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Kommentar zum Seilbahnprojekt: Klare Ansage aus Bonn

Kommentar zum Seilbahnprojekt : Klare Ansage aus Bonn

Hinsichtlich des geplanten Seilbahnprojekts werden in Bonn jetzt Fakten geschaffen. Eine Klarstellung des Stadtbaurates Helmut Wiesner war dringend notwendig, kommentiert GA-Redakteur Holger Willcke.

Während in Beuel noch öffentlich debattiert wird, wo in Ramersdorf der günstigste Platz für eine Seilbahnstation sein könnte, werden in Bonn Fakten geschaffen. Die Bundesstadt verhandelt mit Land und Bund über gewichtige Inhalte des Seilbahnprojekts. Start- beziehungsweise Endpunkt ist dabei eine Station am Schießbergweg nahe dem Telekom-Campus – so, wie es der Gutachter auch empfohlen hat.

Diese Klarstellung von Stadtbaurat Helmut Wiesner war nötig, damit alle Beteiligten jetzt denselben Kenntnisstand haben. Allerdings wird die klare Ansage aus dem Bonner Stadthaus nicht allen Politikern schmecken – vor allem nicht den Beuelern. Einige haben sich in der Standortfrage zwar noch nicht festgelegt, andere aber schon. Und die Stimmen, die für einen Haltepunkt am Ramersdorfer U-Bahnhof votieren, werden immer lauter. Da darf man gespannt sein, welches Lager sich letztendlich bei der alles entscheidenden Ratssitzung durchsetzen wird.

Zwischen der aktuellen Diskussion und der voraussichtlichen Entscheidung in circa sechs Monaten im Stadtrat liegen noch die Kommunalwahlen in NRW. Wer nach dem Wählervotum das politische Sagen hat, steht erst nach dem Wahlsonntag am 13. September fest. Deshalb darf man davon ausgehen, dass das letzte Wort in Sachen Seilbahn-Stationen noch nicht gesprochen ist.