Kommentar zur Aufarbeitung der Flutkatastrophe an der Ahr Allein gelassen

Meinung | Bonn · Es ist viel fürchterlich falsch gelaufen in jener verhängnisvollen Julinacht an der Ahr. Das zeigen die Ermittlungen zur Flutkatastrophe mit 134 Toten immer deutlicher. An Warnungen, weiß unser Autor, hatte es dabei nicht gefehlt.

 Oktober 2021 an der Ahr: Ein Bild der Zerstörung in Dernau nach der Flut.

Oktober 2021 an der Ahr: Ein Bild der Zerstörung in Dernau nach der Flut.

Foto: dpa/Boris Roessler

134 Menschen sind in der verheerenden Flutnacht an der Ahr gestorben. Viele mehr hätten es sein können, wenn Hunderte oder gar Tausende Feuerwehrleute vor Ort nicht so Unglaubliches geleistet hätten. Das wird deutlich, wenn Wehrführer, Orts- und Verbandsbürgermeister sowie andere Verantwortliche in diesen Wochen in den Sitzungen des Untersuchungsausschusses zur Flutkatastrophe in Mainz über die dramatischen Stunden des 14. und 15. Juli berichten. Die Helfer haben Menschen aus lebensbedrohlichen Lagen gerettet, aber auch „nur“ Evakuierungen durchgeführt. Auch das hat Menschen vor Schaden bewahrt.