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Kommentar zur Entschärfung der Fliegerbombe: Besonnen und professionell

Kommentar zur Entschärfung der Fliegerbombe : Besonnen und professionell

Einsatzkräfte haben in Bonn mehr als 200 Patienten verlegt und mehr als 1200 Dottendorfer dazu bewegt, ihre Häuser zu verlassen. Sie handelten durchweg besonnen und professionell und haben dafür großes Lob verdient, kommentiert unsere Autorin.

Kein leichtes Unterfangen, in Zeiten wie diesen auch noch eine Evakuierung größeren Ausmaßes durchzuführen. Doch trotz erschwerter Bedingungen können die Mitarbeiter der Unikliniken, der Polizei, des städtischen Ordnungsamtes, der Feuerwehr und die vielen freiwilligen Einsatzkräfte von Bonner Hilfsorganisationen sich kräftig auf die Schulter klopfen: Sie alle haben großes Lob verdient.

In der Haut dieser Helfer wollte wohl niemand in den vergangenen  Stunden gesteckt haben. Denn es galt mehr als 200 Patienten, darunter viele schwerkranke Menschen,  im Uniklinikum in andere Betten zu verlegen und mehr als 1200 Bürger in dem gefährdeten Sperrgebiet unterhalb des Venusbergs in Dottendorf zu informieren, zu bewegen, ihre Häuser und Wohnungen auf unbestimmte Zeit zu verlassen und damit natürlich auch einige Unbequemlichkeiten in Kauf zu nehmen.

Wer als Beobachter auf dem Venusberg oder in Dottendorf unterwegs war, erlebte durchweg besonnen und professionell  handelnde Einsatzkräfte. Das zeigt nicht zuletzt, dass die Bundesstadt Bonn  ganz offensichtlich für spontane Noteinsätze sehr gut aufgestellt ist.

  Auch wenn das Gros der betroffenen Dottendorfer sich offenbar mit dem Notquartier in der Gesamtschule an der Eduard-Otto-Straße nicht anfreunden konnte und andere Orte vorgezogen hatte: Die freiwilligen Helfer hatten sich alle Mühe gegeben, den Aufenthalt in der Schule so angenehm wie möglich zu gestalten. Sogar ein warmes Mittagessen wurde geboten. Und selbstredend wurde überall auf genügend Abstand geachtet und eingehalten – was den laut Presseamt etwa 100 Bürgerinnen und Bürgern, die gekommen waren,  in den weitläufigen Neubauten der Gesamtschule wohl auch nicht sonderlich schwer gefallen sein dürfte.