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GA-Torfieber: Mit Ballschussmaschine und Drohne

GA-Torfieber : Mit Ballschussmaschine und Drohne

Zwölf E- und F-Junioren-Keeper trainierten zwei Tage in der Torwartschule Rhein-Sieg. Die jungen Nachwuchstorhüter waren mit Feuereifer bei der Sache.

Für einen kurzen Moment ist Manuel abgelenkt. Was nur fliegt und summt da über ihm? Der Blick des Fußball-Nachwuchstorhüters vom 1. FC Spich richtet sich für einen Sekundenbruchteil nach oben, da rauscht auch schon der Ball an ihm vorbei ins Netz.

Für Uwe Tecsi, den früheren Oberliga-Torhüter des Bonner SC und Siegburger SV 04 und jetzigen Vorsitzenden der Torwartschule Rhein-Sieg, ist das kein Problem. „Wir haben zum ersten Mal bei einem unserer Camps eine Drohne eingesetzt, die den Bewegungsablauf des Torhüters von oben filmt“, sagt er nicht ohne Stolz. „Das ist bei allen sehr gut angekommen. Wir werden aus den Aufnahmen auch noch einen kleinen Film zusammenschneiden.“

Tecsi sowie seine Mitstreiter Christian Eich, Carsten Seidel, Sebastian Klein, Felix Hügel und Simon Bäumer kümmern sich zwei Tage lang auf der Sportanlage des SV Menden ebenso fürsorglich wie engagiert um insgesamt 16 E- und F-Junioren-Schlussleute, die großen Ehrgeiz an den Tag legen und sich weiterentwickeln wollen. Zwölf von ihnen haben ihren Platz beim diesjährigen großen Torfieber-Turnier des General-Anzeigers gewonnen und sind mit Feuereifer bei der Sache. „Vier weitere Keeper, die auch eingeladen waren, konnten leider nicht“, bedauert Tecsi, der jedoch keine Probleme hatte, das Teilnehmerfeld aufzufüllen.

Auf dem Programm stehen insgesamt drei jeweils zweistündige Übungseinheiten, die ganz speziell auf die kommenden Manuel Neuers zugeschnitten sind. „Größere Vereine haben ja oft selbst ausgebildete Torwarttrainer, aber gerade bei den kleineren Clubs ist das nicht so. Da kommen die Übungsprogramme für die Torleute oft zu kurz“, sagt Tecsi, der diese Lücke schließen will. Kein Wunder, dass die Camps, die normalerweise an den letzten Wochenenden vor den Sommer- und Herbstferien stattfinden, stets ziemlich gut gebucht sind. Wann gibt's für die Youngster schon mal Tipps von erfahrenen Torhütern, die selbst teilweise hochklassig gespielt haben?

„Die Begeisterung bei den Jungs und Mädchen ist unglaublich groß – auch diesmal“, resümiert Tecsi. „Viele von ihnen haben zuvor noch nie so ein Trainingsprogramm absolviert. Hinterher sind sie total erschöpft, aber glücklich. Sie merken gar nicht, was sie in diesen zwei Stunden geleistet haben.“

Das liegt nicht zuletzt an den mannigfachen Spielformen, die angeboten werden. Ob Reaktionsschnelligkeit an der Rückprallwand oder ein Airbody zum Simulieren des Gegners, ob Fallschule zur Schulung der Technik oder Fußballtennis zur Verbesserung des Ballgefühls – für Abwechslung ist wahrlich gesorgt.

Ein Übriges zum Erfolg des Camps tut die Ballschussmaschine dazu, die bei den Jung-Keepern auf große Resonanz stößt. Sie hechten, sie fliegen, sie springen, sie hüpfen, sie unternehmen alles, um die von der Maschine geschossenen Bälle irgendwie unschädlich zu machen. „In der ersten Einheit beschränken wir uns auf flache Bälle, in der zweiten kommen die Bälle halbhoch, und in der dritten Einheit mischen wir“, erklärt Tecsi, der den GA-Torfieber-Nachwuchs ausdrücklich lobt: „Alle sind sehr aufmerksam und konzentriert und helfen sogar beim Auf- und Abbauen.“ Und im Nachgang stellt er fest: „Da waren wirklich einige dabei, die viel Talent haben.“ Auch in fußballerischer Hinsicht, was das seit Manuel Neuer propagierte „Mitspielen“ angehe, hätten die Kids überzeugt.