1. Meinung
  2. Kommentare

Kommentar zur Entwicklung in Beuel-Ost: Letzte Chance für Gutachter

Kommentar zur Entwicklung in Beuel-Ost : Letzte Chance für Gutachter

Auch die Fortschreibung des Integrierten Handlungskonzepts für eine Quartiersentwicklung im Beueler Osten überzeugt nicht wirklich. Es bleibt Stückwerk, das große Ganze fehlt.

Nachdem im Frühjahr der erste Aufschlag der Gutachter für Ernüchterung gesorgt hat, überzeugt auch die Fortschreibung des Integrierten Handlungskonzepts für eine Quartiersentwicklung im Beueler Osten nicht wirklich. Es bleibt Stückwerk, das große Ganze fehlt. Und was auffällt: Der Gutachter argumentiert vorwiegend im Konjunktiv – seinen Worten fehlen Überzeugung und Leidenschaft. Der Vorwurf, das Quartier habe kein Profil, fällt leider wie ein Echo auf die Präsentation seiner Ideen zurück.

Dieses Fazit fällt hart aus. Aber deutliche Worte sind erforderlich, wenn das Projekt noch erfolgreich sein will. Seit einem Jahr arbeiten die Gutachter an ihrer Expertise und das Ergebnis ist mehr als mager. Dass die Beueler Bezirksverordneten sich nach dem Vortrag nicht zu Wort gemeldet haben, lässt eigentlich nur eine Interpretation zu: Sie haben die Hoffnung vielleicht schon aufgegeben, über diesen Weg den Beueler Osten zukunftsfähig zu machen. Lediglich der scheidende Bezirksbürgermeister wagte sich aus der Deckung und äußerte Zweifel am Gelingen.

Zugegebenermaßen: Die Folgen der Corona-Pandemie und die bevorstehende Kommunalwahl bremsen den Fortschritt des Handlungskonzepts aus. Dennoch sind die Gutachter gefordert, für ihr Honorar ein inhaltsstarkes und nachhaltiges Konzept vorzulegen, dass die Genehmigungshürde der NRW-Städtebauförderer im ersten Anlauf nimmt. Sollte das nicht gelingen, bleibt der fade Beigeschmack, bei der Ausarbeitung des Gutachtens aufs falsche Pferd gesetzt zu haben.