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Kommentar: Banker-Boni - Ein Sieb als Deckel

Kommentar : Banker-Boni - Ein Sieb als Deckel

Millionenboni für Bankmanager werden in der Europäischen Union künftig gedeckelt. Ein löcheriger Deckel. Die Diskussion um ausufernde Managergehälter wird so nicht beendet. Denn das Festgehalt von Bankern ist kein geeigneter Maßstab für die Berechnung ihrer Boni. Und nur die Banker zu packen, genügt auch nicht.

Worum geht es? Im Grunde doch darum, dass viele Menschen das Gefühl haben, die Millionenbezüge der Manager verletzten eine Verhältnismäßigkeit. Solche Summen seien ungerechtfertigt. Dabei spielt es eigentlich keine Rolle, ob die Millionen als Fixgehalt oder Bonus kassiert werden. Entscheidend ist doch ein ganz anderer Vergleich: Und was verdiene ich? Wie viel mal mehr als ein normaler Bankangestellter sollte ein Vorstand kassieren dürfen, wie viel mal mehr als ein durchschnittlicher VW-Arbeiter der Volkswagen-Boss? Darf es denn sein, dass Mitarbeiter entlassen werden, und die Bezüge des Managements steigen, weil der Gewinn damit verbessert wird? Das sind doch die Fragen, um die es geht. Sie bleiben nach wie vor unbeantwortet.