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Kommentar zur Maskenpflicht in Bonn: Von normal weit entfernt

Kommentar zur Maskenpflicht : Von normal weit entfernt

Während der heißen Tage fällt es besonders schwer, die Maskenpflicht einzuhalten. Es gilt, sich Tag für Tag zu verinnerlichen: Von normal sind wir noch weit entfernt, kommentiert unser Autor.

Die Maskenpflicht einzuhalten fällt schwer in diesen Tagen, die sonnig und warm sind. Das Tragen kann unangenehm sein. Brillenträgern beschlagen die Gläser. Und bis der Bäcker versteht, dass man drei Krüstchen wünscht und nicht zwei langweilige Brötchen, dauert es länger als gewohnt. Die Kommunikation hat schon einmal besser funktioniert, zumindest doch das Verstehen des gesprochenen Wortes. Es ist banal, das festzustellen. Und dennoch gibt es gut nachvollziehbare Gründe, sich an die Spielregeln zu halten, auch wenn es unangenehm sein kann.

Zwar gibt es einige Bürger, die aufbegehren gegen die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie, aufstehen und protestieren gegen die Beschneidung der freiheitlichen Grundrechte. Doch ist es nicht immer ein Abwägen zwischen individueller Freiheit einerseits und gesellschaftlichem Schutz andererseits, das die Politik zu leisten hat?

Es scheint bei einigen Bürgern die Bequemlichkeit zu sein, die sie davon abhält, Mund-Nasen-Schutz in angemessener Weise einzusetzen: an der Haltestelle bereits statt erst nach Abfahrt von Bussen und Bahnen auf dem Platz. Beim engen Aneinandervorbeigehen auf dem Weg zum Sitz allerdings ist die Übertragung des Virus wahrscheinlicher. Auch mit Blick auf die oft laxen Abstände an den Bistro-Tischen sollten Kaffeehausbetreiber wie Bürger sich stets verinnerlichen: Von der Normalität sind wir noch weit entfernt.