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Kommentar zur Straßenreinigung in Bonn: Gerechte Lösung

Kommentar zur Straßenreinigung in Bonn : Gerechte Lösung

Es ist unzumutbar, dass die Anlieger in Bonn auch die Bushaltestellen vor ihrer Tür zu reinigen haben. Dass die Kosten aus dem städtischen Haushalt bezahlt werden sollen, ist eine gutes Lösung.

Die Reinigung von Straßen und Plätzen in der Stadt sorgt schon seit eh und je immer wieder für Diskussionen. Eindeutig und unbestritten ist bisher lediglich, dass die Bürger vor ihren Häusern zu kehren und im Winter den Bürgersteig von Eis und Schnee zu befreien haben. Ganz und gar nachzuvollziehen ist aber das Unverständnis vieler Bürger darüber, dass sie als Eigentümer beziehungsweise als Anlieger bislang auch Bushaltestellen oder Parkbuchten sauber halten müssen. Deshalb ist es gut, dass die Politik sich dieses Problems endlich angenommen hat und jetzt Lösungen auf dem Tisch liegen, die für eine Gleichbehandlung sorgen sollen. Lang genug hat es gedauert.

Schließlich ist es nicht Sache der Anlieger, wenn Busfahrgäste beim Warten an den Haltestellen ihren Dreck hinterlassen oder Parkbuchten vermüllen. Es ist einfach ungerecht, dass Anlieger, die zufälligerweise vor einer Haltestelle oder Parkbucht wohnen, wildfremden Menschen hinterher putzen sollen. Eine ursprüngliche Überlegung, Bonnorange mit der Säuberung dieser Haltestellen zu beauftragen und die Kosten über höhere Gebühren den betroffenen Anliegern aufzubürden, wäre ebenso ungerecht gewesen. Deshalb kann der einzig vernünftige Vorschlag nur lauten, eine Lösung zu finden, die niemanden benachteiligt und alle gleichermaßen belastet. Die liegt nun auf dem Tisch: Bonnorange übernimmt, die Kosten werden aus dem städtischen Haushalt bestritten.

Sie sollte nun auch so umgesetzt werden, damit dieses ärgerliche Kapitel zum Thema Stadtreinigung endlich abgeschlossen werden kann.

Der Vorschlag des langjährigen und erfahrenen Stadtverordneten Georg Fenninger, dass das städtische Unternehmen Bonnorange künftig im gesamten Stadtgebiet auf allen öffentlichen Flächen – also etwa auch auch auf Friedhöfen oder öffentlichen Sportanlagen – für Sauberkeit sorgen sollte, ist richtig. Dann läge diese wichtige Aufgabe in einer Hand und der Zuständigkeitsdschungel im Stadthaus wäre endlich gelichtet.