Musik, Theater, Kabarett: Kulturverein Mittelahr zieht positive Bilanz

Musik, Theater, Kabarett : Kulturverein Mittelahr zieht positive Bilanz

Der Kulturverein Mittelahr hat bei der Jahreshauptversammlung eine positive Bilanz gezogen. Attraktive Angebote gibt es selbst in den Dörfern.

Mit Musik, Theater, Kabarett, Kunstausstellungen und künstlerischen Wettbewerben bringt der Kulturverein Mittelahr attraktive Angebote in die Dörfer der Verbandsgemeinde Altenahr. In ihrem Bericht für das Jahr 2017 führte die Vorsitzende, Angelika Furth, bei der Mitgliederversammlung nahezu zwei Dutzend Veranstaltungen aus unterschiedlichen kulturellen Bereichen an. Ein Schwerpunkt sind die Ausstellungen in Foyer und Treppenhaus des Altenahrer Rathauses.

Eröffnet wurde der Reigen dieser Ausstellungen mit Karikaturen zum Thema „70 Jahre Rheinland-Pfalz“. Es folgten Kunstausstellungen von Annette Hoss (3D Fotografie), Elisabeth Wankerl (Textilkunst), Annette Marx (Collagen) und Hans-Jürgen Vollrath (Fotografie).

Der Fotoclub Bad Neuenahr präsentierte sich in einer Gemeinschaftsausstellung, zur 20-Jahr-Feier der Partnerschaft mit dem ungarischen Mártély gab’s eine eigene Ausstellung, und das 25-jährigen Bestehen des Kulturvereins wurde mit einer Ausstellung im Rathaus und einem Kulturwochenende im Gemeindehaus Kesseling gefeiert. Mit dabei waren die Drehbuchautorin Marie Reiners (Mord mit Aussicht) und die Kabarettistin Brigitte Fulgraff, die Chronik des Kulturvereins wurde vorgestellt, und der Gitarrist Tristan Angenendt war zu hören.

Im Maternus-Stift zeigten Kinder aus der Vischeltalschule ihre Stilleben. In Ahrbrück gestaltete der Künstler Wolfgang Kutzner mit Jugendlichen Wandbilder. Bestens besucht war das Figurentheater in der Woche der Kinderrechte in Ahrbrück.

"Ahrrock" hat sich guten Ruf erarbeitet

Einen guten Ruf weit über die Verbandsgemeinde hinaus hat sich das Konzert „Ahrrock“ für junge Bands verschafft, das jedes Jahr beim Winzerverein Altenahr stattfindet. Großen Erfolg hatte das Jazz-Konzert im Gemeindehaus Dernau mit „The International Trio“. Kurt-Ludwig Forg war in der Pützfelder Kapelle zu hören, wo auch das Mainzer Kammerorchester aufgetreten war. Zum Gedenken an 500 Jahre Reformation hatte in Ahrbrück eine historische Wanderung mit anschließendem Bach-Konzert stattgefunden. Furth bedauerte die geringe Resonanz.

Gut besucht war dagegen der Kabarett-Abend im Ratssaal mit Eva Eiselt, „Vielleicht wird alles vielleichter“. Da das Jahr 2018 sich seinem Ende zuneigt, rief die Vorsitzende auch Veranstaltungen aus diesem Jahr in Erinnerung. Als „grandios“ bewertete sie die Generalprobe der Deutschen Streicherphilharmonie in Dernau.

Ausstellungen im Rathaus mit eigenen Arbeiten und Exponaten von Ingrid Gahl, gefolgt von einer Kita-Ausstellung hatten Aufmerksamkeit gefunden. Ahrrock war wieder ein Erfolg, viele auswärtige Besucher kamen zum Jazz mit dem International Trio nach Dernau, weniger gut besucht waren das Orgelkonzert sowie das Meisterkonzert mit Solisten des Mainzer Kammerorchesters in der Pützfelder Kapelle.

Als gute Werbung für den Ahrsteig bezeichnete die Vorsitzende die Wanderausstellung „Rechts und links des Ahrsteigs“ im Rathaus. Vorträge, Lesungen und weitere Ausstellungen rundeten das Programm ab. Als erfreulich bezeichnete Furth die Resonanz auf die Gedenkveranstaltung zum 80. Jahrestag der Pogromnacht zusammen mit der Mittelahrinitiative gegen rechte Gewalt (der GA berichtete).

Zum Jahresende dürfen sich Kunst- und Heimatfreunde auf eine Ausstellung mit Fotografien, Gemälden, Drucken von Matthias Bertram und Bernd Schreiner im Rathaus unter dem Titel „Die Landschaft der Ahr“ freuen (7.12. 2018 bis 27.1.2019). Und im kommenden Jahr geht es weiter mit dem vielseitigen Programm. Verbandsbürgermeister Achim Haag dankte dem Vorstand für die ehrenamtliche Arbeit: „Sie verbinden die Ortsgemeinden und die Menschen, bitte machen sie weiter.“