Kommentar zum Weltflüchtlingstag Nicht wegschauen

Meinung | Genf · Jahr für Jahr, zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni, appellieren die Vereinten Nationen an die Vernunft der Regierenden. Doch Jahr für Jahr verhallen die Aufrufe der Vereinten Nationen ungehört. Denn Gewalt ist das Geschäft der gewissenlosen Herrscher, meint unser Autor.

 Eine Gruppe kurdischer Migranten aus dem Iran und dem Irak, deren Versuch, mit einem Boot das Vereinigte Königreich zu erreichen, gescheitert war, nachdem sie von der Polizei entdeckt worden waren, weigert sich am Strand von Ambleteuse, Nordfrankreich, an Land zurückzukehren.

Eine Gruppe kurdischer Migranten aus dem Iran und dem Irak, deren Versuch, mit einem Boot das Vereinigte Königreich zu erreichen, gescheitert war, nachdem sie von der Polizei entdeckt worden waren, weigert sich am Strand von Ambleteuse, Nordfrankreich, an Land zurückzukehren.

Foto: dpa/Bernat Armangue

Kriege und Konflikte dominieren unsere Welt. Die vielen bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Staaten, vor allem aber innerhalb von Staaten, werden Normalzustand. Und sie wollen nicht enden. Ob in Syrien, in der Ukraine, im Sudan, in Myanmar oder Nahost. Alle diese und andere Waffengänge haben große Teile der Zivilbevölkerung in die Flucht gezwungen. Nach UN-Schätzungen hat ein Sechstel der Ukrainerinnen und Ukrainer ihre attackierte Heimat verlassen. Inzwischen befinden sich rund um den Globus 120 Millionen Menschen auf der Flucht. Es ist ein neuer trauriger Höchststand.