Kommentar zu den Bund-Länder-Beratungen Mit unkontrollierter Zuwanderung kann kein Staat auf Dauer leben

Meinung | Berlin · Mit unkontrollierter Zuwanderung kann kein Staat auf Dauer leben. In Deutschland bedeutete dies weiter Wasser auf die Mühlen der rechten AfD. Dabei haben schon Europa und die Staaten der Europäischen Union größte Probleme, eine einheitliche Asylpolitik zu verfolgen, meint unser Autor.

Migranten schwimmen neben ihrem umgestürzten Holzboot während einer Rettungsaktion der spanischen NGO Open Arms südlich der italienischen Insel Lampedusa im Mittelmeer.

Migranten schwimmen neben ihrem umgestürzten Holzboot während einer Rettungsaktion der spanischen NGO Open Arms südlich der italienischen Insel Lampedusa im Mittelmeer.

Foto: dpa/Francisco Seco

Wie nur künftig umgehen mit der illegalen Migration? Deutschland will ein Problem lösen, man könnte auch sagen: loswerden. Ausgerechnet am Weltflüchtlingstag haben Bund und Länder darüber beraten, wie Menschen aus anderen Weltregionen, die nach Deutschland drängen, aber womöglich keinen Anspruch nach dem Asylrecht haben, wieder zurückgeschickt, abgewiesen oder abgeschoben werden können. Auch wenn es nur ein Zufall des Terminkalenders ist, steht der Termin doch irgendwie sinnbildlich just dann auf der Tagesordnung, wenn an die 117 Millionen Menschen erinnert wird, die aktuell weltweit auf der Flucht sind. Deutschland und Europa können sich schon jetzt auf Millionen weitere Flüchtlinge einstellen, sollte Russlands Machthaber Wladimir Putin seinen Feldzug in der Ukraine – zumindest in Teilen – gewinnen.