Kommentar Fluglärm - Oben auf der Agenda

KÖLN/BONN · Viele, die in der Nähe des Köln/Bonner Flughafens wohnen, haben schon seit einigen Monaten den Eindruck: Es wird immer lauter - vor allem in der Nacht. Ob es daran liegt, dass Flugrouten nicht eingehalten werden und Piloten über dicht besiedelte Wohngebiete donnern?

Oder vielleicht daran, dass in jüngster Zeit mehr Fracht- oder Passagiermaschinen vom Airport in der Wahner Heide abheben oder dort landen? Es wird jedenfalls Zeit, dass das Thema Lärm durch den Flughafen Köln/Bonn wieder einmal ganz oben auf der politischen Agenda platziert wird.

Doch manches an dem, was Fluglärmgegner gestern in Düsseldorf vorgebracht haben, kam nicht gerade seriös herüber. Denn zuweilen wurde der Eindruck erweckt, als würden dort ausschließlich neue Erkenntnisse aus aktuellen Studien vorgestellt. Zudem sah es so aus, als wären die jüngsten Untersuchungen vom Umweltbundesamt in Auftrag gegeben worden. Diverse Ergebnisse aber sind schon mehrere Jahre alt, und Auftraggeber für die Studie in Bezug auf die Krankheitskosten waren die Fluglärmgegner selbst. Beides macht den Autor der Studie und die Auftraggeber angreifbar.

Dabei wäre es so wichtig, mit klaren, exakten und nachvollziehbaren Fakten darzustellen, dass Verkehrslärm, und hier vor allem der vom Flughafen Köln/Bonn, offenbar tatsächlich gesundheitliche Beeinträchtigungen nach sich zieht. Denn die Gesundheit der Bewohner ist ein hohes Gut - auch wenn der Airport ein Jobmotor in der und für die Region ist.

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