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Kommentar: Rente - Ja, mit 67 in Rente

Kommentar : Rente - Ja, mit 67 in Rente

Vorsicht! Noch ist die Rentenanpassung von 1,57 Prozent nicht amtlich. Es handelt sich nur um eine Schätzung der Regierung, Wenn im März alle Daten vorliegen, kann es hinter dem Komma noch eine Veränderung geben.

Klar ist aber: Viel wird es nicht. Einen kleinen Trost gibt es aber für die 20 Millionen Rentner: 2016 wird der Zuschlag üppiger ausfallen. Die Regierung geht davon aus, dass dann im Westen ein Zuschlag um mehr als vier Prozent drin ist. Allerdings ist eine belastbare Prognose für das Jahr 2016 zum jetzigen Zeitpunkt auch recht kühn.

Überaus solide ist das Datenmaterial dagegen bei der umstrittenen Verlängerung der Lebensarbeitszeit. Auch wenn es einige Gewerkschafter und Linke in der SPD nicht wahrhaben wollen: Es zeichnet sich schon jetzt ab, dass die Rente mit 67 ein Erfolg wird. Die Unternehmen und die Beschäftigten stellen sich um.

Immer mehr Personalchefs erkennen, dass der Erfahrungsschatz älterer Mitarbeiter ein Pfund ist, mit dem man wuchern muss. Immer mehr Ältere fühlen sich noch fit und sind noch motiviert, bis zur gesetzlichen Altersgrenze im Job zu bleiben. Die Steigerung der Erwerbstätigenquote binnen 15 Jahren auf das annähernd Vierfache bei älteren Frauen ist sensationell.

Die Daten sprechen auch eine deutliche Sprache, was die Qualität der Jobs angeht: Die Älteren, die heute noch in Brot und Arbeit sind, sind in der Regel eben nicht als Niedriglöhner unterwegs. Die Zahl der Minijobber und Co. ist eher zurückgegangen, während die Zahl der regulären Jobs in der Altersklasse gestiegen ist.

Der Trend stimmt also. Schade nur, dass die Koalition gerade mit der Rente mit 63 eine Reformrolle rückwärts hingelegt hat,die sich rächen wird