Mädchenmorde in Indien

Frauen gelten als eine finanzielle Belastung - Artikel des Bad Godesberger Amos-Comenius-Gymnasiums, Klasse 8c

Bad Godesberg. In Indien werden nach Angaben von amnesty international jährlich 7 000 Mädchen schon kurz nach der Geburt umgebracht und die Dunkelziffer ist schätzungsweise drei- bis viermal höher. Der Grund für die vielen Mädchenmorde ist die Mitgift.

Bei der Heirat in Indien muss die Familie der Braut dem Bräutigam eine Mitgift zahlen. Diese ist oft so hoch, dass sie das Jahresgehalt der Familie übersteigt. Die Mitgift ist zwar gesetzlich verboten, findet aber weiterhin statt. Wegen der hohen finanziellen Belastung der Familien, welche die Mitgift zahlen müssen, bringen die Eltern ihre Mädchen oft schon kurz nach der Geburt um oder treiben ab. Auf 100 abgetriebene Jungen kommen nach Angaben von Entwicklungspolitik online 6 900 abgetriebene Mädchen.

Dazu kommen noch die "Schwiegertochtermorde", denn die Familie des Bräutigams möchte oft, dass dieser zweimal heiratet, damit er auch zweimal die Mitgift ausgezahlt bekommt. Die Schwiegertochter wird umgebracht und alles wird als Unfall getarnt. Doch es werden Hilfsgruppen ins Leben gerufen wie die Andheri-Hilfe. Dank ihr wurde in 35 Dörfern um Madurai seit drei Jahren kein Mädchen mehr getötet.

Amos-Comenius-Gymnasium, Klasse 8c