Kommentar zum EU-Lieferkettengesetz Vorschlag aus der Parallelwelt

Meinung | Berlin · Mag die Lieferkettenregulierung anfangs auch nervig sein, wird sie den europäischen und deutschen Unternehmen auf Dauer nützen. Die Arbeiterinnen und Arbeiter in Asien, Afrika und Lateinamerika werden dieses Angebot beantworten – mit der Qualität ihrer Produkte und einem Lächeln, meint unser Autor.

Ein Kind erntet Kartoffeln auf einem Feld in der Provinz Nangarhar. Die EU-Staaten haben das europäische Lieferkettengesetz endgültig beschlossen.

Ein Kind erntet Kartoffeln auf einem Feld in der Provinz Nangarhar. Die EU-Staaten haben das europäische Lieferkettengesetz endgültig beschlossen.

Foto: dpa/Saifurahman Safi

Martin Wansleben versteht wenig von Wirtschaft. Komisch für einen Funktionär, der als Geschäftsführer der deutschen Industrie- und Handelskammern amtiert. Er fordert, das deutsche Lieferkettengesetz auszusetzen. Und das jetzt, nachdem es gerade richtig in Kraft getreten ist, Unternehmen und Aufsichtsbehörde sich daran gewöhnen. Dem schlechten Rat Folge zu leisten, hieße, Durcheinander und Unsicherheit zu verbreiten – das Gegenteil von dem, was der Wirtschaft gefällt.