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Kommentar zur Stadterweiterung in Meckenheim: Keine weitere Verzögerung

Kommentar zur Stadterweiterung in Meckenheim : Keine weitere Verzögerung

Lange stockten die Gespräche zwischen der Deutschen Bahn, dem Landesbetrieb Straßen NRW und der Stadt Meckenheim bezüglich des Großprojekts Umgehungsstraße, was insbesondere an der Bahn lag. Dass die Bahn die gesetzten Zeitpläne jetzt auch einhalten muss, findet GA-Redakteur Mario Quadt.

Seit dem Jahr 2008 verhandeln die Stadt Meckenheim und die Deutschen Bahn – mal mehr, mal weniger intensiv. Da geht es für die Apfelstadt um viel mehr als um zwei Bahnübergänge. Senken sich die Schranken am Baumschulenweg und an der Kalkofenstraße – und verharren minutenlang in der Wagerechten – bilden sich als Folge lange Staus. Ein Problem sind nicht nur die Dauerstaus, sondern auch all jene Verkehrsteilnehmer, die versuchen, ihn auf Um- und Schleichwegen durch das Zentrum zu umfahren.

Auch wenn dringend benötigter neuer Wohnraum in Meckenheim entstehen soll, wie es im zweiten Abschnitt des Neubaugebietes „Sonnenseite“ geplant ist, muss zuerst die neue Umgehungsstraße her. Im ersten Teil des Baugebietes sind viele Familien neu nach Meckenheim gezogen. Der Bau der Unterführung am Bahnhof ist der eigentliche Startpunkt der „Nördlichen Stadterweiterung“, und ohne das Zutun der Bahn ist das Großprojekt nicht zu realisieren.

Von allen Protagonisten, die dafür an einem Tisch sitzen, hat sich seit Jahren die Bahn als größter Bremsklotz erwiesen. Zumeist lag dies daran, dass die Ansprechpartner in dem Unternehmen schneller wechselten wie die Fahrpläne. Gut ist, dass der 2018 geknüpfte Gesprächsfaden mit der DB Netz jetzt kontinuierlich aufrecht erhalten und der gesteckte Zeitplan eingehalten wird. Die Bahn darf nicht noch einmal den Eindruck erwecken, das für Meckenheim wichtige Projekt aufs Abstellgleis schieben zu wollen.