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Kommentar zu IT-Pannen bei Banken: Dringend nachbessern

Kommentar zu IT-Pannen bei Banken : Dringend nachbessern

Die IT-Pannen bei Banken häufen sich. Für die meisten Zwischenfälle sind die Geldhäuser allerdings selbst verantwortlich. Die Vorfälle zeigen, dass die Systeme dringend erneuerungsbedürftig sind, kommentiert GA-Korrespondentin Brigitte Scholtes.

Es gibt schon zu denken, dass sich die IT-Pannen bei den Banken so gehäuft haben. Bisher sind dabei die Kunden nicht zu materiellem Schaden gekommen, aber wenn man - wie bei den Sparkassen - als Kunde keinen Zugriff auf das frisch überwiesene Gehalt auf dem Konto hat, dann ist das zumindest ärgerlich. Banken sind in besonderem Maße auf das Vertrauen ihrer Kunden angewiesen. Sicherheit muss oberstes Gebot sein. Doch die Vorfälle zeigen, dass die Systeme dringend erneuerungsbedürftig sind. Denn für die erhöhten Anforderungen der Digitalisierung sind die alten Systeme noch nicht ausgelegt, da wurde in den letzten Jahren viel Flickschusterei betrieben.

Für eine grundlegende Erneuerung aber fehlt das Geld. Dennoch müssen die Banken reagieren, aber es wäre hilfreich, wenn sie das systematischer und langfristiger tun könnten. Die Aufseher werden den in jüngerer Zeit häufiger betroffenen Instituten wie den Sparkassen, der Commerzbank oder der DKB, strengere Auflagen machen und sie zu einer Änderung zwingen. Damit dürften die vorübergehend einigermaßen abgesichert sein, aber die Einschläge könnten dann eben andere Banken treffen.

Mit dem Risiko von Hackerattacken müssen aber nicht nur die Geldhäuser leben, sondern eigentlich alle Unternehmen. Für die Banken aber ist die Herausforderung besonders groß, denn ihnen sind die großen Digitalunternehmen auf den Fersen.