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GA-Sommergarten: Blues gegen das Grau am Himmel

GA-Sommergarten : Blues gegen das Grau am Himmel

Anne Haigis und Ina Boo begeistern 600 Besucher auf dem Dach der Bundeskunsthalle. Mischung aus englischen und deutschen Titeln kommt an.

Wolken können Anne Haigis nicht schrecken. Einfach ignorieren. Oder wegsingen. Diese Kombination hat zumindest beim Auftritt der Bluesröhre beim GA-Sommergarten am Sonntag tadellos funktioniert: Immer wieder brach die Sonne durch das Grau.

Haigis und ihre Bühnenpartnerin Ina Boo begeisterten 600 Besucher auf dem Dach der Bundeskunsthalle. Sie genossen die Mischung aus Blues, Folk und Rock sichtlich. Kein Wunder, bei dem kraftvollen Harmonie-Gesang, den das Duo sich inzwischen angeeignet hat.

Die klare Stimme von Gitarrenvirtuosin Boo umschmeichelte und ergänzte das kraftvolle, whiskeyraue Organ des schwäbischen Lockenkopfs, als hätte sie nie etwas anderes getan. Sie drängte sich dabei nie auf, sondern bot vielmehr eine Basis, von der aus Haigis Vollgas geben konnte.

Pech: Erst fehlte ein Kopfhörer, dann ein Kapodaster, mitunter auch der Ablauf eines Intros. Doch nichts davon konnte die gute Laune vertreiben, die sich automatisch einstellte, zumal gleich zu Beginn ein paar echte Klassiker auf dem Programm standen.

„Kind der Sterne“ zum Beispiel, das Wolf Maahn mal für Anne Haigis geschrieben hatte, oder „Papa“, jenes Lied, das sie gewissermaßen von Trude Herr geerbt hat. Dazwischen viele englische Titel, darunter „Bed of Roses“ und das längst legendäre Stück „Tom Traubert's Blues“, das kaum jemand so eindringlich, kratzig und kantig darbieten kann wie die Wahl-Beuelerin Haigis.

Somit war auf dem Dach der Bundeskunsthalle alles in bester Ordnung, zumal Bitburger und das Restaurant Speisesaal für die Verpflegung sorgten. Schade war nur, dass nicht alle Interessierten auch nach oben durften, da in dieser Saison aus statischen Gründen das Besucherlimit bei 600 Gästen liegt.

Der nächste GA-Sommergarten kommt bald: Am 3. Juli steht das Duo Simon & Simon auf dem Programm, das von 11.30 Uhr bis 14.30 Uhr für Stimmung sorgen wird. Der Eintritt ist frei. Für gehbehinderte Besucher steht im Inneren der Bundeskunsthalle ein Aufzug zur Verfügung.