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Kommentar zum Arbeitsmarkt in Corona-Zeiten: Kahlschlag und Chance

Kommentar zum Arbeitsmarkt in Corona-Zeiten : Kahlschlag und Chance

Nach der Krise könnte der gesamte Gesundheitssektor zu einem neuen Jobmotor werden. Für die ganze Welt. Ein Weiter-so-wie-bisher wird die Menschheit hingegen in eine neue Katastrophe stürzen, meint der Autor.

Es ist ein Kahlschlag, wie die Welt ihn möglicherweise noch nicht gesehen hat: Die Corona-Krise vernichtet zig Millionen, wenn nicht Hunderte Millionen Jobs. Oder werden es sogar noch mehr sein? Alle sind betroffen. Menschen mit vermeintlich sicheren Stellen in reichen Regionen wie Europa genauso wie Menschen in armen Zonen, in Lateinamerika, in Afrika, im südlichen Asien, die von der Hand in den Mund leben.

Das Unheil wird aber irgendwann enden. Spätestens dann müssen Staaten und Unternehmen die Weichen neu stellen. Dringend erforderlich sind massive Umschichtungen, vor allem in den öffentlichen Budgets. Deutlich höhere Investitionen in Gesundheitssysteme, in Krankenhäuser, in medizinische Ausrüstungen, in Forschung und Entwicklung sollten das Gebot sein.

Und es braucht kräftige Investitionen in den Schutz der Ärzte, der Pfleger und aller anderen Menschen, die täglich für das Wohlergehen der Patienten kämpfen. Die Systeme aller Länder zur rechtzeitigen Eindämmung tödlicher Viren müssen viel robuster, viel nachhaltiger, viel flexibler werden. Das ist eine Grundvoraussetzung dafür, dass sich ein Desaster wie die jetzige Corona-Seuche nicht wiederholt.

Es ist auch eine lohnende Investition in einen Wirtschaftszweig mit einem enormen Potenzial, aber auch mit einem riesigen Nachholbedarf. Nach der Krise könnte der gesamte Gesundheitssektor zu einem neuen Jobmotor werden. Für die ganze Welt. Ein Weiter-so-wie-bisher wird die Menschheit hingegen in eine neue Katastrophe stürzen.