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Kommentar zu den Krawallen in Frankfurt: So geht es nicht weiter!

Kommentar zu den Krawallen in Frankfurt : So geht es nicht weiter!

Nach den Krawallen in Frankfurt muss klar sein: Es gibt keinen Freibrief für eine Gewaltorgie aus Frust über die eigene Lebenssituation. Wer das nicht einsieht, muss mit Konsequenzen rechnen.

Eine traurige Nacht. Von Party keine Spur. Von Frust, von Gewalt, von ungehemmter Aggression aber jede Menge. Wieder hat ein aufgeputschter Partymob eine deutsche Innenstadt verwüstet und sich eine Schlacht mit der herbeigerufenen Polizei geliefert. Nach den Exzessen in Stuttgart vor vier Wochen haben nun auch in Frankfurt Hunderte Jugendliche ihren Aggressionen freien Lauf gelassen, nur mit dem Unterschied: Anders als in der baden-württembergischen Landeshauptstadt gab es in Frankfurt keine Plünderungen. Ähnlich wie in Stuttgart war aber auch in der Main-Metropole der Anteil junger Männer mit Migrationshintergrund auffallend hoch.

Erst kommt es zu einer Massenschlägerei zweier Gruppen angeblicher Partygänger. Dann verbrüdern sich die nächtlichen Schläger in Windeseile gegen die herangerückte Polizei und bejubeln jeden Flaschenwurf, der einen Polizisten trifft. Die Polizei, Dein Freund, Prügelknabe und Blitzableiter. Es reicht! So geht es nicht weiter! Einige der Schläger sind seit längerem der Polizei wegen eines stattlichen Vorstrafenregisters bekannt. Landfriedensbruch, Körperverletzung, Sachbeschädigung, Drogendelikte. Von Party keine Spur. Respekt vor der Polizei wie vor Rettungssanitätern und Notärzten ebenfalls Fehlanzeige.

Die Stadt Frankfurt und die Polizei haben jetzt konsequent gehandelt. Sie sperren den Opernplatz an Wochenenden für mehrere Wochen. Und sie verhängen ein Aufenthaltsverbot für das Stadtgebiet Frankfurt für einige der Randalierer, derer sie habhaft werden konnten. Einige der jungen Männer haben Freiheit in Deutschland offensichtlich falsch verstanden. Die Freiheit, die sie hier genießen und die es in einigen ihrer Herkunftsländer nie gegeben hat, haben sie mit Füßen getreten. Auch wenn sie der räumlichen Enge in Zeiten des Corona-Lockdowns zu entfliehen versuchten, müssen sie sich an Regeln halten. An Abstandregeln und an ein Verbot zur Versammlung größerer Gruppen ebenso wie selbstredend an Gesetze.

Doch egal ob mit oder ohne Migrationshintergrund: Es gibt keinen Freibrief für eine Gewaltorgie aus Frust über die eigene Lebenssituation. Was sich in Stuttgart und Frankfurt abgespielt hat, darf sich nicht schon bald in einer anderen deutschen Großstadt wiederholen. Wer das nicht versteht, muss mit einem ganz persönlichen Lockdown rechnen. Wenn es nicht anders geht, dann von Gerichts wegen.