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Kommentar zu den Römer-Thermen: Bad Breisiger Paukenschläge

Kommentar zu den Römer-Thermen : Bad Breisiger Paukenschläge

Was nun, Bad Breisig? Das zukunftsweisende Vorhaben der Römer-Themen-Sanierung will die Stadt auf Eis legen. Er wendet sich hilfesuchend nach Mainz. Doch was geschieht, wenn Landeschefin Malu Dreyer nicht so reagiert wie erhofft? Ein Kommentar.

Es sind gleich mehrere Paukenschläge, die der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bad Breisig, Bernd Weidenbach, da losgelassen hat: Die hochdefizitären Römer-Thermen sollen privatisiert werden, man verhandelt mit Badbetreiber Monte Mare aus Rengsdorf. Damit nicht genug: Mit der dringenden technischen Sanierung des Wellnesstempels, der jährlich mit fast einer Million Euro Steuergeldern gestützt werden muss, wird nicht in diesen Wochen begonnen, obwohl ein bereits gewährter Zuschuss in Höhe von einer Million Euro dies zur Auflage macht. Vielmehr wird das zukunftsweisende Vorhaben komplett auf Eis gelegt. Was nun?

Solange es keinerlei weitergehende Hilfe in Millionenhöhe vom Land gibt, will Bad Breisig plötzlich die Finger von dem für die Stadt so wichtigen Projekt lassen. Ein Alarm-Brief an Ministerpräsidentin Dreyer kann das Land als Zuschussgeber zwar für die Nöte der Stadt sensibilisieren. Jedoch wird leider nicht mitgeteilt, welche Finanzmittel überhaupt erforderlich sind, um das Bad zu retten. Der Hinweis, man wolle sich die Mühe einer Kostenaufstellung erst dann machen, wenn Hilfe in Aussicht sei, könnte sich als unzulänglich erweisen.

Außerdem: Was passiert, wenn Malu Dreyer nicht so reagiert wie erhofft? Schließt Bad Breisig dann das Bad? Verzichtet die Stadt dann auf die bereits gewährte Million?

Zu Risiken und Nebenwirkungen kann die Stadt Frau Ministerpräsidentin oder einen der zuständigen Minister fragen.