Katholischer Verein für Soziale Dienste Großes Interesse an Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung

BAD NEUENAHR-AHRWEILER · Was passiert, wenn man irgendwann nicht mehr selbst für sich zu entscheiden vermag, interessierte rund 60 Zuhörer in der Kreisstadt. Sie waren zu einer Infoveranstaltung des Katholischen Vereins für Soziale Dienste für den Landkreis Ahrweiler (SKFM) in die Familienbildungsstätte gekommen, um Antwort auf die Frage zu erhalten: "Wie kann ich Vorsorge für den Fall treffen, wenn ich meine Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln kann?".

Antworten gaben Eckehardt Louen und Ralph Seeger vom SKFM, die sich der Patientenverfügung, der Vorsorgevollmacht und der Betreuungsverfügung widmeten. "Bestimmen dann andere, womöglich fremde Menschen, über mich?", führte Seeger die im Raum stehende Frage fort.

Seeger stellte Möglichkeiten der Vorsorge vor, sprach über rechtliche Grundlagen und gab praktische Tipps zum Erstellen einer Patientenverfügung, während Louen die medizinischen Grundlagen einer Patientenverfügung in den Blick nahm. Etwa reiche die undifferenzierte Formulierung, "an keine Maschine zu wollen", in einer Patientenverfügung nicht aus, sagte Louen.

Auch dürfen Angehörige nicht in einen moralischen Konflikt geraten. Deshalb ist es laut Seeger notwendig, über die Behandlungswünsche auch mit Angehörigen, Freunden und den möglichen Bevollmächtigten zu reden: "Damit der Bevollmächtigte die Entscheidung des Verfügenden mit gutem Gewissen vertreten kann, sollte er wissen, aus welchen Gründen eine Behandlung im Rahmen des Sterbeprozesses abgebrochen oder beendet werden soll."

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