Kommentar zur Bau-Politik in Bund und Land Ampel muss Hausaufgaben machen

Düsseldorf · Bund und Länder versündigen sich: Mit Steuern, Abgaben und absurden Vorschriften machen sie Bauen kompliziert und teuer. Bauen ist zum Hochrisiko-Geschäft geworden, wie die vielen Pleiten in der Branche zeigen.

Der Wohnungsbau ist eingebrochen, das von der Ampel ausgegebene Ziel von 400.000 Wohnungen pro Jahr wurde mit kümmerlichen 270.000 deutlich verfehlt, sagt unsere Autorin.

Der Wohnungsbau ist eingebrochen, das von der Ampel ausgegebene Ziel von 400.000 Wohnungen pro Jahr wurde mit kümmerlichen 270.000 deutlich verfehlt, sagt unsere Autorin.

Foto: dpa/Monika Skolimowska

Wohnen ist die neue soziale Frage: Wenn Familien und Studierende sich das Leben in Metropolen nicht mehr leisten können, wenn ein Wohnungswechsel zum Armutsrisiko wird, dann läuft etwas falsch und ist politisch gefährlich dazu. Wer sich um das Dach über dem Kopf sorgt, verliert das Vertrauen in die Demokratie und wird anfällig für extreme Parteien. Vor dem Hintergrund haben die Immobilienweisen der Bundesregierung, aber auch den Ländern ein vernichtendes Zeugnis ausgestellt: Der Wohnungsbau ist eingebrochen, das von der Ampel ausgegebene Ziel von 400.000 Wohnungen pro Jahr wurde mit kümmerlichen 270.000 deutlich verfehlt. Bis 2027 werden 830.000 Wohnungen fehlen. Gewiss: Ein Grund ist der rasche Anstieg der Zinsen, dafür kann die Politik nichts. Dies war eine notwendige Maßnahme der Europäischen Zentralbank zur Bekämpfung der Inflation.