Kommentar zu den Beratungen von Bund und Ländern Corona-Chaos in Berlin

Meinung | Berlin · Bund und Länder haben sich am Dienstag zur Corona-Lage beraten. Beschlüsse wurden allerdings auf Donnerstag vertagt. Das ist in der aktuellen Situation ein kommunikatives Armutszeugnis.

   Olaf Scholz, SPD-Kanzlerkandidat und Bundesminister der Finanzen, kommt zum Bund·Länder Treffen zur Corona Pandemie im Bundeskanzleramt.

Olaf Scholz, SPD-Kanzlerkandidat und Bundesminister der Finanzen, kommt zum Bund·Länder Treffen zur Corona Pandemie im Bundeskanzleramt.

Foto: dpa/Kay Nietfeld

Es ist wieder einer dieser Tage in Berlin, die seit dem Beginn der Corona-Pandemie in schöner Regelmäßigkeit wiederkehrt.  Hektische Kommunikation vor allem hinter den Kulissen, virtuelle Treffen, durchgestochene Papiere. Doch in der Zeit zwischen zwei Regierungen steigert sich die Hektik noch einmal - ins Chaos. Die derzeitige Unfähigkeit der Politik, angemessen auf die dramatischen Corona-Zahlen zu reagieren, zeigt sich in der Kommunikation zu diesem Treffen besonders. Eine klassische „Ministerpräsidentenkonferenz“ sollten die Bund-Länder-Gespräche mit der geschäftsführenden Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem künftigen Kanzler (SPD) nicht sein, eher ein „Kamingespräch“, das auch zunächst keine öffentlichen Beschlüsse ergeben sollte. Wirklich? Angesichts der Lage ist allein das Ansinnen erstaunlich.