzen

Schweizer Großstädte, aber auch kleinere Ortschaften verfügen über ein dichtes Netz an Brunnen, deren Wasser man trinken kann. Allein in Zürich gibt es über 1200. Im Restaurant kostet ein Mineralwasser - egal ob „still“ oder mit „Blöterli“ (Kohlensäure) - ab etwa vier Franken (rund 3,60 Euro). Im Supermarkt gibt es die Halb-Liter-Flasche Eigenmarke ab 60 Rappen (55 Cent).

7. Gratis Eintritt in Museen

Basel ist die Museumshauptstadt der Schweiz. Dort und in anderen Städten öffnen zahlreiche Häuser am ersten Sonntag des Monats ihre Pforten gratis. Dazu zählen das Kunstmuseum , das Historische Museum Basel , das familientaugliche Museum der Kulturen und das Naturhistorisches Museum mit riesigem T-Rex. Im Kunstmuseum gibt es zusätzlich während der Woche von Dienstag bis Freitag für die letzte Öffnungsstunde von 17.00 bis 18.00 Uhr freien Eintritt.

Außerhalb Basels gibt es viele weitere sehenswerte Museen. Das Archäologiemuseum Laténium in Hautrive am Neuenburgersee etwa ist am ersten Sonntag gratis. Das Fotomuseum Winterthur ist mittwochs zwischen 17.00 und 20.00 Uhr gratis. Reisende informieren sich über solche Angebote am besten auf der jeweiligen Website.

8. Gratisfreibäder und -badestellen an Seen

In der Schweizer Hauptstadt Bern sind alle Freibäder bis auf eines gratis. Drei der Gratisbäder haben neben Schwimmbecken auch Zugang zur Aare. Das Marzili liegt idyllisch und zentral mit Blick auf das Bundeshaus. Und wer nicht zufällig in Bern ist? Fast alle Schweizer Badeseen verfügen über frei zugängliche Badeplätze, viele davon mit gratis Toiletten, teilweise auch Duschen und Grillplätzen.

BAG-Liste der Risikogebiete

Schweizer Reka

Schweizer Jugendherbergen

Bed and Breakfast in der Schweiz

Kunstmuseum Basel

Historisches Kunstmuseum Basel

Museum der Kulturen Basel

Naturhistorisches Museum Basel

Archäologiemuseum Laténium

Fotomuseum Winterthur

Freibäder in Bern

© dpa-infocom, dpa:210412-99-175551/2